(Registrieren)

Helaba wächst im Kundengeschäft und hält Konzernüberschuss stabil / Brenner: "Wir wachsen mit unseren guten Kunden, nicht mit den Risiken" Geschäftsmodell und Risikokultur nachhaltige Erfolgsfaktoren

Geschrieben am 16-04-2008

Frankfurt am Main (ots) - Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen
legt für 2007 erstmals einen Jahresabschluss nach IFRS vor. In ihm
sind zusätzlich zu den bisher bereits nach HGB konsolidierten
Tochtergesellschaften auch alle Zweckgesellschaften gemäß SIC 12
einbezogen.

Das Geschäftsvolumen nach IFRS erhöhte sich von 203 Mrd. Euro auf
220 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,4 Prozent.
Aufgrund des erfolgreichen Wachstums in den strategischen
Geschäftsfeldern Immobilien und Corporate Finance nahm die
Bilanzsumme um 9,3 Prozent auf 174 Mrd. Euro zu. Die Forderungen an
Kunden stiegen um mehr als 15 Prozent auf 80 Mrd. Euro. "Die
Geschäftsentwicklung in 2007 zeigt damit, dass die Helaba sich nach
wie vor auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad bewegt", so die
Bewertung von Hans-Dieter Brenner, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender und CFO der Bank.

Zur Refinanzierung des Wachstums wurden kurz- und mittelfristige
Geldmittel aufgenommen. Unter den auf 35 Mrd. Euro gestiegenen
Verbrieften Verbindlichkeiten wurden verstärkt Öffentliche
Pfandbriefe emittiert. Kundeneinlagen verzeichneten ein Wachstum um
rund 2 Mrd. Euro auf 38 Mrd. Euro. Die Handelspassiva stiegen um 6
Mrd. Euro auf 56 Mrd. Euro. Brenner: "Dies unterstreicht die
erfolgreiche Diversifizierung unserer Refinanzierungsbasis. Sowohl
die kurzfristige als auch die strukturelle Liquidität der Helaba ist
jederzeit komfortabel gesichert und bleibt es auch."

Die Bank hat ihr Eigenkapital erneut aus eigener Kraft von 4,6
Mrd. Euro auf 4,9 Mrd. Euro gestärkt. Es enthält stille Einlagen des
Landes Hessen in Höhe von 1,9 Mrd. Euro.

Geschäfts- und Ergebnisentwicklung: Trotz Finanzmarktkrise Kurs
gehalten Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat das Geschäftsjahr
2007 mit einem Konzernjahresergebnis nach IFRS von 353 Mio. Euro
(2006: 367 Mio. Euro) abgeschlossen. Das IFRS-Gesamtergebnis
einschließlich der Veränderung der Neubewertungsrücklage stieg um 9,5
Prozent von 337 Mio. Euro auf 369 Mio. Euro.

Der Zinsüberschuss ist um 130 Mio. Euro auf 936 Mio. Euro
gestiegen. Er enthält auch den Zinsaufwand für diejenigen stillen
Einlagen, die nach IAS 32 kein Eigenkapital darstellen. Die
Steigerung ist das Resultat des erfolgreichen Kundenkreditgeschäfts.
Die Bank war in der Lage, sowohl höhere Margen zu erzielen, als auch
das Volumen auszuweiten. Brenner: "Dabei haben wir stets die hohe
Qualität unseres Kreditportfolios im Blick. Für uns gilt der bewährte
Grundsatz: Wir wachsen mit unseren qualitativ guten Kunden, und nicht
mit den Risiken."

Der Provisionsüberschuss weist mit 12,3 Prozent einen kräftigen
Anstieg aus. Dazu haben das Wertpapierkundengeschäft der Frankfurter
Sparkasse, das Kreditgeschäft der Helaba und die Hannover Leasing
überproportional beigetragen.

Das Handelsergebnis ist auf minus 126 Mio. Euro zurückgegangen.
Brenner legt Wert auf die Feststellung, dass nicht realisierte
Verluste, sondern negative Bewertungseffekte dafür ursächlich sind:
"Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Bewertungsverluste
wirtschaftlich für uns Reserven darstellen. Tatsächliche Ausfälle
haben wir bislang nicht zu verzeichnen."

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten liegt mit
minus 62 Mio. Euro um 96 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Neben dem Hedge
Accounting werden in dieser Position Bewertungsergebnisse aus der
"fair value option" und Derivaten des Bankbuchs gezeigt.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen wurde mit ca. 20 Mio. Euro durch
Abschreibungen auf ABS-Wertpapiere belastet. Gegenläufig wirkten sich
mit 26 Mio. Euro die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen aus.

Das sonstige betriebliche Ergebnis ist von 185 Mio. Euro auf 220
Mio. Euro gestiegen. Dieser Posten beinhaltet vor allem die
Umsatzerlöse der immobilienwirtschaftlichen Konzernunternehmen und
das Leasinggeschäft.

