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Deutsche Stromanbieter surfen auf der Öko-Welle

Geschrieben am 10-04-2008

Hamburg (ots) - Immer mehr Energieversorger in Deutschland setzen
auf das margenstarke Geschäft mit erneuerbaren Energien. 55 Prozent
der Stromlieferanten planen, bis 2010 in Öko-Strom zu investieren.
2005 hatte nur jeder dritte Anbieter regenerative Energiequellen im
Visier. Inzwischen hat der Ausbau des Öko-Strom-Angebots bei den
Energiemanagern die gleiche Priorität wie die Verbesserung des
Stromnetzes. Die Mehrheit der mittleren und großen Versorger bietet
bereits neben dem Grundversorgungspreis zusätzlich einen
Öko-Strom-Tarif an. Das sind die Ergebnisse der Studie
"Branchenkompass Energieversorger 2008" von Steria Mummert Consulting
in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Zum einen schwenken die Energieversorger auf Öko-Strom um, weil
die Nachfrage der Endkunden nach umweltfreundlichen Produkten steigt.
Zum anderen wirken die Stromlieferanten mit der gezielten Aufwertung
ihres Tarifangebots durch die Öko-Komponente einem drohenden
Preisdruck entgegen. Der Margenverfall rückt näher, weil Privatkunden
häufiger als früher den Anbieter wechseln und damit den Wettbewerb
anheizen. So wechselten nach Schätzung der Bundesnetzagentur im
vergangenen Jahr 1,3 Millionen Stromkunden den Lieferanten für Strom,
mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Viele nutzten dabei die
Gelegenheit, sich gezielt nach Versorgern umzusehen, die Strom aus
Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie anbieten.

Solarenergie und Biomasse stehen bei der Erzeugung von Ökostrom im
Fokus der Energieproduzenten. Rund 60 Prozent der befragten
Entscheider setzen mittelfristig auf diese beiden Energiequellen.
Dagegen hat die Windenergieerzeugung auf dem Festland an
Attraktivität verloren. Aktuell plant nur noch knapp jeder dritte
Befragte Investitionen in so genannte Onshore-Windkraft. Viele
Energieversorger reagieren damit auf die Novelle zum
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die voraussichtlich im August in
Kraft treten soll. Danach wird sich die Einspeisevergütung für
Onshore-Anlagen, die ab dem Jahr 2009 in Betrieb genommen werden,
deutlich verringern.

Insgesamt wird der Trend zur Nutzung erneuerbarer Energien bis
2020 weiter anhalten. 72 Prozent der befragten Energieversorger gehen
davon aus, dass sich der Anteil von Ökostrom an der gesamten
Stromerzeugung bis 2020 auf ein Drittel verdreifachen wird.
Entsprechend erwartet knapp die Hälfte der befragten Topmanager in
den kommenden drei Jahren einen nennenswerten Wertschöpfungsbeitrag
aus alternativen Energieträgern.

Hintergrundinformationen
Für den "Branchenkompass Energieversorger 2008" wurden 100
Führungskräfte aus 100 der größten Energieversorgungsunternehmen
Deutschlands zu den Branchentrends, Investitionszielen und
Unternehmensstrategien befragt. Die befragten Unternehmen
repräsentieren die drei wichtigsten Gruppen der deutschen
Energiewirtschaft: die Stadtwerke, die Regionalversorger und die vier
großen Energiekonzerne. Die Marktforschungsgesellschaft forsa führte
die Erhebung in Telefoninterviews durch. Befragt wurden jeweils die
Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer, die
Leiter von Finanzen und Controlling, die Vertriebs- und
Marketingleiter sowie sonstige Führungskräfte.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50272
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Susanne Theisen-Canibol
Tel.: +49 (0) 40 22703-8568
E-Mail: susanne.canibol@extern.steria-mummert.de

Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 22703-7787
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de



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