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Stille Nacht auf den Kanaren auch für Wale

Geschrieben am 21-12-2007

München (ots) -

WDCS und Ocean Care begrüßen Verbot von Sonaranlagen rund um die
Kanarischen Inseln

Der Einsatz von leistungsstarken militärischen Sonaranlagen in den
Gewässern der Kanarischen Inseln ist nunmehr verboten. Dort war es in
der Vergangenheit immer wieder zu unnatürlichen Massenstrandungen von
Walen gekommen. In einer gemeinsamen Stellungnahme des spanischen
Umwelt- und Verteidigungsministeriums sowie der lokalen Regierung der
Kanarischen Inseln wurde festgelegt, dass in einem Umkreis von 50
Seemeilen (ca. 90km) der Einsatz von leistungsstarken Sonaren durch
das Militär verboten ist. Sonare finden vor allem beim Aufspüren von
leisen U-Booten Verwendung.

Obwohl Militärs vielfach beteuern, dass die Geräte nicht engesetzt
werden, wenn Wale in der Umgebung sind, kam es in den Gewässer der
Kanaren immer wieder zu unnatürlichen Massenstrandungen. Das Verbot
des Einsatzes dieser Geräte trägt diesem Zusammenhang nun Rechnung
und wird von den internationalen Walschutzorganisationen WDCS und
OceanCare begrüßt. Damit folgt Spanien als erstes Land einer
Empfehlung des Europäischen Parlamentes vom Oktober 2004 in der
gefordert wurde, auf diese Geräte zu verzichten, wenn eine Gefährdung
für Wale besteht.

Militärs bestreiten den Zusammenhang zwischen dem Einsatz aktiver
Sonarsysteme und Walstrandungen und betreiben eine restriktive
Informationspolitik, die unabhängige vollständige wissenschaftliche
Analysen solcher Vorfälle erschweren.

Dr. Karsten Brensing, Meeresbiologe bei der WDCS, sagt:
"Zahlreiche atypischen Walstrandungen, bei denen zum gleichen
Zeitpunkt Tiere unterschiedlicher Arten stranden, korrelieren mit der
Abhaltung militärischer Manöver und dem Einsatz aktivem Sonars. Das
Verhalten der Militärs verzögert die Einsetzung effizienter
Schutzmaßnahmen. Umso mehr muss man den aktuellen Entscheid auf den
Kanaren schätzen".

Trotz der guten Nachricht bleibt jedoch ein bitterer Beigeschmack
bemerkt Sigrid Lüber, Präsidentin bei OceanCare: "Sonaranlagen die
außerhalb der 50 Seemeilen eingesetzt werden, können und werden aber
weiterhin zum Tod von Walen führen. Dies wird dann allerdings kaum
bemerkt werden, wenn die Militärs ihre Informationspolitik nicht
transparenter gestalten, da die sterbenden Wale dann unbemerkt in den
Tiefen des Atlantiks sinken."

Mit der Entscheidung folgen die spanischen Behörden einer
Kernforderung der WDCS, Ocean Care und anderer Umweltorganisationen,
denn nur die Ausweisung von Schutzgebieten und das Verbot des
Sonareinsatzes kann den betroffenen Walen wirklich helfen.

Originaltext: Whale and Dolphin Conservation Society
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8211
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_8211.rss2

Weitere Informationen:
Dr. Karsten Brensing, Tel.: + 49 176 226 756 79,
E-Mail: karsten.brensing@wdcs.org
Sigrid Lüber, Tel. + 41 794 752 687, E-Mail: sigilueber@bluewin.ch

Internetseiten:
www.wdcs-de.org
www.oceancare.org


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