Im Verwaltungsaufwand ist der Personalaufwand moderat von 460 Mio.
Euro auf 473 Mio. Euro gestiegen. Die tarifliche Lohnerhöhung und der
gezielte Aufbau von Mitarbeitern wurden teilweise durch niedrigere
Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen kompensiert. Im
Jahresdurchschnitt waren 2007 im Konzern 5.676 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigt - das bedeutet einen Zuwachs von 5 Prozent.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten überwiegend
IT-Aufwendungen, Aufwendungen für den Geschäftsbetrieb sowie
Prüfungs- und Beratungskosten. Der Anstieg von 358 Mio. Euro auf 381
Mio. Euro ist vor allem auf höhere IT- und Beratungskosten für
strategische Projekte zurückzuführen. Dazu gehören insbesondere die
Ausgliederung der 1822direkt und die vollzogene Umstrukturierung der
GWH.

Vor Steuern ergibt sich somit ein Ergebnis von 407 Mio. Euro, das
aufgrund der Bewertungsbelastungen aus der Finanzmarktkrise um 94
Mio. Euro unter dem des Vorjahres liegt. Nach Steuern erzielte das
Institut ein Konzernergebnis von 353 Mio. Euro, das nur 14 Mio. Euro
unter dem Vorjahr liegt. Der tatsächliche Periodenerfolg ergibt sich
gemäß der Rechnungslegung nach IFRS aus der Gesamtergebnisrechnung.
In diese Gesamtergebnisrechnung gehen neben dem Jahresüberschuss auch
erfolgsneutral direkt in das Eigenkapital zu buchende Wertänderungen
ein. Unter Berücksichtigung dieser Komponenten stieg das Ergebnis
gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent von 337 Mio. Euro auf 369 Mio.
Euro.

Insgesamt kommt Brenner zu einer positiven Bewertung des
Geschäftsjahres 2007: "Die operativen Ergebnisse, die nicht von
Bewertungseinflüssen betroffen sind, haben sich im Geschäftsjahr 2007
hervorragend entwickelt. Wir haben auch in der Finanzmarktkrise Kurs
gehalten. Ferner betreiben wir bereits seit längerem eine
Liquiditätsbevorratung, die es uns erlaubt, unser Geschäftsvolumen
auch kurzfristig deutlich zu erhöhen. Wir haben auch für die Zukunft
ausreichend Potenzial, unser Wachstum zu refinanzieren".

ABS-Portfolio zum Marktwert bewertet

Zum Bilanzstichtag führte die Helaba ein ABS-Portfolio von 2,4
Mrd. Euro im Bestand. Dies entspricht 4 Prozent des konzernweiten
Wertpapierbestandes. Das gesamte Portfolio wurde zum Marktwert
bewertet im Jahresabschluss angesetzt. Dem Handelsbestand sind 0,5
Mrd. Euro zugeordnet. Die restlichen 1,9 Mrd. Euro werden als
Finanzanlagen gehalten, davon sind 1,8 Mrd. Euro als "available for
sale" klassifiziert und 0,1 Mrd. Euro der "fair value option"
zugerechnet. Darüber hinaus wurde das gesamte Finanzanlageportfolio
gründlich analysiert und alle bis Ende März 2008 erkennbaren Risiken
im Zuge eines Impairment-Tests quantifiziert. Der daraus
resultierende Abschreibungsbedarf beläuft sich auf rund 20 Mio. Euro.

Der CFO der Helaba sieht darin keinen Grund, an der Nützlichkeit
der Verbriefung und somit der Weiterreichung von Kreditrisiken zu
zweifeln: "Dieses Instrumentarium ist, trotz aller im Markt
anzutreffenden Übertreibungen, auch zukünftig für eine flexible und
risikoorientierte Portfoliosteuerung unerlässlich. Entscheidend ist,
dass die Risiken vor Erwerb einer kreditmateriellen Prüfung
unterzogen werden und in einem angemessenen Verhältnis zu den Margen
stehen".

Ausblick

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende sieht den Helaba-Konzern
seit dem Wegfall von Anstaltslast und Gewährträgerhaftung im Jahr
2001 auf einem anhaltenden Erfolgsweg. Dies ist durch die Entwicklung
der wesentlichen Kennzahlen der Ertrags- und Vermögenslage belegt.
Seither stiegen das Geschäftsvolumen um 36 Prozent, die
Kundenforderungen um 45 Prozent, das bilanzielle Eigenkapital um 39
Prozent, der Jahresüberschuss um 342 Prozent und die Dividende um 50
Prozent. Begleitet wurden diese Erfolge von einer Stärkung der
Reserven und einer strikten Begrenzung der Kosten. Der
Verwaltungsaufwand im Konzern ist zwischen 2001 und 2007
konsolidierungsbereinigt lediglich um 1 Prozent pro Jahr gestiegen.

