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Private Equity in Familienunternehmen: Studie zu Erfahrungen mit Minderheitsbeteiligungen

Geschrieben am 07-04-2008

Frankfurt am Main (ots) -

Sperrfrist: 07.04.2008 11:30
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung frei gegeben ist.

Nach der ausgiebigen öffentlichen Diskussion über "die
Heuschrecken" überrascht es nicht: Viele Familienunternehmer und
Politiker haben erhebliche Vorbehalte und Vorurteile gegenüber
Private-Equity-Gesellschaften. Familienunternehmen, die sich dennoch
einen Private-Equity-Investor als Minderheitsgesellschafter ins Haus
geholt haben, sind aber mit diesem Engagement in der Mehrheit
zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Das geht aus einer Studie
hervor, die die Stiftung Familienunternehmen beim Center for
Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen
Universität München (TUM) in Auftrag gegeben hat.

Befragt wurden zwei Gruppen von Familienunternehmen: Sowohl
Unternehmen, die sich trotz aller zuvor empfundenen Skepsis für
Minderheitsbeteiligungen von Private-Equity-Gesellschaften
entschieden hatten, als auch solche Unternehmen, die wegen ihrer
großen Vorbehalte eine Mezzanine-Finanzierung gewählt hatten. Das
Besondere an der Studie: Sie konzentriert sich auf
Minderheitsbeteiligungen und auf Familienunternehmen, die praktische
Erfahrungen mit Private-Equity-Partnern gemacht haben. Überdies
leitet sie aus Gesprächen mit Familienunternehmen,
Private-Equity-Gesellschaften und Experten Handlungsempfehlungen ab.

Die Minderheitsbeteiligung eignet sich grundsätzlich sowohl für
Finanzierungsanlässe, die durch das Unternehmen bedingt sind, als
auch für Herausforderungen im Gesellschafterkreis. Durch die Aufnahme
eines Private-Equity-Investors können die Familienunternehmen nicht
nur vom Zugang zu Kapital, sondern auch von zusätzlichen Vorteilen
profitieren. Je nach Ausgangslage und Anlass der Finanzierung legen
die Familienunternehmer Wert auf die Professionalisierung der
Unternehmensführung, die Verbesserung der Kapitalstruktur, die
externe Expertise zur Vorbereitung eines Börsengangs oder - bei
Problemen im Gesellschafterkreis - auf einen neutralen Gesellschafter
als Moderator.

Ein wichtiges Ergebnis: Private-Equity-Gesellschaften können sich
in ihrem Investitionsansatz stark unterscheiden. Eine bewusste
Auswahl ist daher sehr wichtig. Als Entscheidungskriterium rangiert
für die meisten Familienunternehmen das Vertrauen zum Investor
deutlich vor den finanziellen Konditionen. So entschieden sich die
meisten von ihnen für "moderate", überwiegend deutsche
Beteiligungsgesellschaften, zum Beispiel für Private-Equity-Töchter
deutscher Banken, aber auch für ausländische Gesellschaften, die
bereits Erfahrungen mit Familien-unternehmen aufweisen können.

Die Unterstützung der Private-Equity-Gesellschaften in den
Bereichen Corporate Governance, Finanzierung sowie Controlling und
Reporting führten zu einer überwiegend hohen Zufriedenheit der
Familienunternehmen mit der Minderheitsbeteiligung und dem Investor.
Insgesamt profitierten die Familienunternehmen vor allem von der
Objektivierung von Entscheidungen, von der Professionalisierung der
Unternehmensführung und ganz allgemein vom Know-how und von den
Kontakten der Private-Equity-Gesellschaften. Beispielsweise gewannen
sie über einen neu eingeführten oder neu besetzten Beirat zusätzliche
Kompetenz hinzu.

Ein weiterer kritischer Punkt der Minderheitsbeteiligung ist die
rechtliche Ausgestaltung. Der Gesellschaftsvertrag und die
Gesellschafter-vereinbarung sollten potenzielle Streitpunkte zwischen
dem Familien-unternehmen und der Private-Equity-Gesellschaft
möglichst vollständig und detailliert regeln. Regelungen zur
Einflussnahme und zum Ausstieg des Investors sind dabei von
besonderer Bedeutung. Solche detaillierten Vereinbarungen sind zwar
notwendig. In der Praxis verlaufen jedoch die Partnerschaften -
vielleicht gerade auf dieser Basis - meist harmonisch.

Download der kompletten Studie, Grafiken, Bilder und Texte unter:
www.familienunternehmen.de

Originaltext: Stiftung Familienunternehmen
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61687
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61687.rss2

Pressekontakt:
Stiftung Familienunternehmen
Stefan Heidbreder
Ismaninger Straße 56
D - 81675 München
Tel.: +49 (0) 89 / 20 18 66 11
Fax: +49 (0) 89 / 20 18 66 19
heidbreder@familienunternehmen.de
www.familienunternehmen.de

Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der
Technischen Universität München (TUM)
Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner
Arcisstraße 21
D - 80333 München
Tel.: +49 (0) 89 / 28 92 54 89
Fax: +49 (0) 89 / 28 92 54 88
florian.tappeiner@wi.tum.de
www.cefs.de


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