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Baugewerbe unterstützt Pläne des Bundeswirtschaftsministers: Höhere Investitionen dringend erforderlin

Geschrieben am 28-07-2008

Berlin (ots) - " Wir unterstützen die Überlegungen von
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, Investitionen zu fördern.
Dazu gehört für uns, den Handwerker-Bonus auszuweiten sowie eine
Energiespar-Prämie einzuführen." Dieses erklärte der Präsident des
Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig
Loewenstein. Das Baugewerbe spricht sich dafür aus, den Steuerbonus
für allgemeine haushaltnahe Dienstleistungen, Pflegedienstleistungen
sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwendungen
zusammenzufassen. Zusätzlich soll der einheitliche Förderhöchstbetrag
auf 12.000 Euro aufgestockt werden. 25 Prozent dieses Betrages, also
maximal 3.000 Euro, könnten dann direkt von der Steuerschuld
abgezogen werden. Jedem Haushalt wäre damit freigestellt, für welche
Dienstleistungen er den Betrag verwenden möchte. Dadurch könnten
Anreize geschaffen werden, private Handwerksaufträge aus der
Schwarzarbeit herauszuholen.

"Die Einführung des Steuerbonus auf Handwerksleistungen hat 2006
die Nachfrage nach Handwerksleistungen nachweislich gesteigert.
Schwarzarbeit ist erheblich zurückgegangen. Bereits 2007 haben sich
diese Anreize aber wieder deutlich verschlechtert. Schuld ist die
Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent. Der derzeit geltende
Steuerbonus von 20 Prozent von maximal 3.000 Euro ist gegenüber der
Schwarzarbeit nicht mehr attraktiv genug. Durch eine Ausweitung des
Steuerbonus müssen jetzt Anreize für mehr legale Arbeit geschaffen
werden. Das wäre ein Wachstumsschub, den die Binnenwirtschaft in
Deutschland dringend benötigt," so Loewenstein weiter.

Ergänzend zur Ausweitung des Steuerbonus schlägt das Baugewerbe
vor, eine Energiesparprämie einzuführen: 25 Prozent von maximal
20.000 Euro nachgewiesener Arbeitskosten einer energetischen
Sanierung sollten über die Einkommensteuererklärung erstattungsfähig
werden. Der Steuerpflichtige würde in diesem Fall über einen Zeitraum
von fünf Jahren jeweils 1000 Euro vom Finanzamt zurück erhalten. Für
den Eigentümer würde eine Sanierung dadurch deutlich günstiger. "Die
Energiesparprämie würde die steuerlichen Anreize für energetische
Gebäudesanierungsmaßnahmen gezielt erhöhen. Dies ist dringend
notwendig, um die klimapolitischen Zielsetzungen nicht zu verfehlen.
Bleibt es bei der jetzigen Sanierungsrate, wird der Wohnbestand in
Deutschland erst in 185 Jahren saniert sein." Erläuterte der
ZDB-Präsident.

Loewenstein weiter: "Den Vorschlag, den Steuertarif zu
reformieren, um den Bürgern mehr Geld in der Tasche zu belassen,
unterstützen wir natürlich ebenso, schließlich sind 80 % der
Handwerksunternehmen Personenunternehmen." Loewenstein wies auch auf
die sich eintrübende Baukonjunktur hin: Das Statistische Bundesamt
hatte vor kurzem mitgeteilt, dass die Auftragseingänge im Mai
preisbereinigt um 7,0 % gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen
seien. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 11,7% und im Tiefbau
um 2,0% ab. Im Zeitraum Januar bis Mai 2008 sind die Auftragseingänge
um 0,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. Die
Beschäftigung ist in diesem Zeitraum um 1,8% gefallen. "Es ist
höchste Zeit zu handeln!" So Loewenstein abschließend.

Originaltext: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/33001
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_33001.rss2

Pressekontakt:
Dr. Ilona K. Klein
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
eMail klein@zdb.de


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