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Mieten oder kaufen? 20 Wahrheiten über den deutschen Immobilienmarkt im aktuellen stern

Geschrieben am 26-09-2019

Hamburg (ots) - Es ist für die meisten die teuerste Entscheidung
ihres Lebens: der Erwerb einer eigenen Immobilie. Aber: Lohnt sich
das überhaupt? Oder ist Mieten die bessere Option? Dieser Frage geht
das Hamburger Magazin stern in seiner an diesem Donnerstag
erscheinenden Ausgabe nach.

1. Kaufen lohnt sich nur in bestimmten Regionen

Als Faustregel gilt: Wenn kaufen billiger als mieten ist, dann
kauft man lieber. Als Entscheidungsgrundlage setzt man Kaufpreis und
Mietkosten zueinander in Beziehung. Ein Beispiel: Die Wunschwohnung
kostet 300.000 Euro. Die Kaltmiete für ein vergleichbares Objekt
beträgt 1000 Euro im Monat oder 12.000 Euro im Jahr. Dann ist das
Kaufpreis-Miete-Verhältnis 25. Werte von 20 bis 24 gelten als
günstig. Nach einer Analyse der Stiftung Warentest sind so gesehen
etwa Aachen, Dortmund, Jena, Kassel, Lübeck, Mainz, Pinneberg,
Schwerin oder Wolfsburg attraktiv. Richtig teuer ist es dagegen in
Berlin, Essen, Hamburg, München, Regensburg oder Stuttgart. "Mehr als
30 Jahresmieten sollten Sie auch in den gefragten Städten nicht
akzeptieren", raten "Finanztest"-Experten. Wer in den Metropolen
bleiben muss oder will, sollte sich in weniger beliebten Stadtteilen
umgucken. Vor allem in Berlin, Leipzig und Hamburg sind die
Unterschiede von Viertel zu Viertel gewaltig.

2. 100-Prozent-Finanzierungen sind riskant

Eine Immobilie vollständig auf Pump kaufen? Lange Zeit gab es das
in Deutschland überhaupt nicht, und es ist immer noch die Ausnahme.
Doch viele Banken haben in ihrer Not, das Geld irgendwo arbeiten zu
lassen, ihre Vergabepolitik gelockert. Heute gibt es Finanzierungen
über 100 Prozent des Kaufpreises oder sogar 110 Prozent - also
inklusive Nebenkosten für Makler, Notar und Grunderwerbssteuer. Doch
solche Kredite erhalten nur Kunden mit sehr hohen und sicheren
Einkommen. Ein Zinsaufschlag wird trotzdem fällig. