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EZB-Direktoriumsmitglied Stark: Konjunktur wird Turbulenzen an den Börsen verkraften

Geschrieben am 22-01-2008

Hamburg (ots) - Die Europäische Zentralbank hat sich
zuversichtlich gezeigt, dass die Konjunktur in der Euro-Zone die
Turbulenzen an den Aktienmärkten verkraften kann. "Sicherlich haben
die Risiken für das wirtschaftliche Wachstum seit der Projektion
unserer Stäbe zugenommen. Die derzeitige Volatilität ist nicht
hilfreich, wir dürfen aber solche Übertreibungen nicht überbewerten.
Alles in allem dürfte die Wirtschaft so stark zulegen, wie es ihrem
Potenzial - also dem langjährigen Trend - entspricht", sagt
EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark der ZEIT.

Stark warnt davor, die Abwärtsbewegung an den Märkten
überzuberwerten. "Die Märkte sind sehr nervös. Hier sehen wir aber
momentan Übertreibungen ... Angst und Panik sind jedoch schlechte
Ratgeber. Wir dürfen die Fakten nicht vergessen. Die wirtschaftlichen
Fundamentaldaten sind gut", sagt er. Zugleich deutet Stark jedoch an,
dass die EZB ihre Konjunkturprognosen nach unten korrigieren könne.

Stark signalisiert, dass die Europäische Zentralbank nicht der
US-Notenbank Fed folgen und die Zinsen senken wird. "Entscheidungen
anderer Notenbanken kommentiere ich nicht. Unsere Hauptsorge gilt der
hohen Inflationsrate von zuletzt 3,1 Prozent", sagt er. Die EZB sei
"sehr besorgt und alarmiert" angesichts der Teuerungsrate.

Die Gewerkschaften in Deutschland warnt Stark vor zu hohen
Lohnabschlüssen. "Fakt ist, dass in den letzten Jahren die moderate
Lohnentwicklung im Durchschnitt des Eurogebiets wesentlich
beeinflusst war durch die Lohnzurückhaltung in Deutschland. Wenn
Deutschland davon abweicht und die Lohnentwicklung in anderen
Volkswirtschaften nicht zurückhaltender verläuft, haben wir im
Währungsgebiet eine andere Lage."

Besorgt zeigt sich Stark über die wachsenden Ungleichgewichte in
der Euro-Zone: "Wir beobachten mit Sorge, dass die
Leistungsbilanzdefizite innerhalb des Euro-Gebiets steigen. Dahinter
steht eine Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit
einiger Volkswirtschaften, weil dort die Löhne zu stark gestiegen
sind."

Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 5 vom 24. Januar 2008
senden wir Ihnen gerne zu.

Originaltext: DIE ZEIT
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9377
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Pressekontakt:
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558,
E-Mail: bunse@zeit.de)


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