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Lausitzer Rundschau: Die Aufklärungsrhetorik von Siemens Die Ungeduld wächst

Geschrieben am 24-01-2008

Cottbus (ots) - Mit dem Korruptionsskandal hat Siemens etliche
Rekorde gebrochen. Nicht nur mit der absoluten Höhe der dubiosen
Zahlungen von 1,3 Milliarden Euro, auch mit dem Aufwand, der für die
Aufarbeitung betrieben wird. Mehr als eine Milliarde Euro ist
angeblich dafür schon ausgegeben worden. Und der neue Siemens-Chef
Peter Löscher spielt ein ums andere Mal den Saubermann: So weiß, wie
es weißer nicht geht. Doch allmählich wird es Zeit, dass endlich
konkrete Ergebnisse der Bemühungen vorgelegt werden.
Aufklärungsrhetorik allein genügt nicht mehr. Auf der
Siemens-Hauptversammlung haben etliche Aktionäre und
Aktionärsschützer ihren Unmut deutlich gemacht. Sie möchten doch
jetzt gerne einmal wissen, wer was wann zu verantworten hat und ob
tatsächlich die frühere Führungsspitze so ahnungslos war wie sie
vorgibt. Wolkige Hinweise, wonach Vorwürfe auch "ehemalige Vorstände"
betreffen, reichen nicht aus. Es ist auch nicht damit zu rechnen,
dass sich ehemalige oder noch amtierende Siemens-Spitzenverdiener von
sich aus zur Verwicklung in unsaubere Machenschaften bekennen, denn
bisher wurde allenfalls das zugegeben, was bereits bekannt war. Die
Zeit drängt auch, weil Verjährung droht.
Fest steht: Ein weiteres Mal werden es die Aktionäre nicht hinnehmen,
mit dem Hinweis auf immer noch laufende Untersuchungen vertröstet zu
werden. Für die Hauptversammlung in einem Jahr wird zumindest ein
vorläufiger Abschlussbericht erwartet, und zwar unter Nennung von
Ross und Reiter.
Siemens-Chef Löscher kommt bei den Anteilseignern, aber auch in der
Öffentlichkeit, hervorragend an. Bisher noch. Wenn jedoch aus seiner
"absolut kompromisslosen" Aufklärungsarbeit eine Hängepartie werden
sollte, dürfte die Stimmung kippen. Die Siemens-Aktionäre, aber auch
die Siemens-Mitarbeiter warten mit wachsender Ungeduld auf ein Ende
mit Schrecken.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47069
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_47069.rss2

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de


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