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Die französische Staatsangehörigkeit bleibt die beste der Welt, während der Brexit für Großbritannien einen dramatischen Abstieg bedeuten könnte

Geschrieben am 20-11-2019

London (ots/PRNewswire) - Französische Bürger können zufrieden sein, dass ihre
Staatsbürgerschaft erneut den ersten Platz in der Welt einnimmt, während die
Auswirkungen eines "harten Brexit" für Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten
Königreiches durchaus die Qualität ihrer Staatsbürgerschaft vom 8. Platz
weltweit auf den 56. Platz (die aktuelle Position von China) senken könnten.
Dies steht nach den neuesten Erkenntnissen des Index der
Staatsangehörigkeitsqualität von Kälin und Kochenov
(https://www.nationalityindex.com/) (Quality of Nationality Index = QNI) fest,
der die einzige Rangwertung ist, die Staatsangehörigkeiten weltweit objektiv
nach deren Rechtsstatus misst.

Frankreich hat den Spitzenplatz seit acht Jahren in Folge inne mit einer
Bewertung von 83,5 % von möglichen 100 % und liegt mit weniger als einem
Prozentpunkt vor Deutschland und den Niederlanden, die sich gemeinsam den 2.
Platz mit 82 % teilen. Frankreichs relativer Vorteil besteht in der höheren
Freiheit der Wohnortwahl, was hauptsächlich auf den Status als ehemaliges
Kolonialreich zurückzuführen ist.

Im diesjährigen Index belegt Dänemark den 3. Platz mit einer Punktzahl von 81,7
%, während Norwegen und Schweden sich gemeinsam den 4. Platz mit 81,5 % teilen.
Die Positionen 5-10 werden von Island, Finnland, Italien, Großbritannien, Irland
und Spanien in dieser Reihenfolge eingenommen.

Die USA befinden sich auf dem 25. Platz auf dem QNI mit einer Punktzahl von 70,0
%; der relativ schlechte Rang ist hauptsächlich auf die geringe Freiheit bei der
Wohnortwahl im Vergleich zu der in den EU-Mitgliederstaaten zurückzuführen.
China rangiert an 56. Stelle, eine Verbesserung von vier Stufen gegenüber dem
Vorjahr, und die Russische Föderation stieg um zwei Stufen auf den 62. Platz.
Die VAE erreichten ihren bisher höchsten Rang an 42. Stelle. Die
Staatsangehörigkeiten auf den drei untersten Rängen im diesjährigen QNI sind
Südsudan, Afghanistan und Somalia.

Brexit wird wahrscheinlich die Qualität der britischen Staatsangehörigkeit
herabmindern

Generell schneiden EU-Länder im QNI sehr gut ab, und zwar insbesondere wegen der
im hohen Maße freien Wohnortwahl, die unter den Mitgliedsstaaten gestattet ist.
Allerdings könnte das Vereinigte Königreich eine Ausnahme zu dieser Regel
werden, denn seine derzeitige 8. Position ist möglicherweise in Gefahr, wenn
das Land die EU ohne Abkommen verlässt.

Prof. Dr. Dimitry Kochenov (http://kochenov.eu/), Rechtsprofessor und Autor von
Citizenship (https://mitpress.mit.edu/books/citizenship) (Staatsbürgerschaft)
und Dr. Christian H. Kälin (https://chriskalin.com/), Vorsitzender von Henley &
Partners (https://www.henleyglobal.com/) und Autor von Ius Doni
(https://brill.com/view/title/35959) sind die Verfasser des Index. Prof.
Kochenov erklärt: "Das Vereinigte Königreich ist möglicherweise dabei, einen
Weltrekord im Hinblick auf die Unterminierung der Qualität seiner
Staatsbürgerschaft ohne einen tiefgreifenden gewaltsamen Konflikt aufzustellen.
Je nach Ausgang des Brexit könnte das Vereinigte Königreich erleben, wie es aus
der Elitegruppe von Staatsbürgerschaften von "sehr hoher Qualität" in die Gruppe
von "hoher Qualität" abrutscht. Ein wirklich "harter Brexit" würde dazu führen,
dass das Vereinigte Königreich eine Staatsbürgerschaft hat, die den britischen
Bürgern in keiner der EU-Gerichtsbarkeiten oder der Schweiz, Norwegen und
Island, einer Gruppe der höchst entwickelten Länder der Erde, das Recht auf
Wohnort oder Arbeit gestattet, was die Qualität der eigenen Staatsbürgerschaft
auf unwiderrufliche Art und Weise herabwürdigen würde."

Obwohl es unwahrscheinlich ist, könnte das Vereinigte Königreich im
Worst-Case-Szenario und abhängig von dem wirtschaftlichen Abschwung, der durch
den Brexit verursacht werden könnte, sogar noch weiter fallen und in die
Einstufung "mittlere Qualität" neben China und Russland geraten.

Laut Dr. Kälin ist der Index sowohl für Einzelpersonen als auch für Regierungen
hochrelevant. "Es ist klar, dass unsere Staatsangehörigkeiten einen direkten
Einfluss auf unsere Chancen sowie auf unsere Freiheit haben, zu reisen,
Geschäfte zu machen und ein längeres, gesünderes und lohnenswerter Leben zu
führen. Die Realität, wie sie der QNI beschreibt, ist in vielerlei Hinsicht
ungerecht und bedauerlich: In den meisten Fällen spielt unsere
Staatsangehörigkeit eine wichtige Rolle bei der Einrichtung einer höchst
irrationalen Obergrenze für unsere Ziele."

Laden Sie hier den vollständigen QNI-Bericht herunter
(https://www.henleyglobal.com/quality-of-nationality/)

Medienkontakte
Sarah Nicklin
Senior Group PR Manager
sarah.nicklin@henleyglobal.com

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/138822/4444740
OTS: Kälin and Kochenov's Quality of Nationality Index

Original-Content von: Kälin and Kochenov's Quality of Nationality Index, übermittelt durch news aktuell


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