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Woche des Sehens / Kampf gegen die Erblindung: Hornhaut transplantieren für klare Sicht

Geschrieben am 02-10-2019

Hannover (ots) - Trübt sich die Augenhornhaut wegen einer
Erkrankung oder Verletzung kann eine Augenhornhauttransplantation
Patienten vor der Erblindung bewahren. Doch Hornhauttransplantate
sind nur begrenzt verfügbar: Hinter jedem Transplantat steht ein
verstorbener Mensch, der sich zu Lebzeiten für die Gewebespende nach
dem Tod entschieden hat. Oft treffen auch die Angehörigen die
Entscheidung. Zum World Sight Day am 8. Oktober und rund um die sich
anschließende Woche des Sehens macht die Deutsche Gesellschaft für
Gewebetransplantation (DGFG) mit einer Fotografieausstellung auf die
Möglichkeiten der Transplantationsmedizin aufmerksam.

Rund 7.000 Mal im Jahr transplantieren Ärzte Augenkranken
Patienten in Deutschland eine menschliche Spenderhornhaut. Die
Sehfähigkeit von Patienten mit stark ausgeprägten Erkrankungen der
Augenhornhaut, wie Hornhautdystrophie, Wölbung der Hornhaut
(Keratokonus) oder Entzündungen (Keratitis), kann so erhalten oder
wiederhergestellt werden. "Die Augenhornhauttransplantation ist für
Betroffene die letzte Hoffnung wieder sehen zu können", sagt Dr.
Thomas Kern, Oberarzt in der Universitätsaugenklinik der
Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). "Seit über einem Jahrhundert
werden Hornhäute transplantiert! Entsprechend etabliert ist die
Operation und die Erfolgsquote liegt bei rund 90 Prozent. Ist nur
eine Schicht der etwa einen halben Millimeter dicken Hornhaut
betroffen, kommt heute sogar eine schonende Teiltransplantation in
Betracht."

Voraussetzung für die Heilung durch eine Transplantation ist die
altruistische Gewebespende: 2.638 Menschen spendeten 2018 ihre Augen
nach dem Tod an die gemeinnützige Deutsche Gesellschaft für
Gewebetransplantation (DGFG). Anders als Organe werden Gewebe, wie
die Augenhornhaut, nicht unmittelbar transplantiert. Zunächst werden
sie in einer Gewebebank aufbereitet. Innerhalb von 34 Tagen muss dann
ein passender Empfänger gefunden werden.

Elf von 28 Augenhornhautbanken in Deutschland arbeiten im Netzwerk
der DGFG zusammen. Durch die Kooperation ermöglichen sie die zeitnahe
und sichere Patientenversorgung mit Transplantaten an ihren eigenen
Kliniken, aber auch darüber hinaus. So konnte die Gesellschaft für
Gewebetransplantation im vergangenen Jahr 3.672
Augenhornhauttransplantate an über 120 Transplantationszentren in
ganz Deutschland vermitteln.

In einer Fotoreportage hat die Fotografin Alexandra Bidian den Weg
eines Augenhornhauttransplantats von der Spende, über die
Prozessierung in einer Gewebebank bis zur Transplantation bei einer
Patientin mit Fuchs'scher Endotheldystrophie begleitet. "Ein
Augenhornhauttransplantat ist ein Geschenk. Um dieses schätzen zu
können, muss man verstehen, woher dieses Geschenk kommt", sagt Martin
Börgel, Geschäftsführer der Gesellschaft. Um Bewusstsein für die
Herkunft von Gewebetransplantaten zu schaffen, werden bis zu 25
Motive der Fotoreportage ab Oktober in den Augenkliniken der
Medizinischen Hochschule Hannover, der Universitätsmedizin Rostock
und dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg ausgestellt.
Weitere Ausstellungen im Universitätsklinikum Leipzig und dem
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden werden aktuell
vorbereitet.

Vertiefend informiert die DGFG unter www.gewebenetzwerk.de mit
Experteninterviews und Portraits über die Gewebespende nach dem Tod,
die Gewebeaufbereitung und die Zukunft der Transplantationsmedizin.
In Erfahrungsberichten schildern Patienten ihre Krankheitsgeschichte
und wie eine Transplantation ihnen helfen konnte.

Wann eine Hornhauttransplantation notwendig ist und welche
Vorteile ein Teiltransplantat für Patienten hat, erklärt Dr. Thomas
Kern, Spezialist für Augenhornhauttransplantationen sowie Linsen- und
Netzhautchirurgie im folgenden Interview: http://ots.de/gPAOYF

Statements aus dem Interview können gerne für Ihre
Berichterstattung entnommen werden.

Die DGFG ist eine unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft, die
seit 1997 die Gewebespende und -transplantation in Deutschland
fördert. Auf der Basis des Gewebegesetzes von 2007 sind alle
Tätigkeiten und Ablaufprozesse der Gewebespende gesetzlich geregelt.
Für alle Gewebezubereitungen gilt das Handelsverbot. Die DGFG
vermittelt ihre Transplantate über eine zentrale Vermittlungsstelle
mit einer bundesweiten Warteliste. Jede medizinische Einrichtung in
Deutschland kann Gewebe von der DGFG beziehen. Gesellschafter sind
das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, das
Universitätsklinikum Leipzig, die Medizinische Hochschule Hannover,
die Universitätsmedizin Rostock sowie das
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg.



Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation - gemeinnützige
Gesellschaft mbH (DGFG)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julia-Maria Blesin & Kristin Becke
Tel. +49 511 563 559 355 /-34
E-Mail: presse@gewebenetzwerk.de

Original-Content von: Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH, übermittelt durch news aktuell


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