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Wolfowitz: "Keine politisch motivierte Kreditvergabe"

Geschrieben am 07-06-2006

Hamburg (ots) - Weltbankpräsident Paul D. Wolfowitz will Bolivien
und andere lateinamerikanische Länder auch dann mit Beratung und
Krediten unterstützen, wenn sie ihre Gas- und Ölfelder
verstaatlichen. Das "können sie selber souverän entscheiden", sagt er
in einem Interview mit der ZEIT. "Unsere Rolle ist es, ihnen zu
helfen, es richtig zu machen." Für Wolfowitz heißt das, die
enteigneten Firmen zu entschädigen und eine Investorenflucht zu
vermeiden.

Der 62-jährige Wolfowitz gilt als Vordenker der amerikanischen
Invasion des Irak. Bevor er im Juni 2005 an die Spitze der Weltbank
wechselte, war er stellvertretender Verteidigungsminister in der
Bush-Administration. Kritiker fürchteten, dass Wolfowitz die Weltbank
zum verlängerten Arm der US-Regierung machen werde. Doch gegenüber
der ZEIT wies Wolfowitz solche Motive von sich.

"Wünsche nach politisch motivierter Kreditvergabe sind mir nicht
untergekommen", sagt er. Auch China solle weiterhin Kredite von der
Weltbank erhalten, obwohl es auf großen Dollarreserven sitzt: "So
lange die Chinesen glauben, dass eine Kreditaufnahme bei der
Weltbank ein guter Weg ist, um Wissen über Umweltschutz,
Armutsbekämpfung oder den Aufbau finanzieller Infrastruktur zu
erwerben, sollte das so weiter laufen." Im Nahen Osten sei eine
Ausbreitung der Demokratie keine zwingende Voraussetzung für
wirtschaftliche Entwicklung. "Sie können bereits viele Reformen und
eine Öffnung des ökonomischen Systems erreichen - ohne politischen
Wandel, den diese Länder vielleicht im Augenblick nicht wollen", sagt
Wolfowitz.

Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 24 vom 8. Juni 2006
senden wir Ihnen gerne zu.

Originaltext: DIE ZEIT
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=9377
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_9377.rss2

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT
Presse-und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax:
040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de)


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