Brenner: "Bei der Beurteilung dieser positiven Entwicklung ist zu
beachten, dass in diesem Zeitraum zwei Krisen den deutschen
Bankensektor erschüttert haben: Die Kreditkrise 2001 - 2003 sowie die
seit Mitte letzten Jahres anhaltende Finanzkrise. Die Helaba ist aus
beiden Krisen gestärkt hervorgegangen. Insgesamt sind die
Marktposition und die Ertragskraft der Helaba im Zeitraum 2001 - 2007
strukturell und nachhaltig deutlich gestiegen. Auf der Grundlage
unserer guten Ausgangsposition und der ehrgeizigen Mittelfristplanung
sehe ich deshalb die Zukunft der Helaba als europäische Regionalbank
mit internationaler Ausrichtung optimistisch".

Originaltext: Landesbank Hessen-Thüringen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55060
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55060.rss2
ISIN: DE000HLB0A20

Pressekontakt:
Wolfgang Kuß
Presse und Kommunikation

Helaba
Landesbank Hessen-Thüringen
Girozentrale
MAIN TOWER
Neue Mainzer Str. 52-58
60311 Frankfurt
Tel.: 069/9132-2877
Fax: 069/9132-4335
e-mail: wolfgang.kuss@helaba.de
Internet: www.helaba.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

131349

weitere Artikel:
  • Global Group ist Sponsor der Europäischen Strategietage in Baden-Baden / Thema: 50 plus - der Kunde der Zukunft Idstein (ots) - Zu den Europäischen Strategietagen, Baden-Baden, 5. bis 6. Juni 2008 - Die Global Group AG, einer der führenden Full-Service-Dienstleister für ganzheitliches Interessenten-Kundenmanagement im deutschsprachigen Raum, ist am 5. und 6. Juni als Hauptsponsor auf den Europäischen Strategietagen in Baden-Baden vertreten. Die zweitägige Konferenz findet bereits zum sechsten Mal statt und bietet beste Voraussetzungen für einen branchenübergreifenden und branchenspezifischen Austausch. In diesem Jahr wird das Thema "50 plus mehr...

  • Nachrichten aus Berlin - Wissenschaft: Europäischer Forschungsrat vergibt mehr als eine Million Euro an Physikerin der Freien Universität Berlin Berlin (ots) - Ein Forschungsvorhaben der Experimentalphysikerin Prof. Dr. Stephanie Reich von der Freien Universität Berlin wird mit 1,1 Millionen Euro durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert. Die Mittel kommen dem Projekt "OptNano: Quantum Optics in Nanostructures" zugute, in dem erforscht wird, wie Licht von winzigen Strukturen absorbiert, verarbeitet und ausgesandt wird. Ziel des Projektes der Grundlagenforschung ist es, mehr über Materialien zu erfahren, die eine Ausdehnung von lediglich wenigen Nanometern haben - ein mehr...

  • Beta Systems Software und rubin Software GmbH vereinbaren Zusammenarbeit Berlin (ots) - - Vertriebliche Kooperation für europaweit führende Security-Lösungen von Beta Systems - Sicheres und effizientes Benutzermanagement für Großunternehmen Die Beta Systems Software AG und die rubin Software GmbH bündeln ihre Erfahrungen im Bereich Sicherheit von Rechenzentren. rubin Software wird die Beta Systems Security-Lösungen branchenübergreifend vertreiben und damit sein Angebot um hochwertige Security-Lösungen für Rechenzentren erweitern. Gemeinsam können nun bestehende Kundenbeziehungen durch gebündelte mehr...

  • Leitmesse wächst weiter: mehr Nachfrage, zusätzliche Halle, neues Team Düsseldorf (ots) - online-marketing-düsseldorf 2008: Buchungen schon jetzt über Vorjahresniveau Nach dem äußerst erfolgreichen Jahr 2007 baut die online-marketing-düsseldorf ihre Stellung als Leitmesse und Leitkongress für digitales Marketing in diesem Jahr weiter aus. Der Veranstalter, die Igedo Company, rechnet im Frühherbst mit einem neuerlichen Rekordansturm bei der Ausstellerzahl und den Fachbesuchern. Vor diesem Hintergrund wird die Messe nicht nur um eine zusätzliche Messehalle erweitert, die Messe Düsseldorf hat auch mehr...

  • stern.de: Finanzministerium warnt Stuttgarter Landesbanken vor Hilfe für Steuerflüchtlinge Hamburg (ots) - Das Bundesfinanzministerium hat die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Landeskreditbank (L-Bank) gewarnt, Steuerflüchtigen zu helfen: "Wir erwarten von jedem Kreditinstitut, dass es sorgfältig bereits den möglichen Eindruck vermeidet, Steuerhinterziehung zu fördern", sagte der Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu stern.de. Hintergrund der Warnung sind Recherchen von stern.de, wonach bei beiden baden-württembergischen Institute an einer Bank im Kleinwalsertal beteiligt sind, die aggressiv bei mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht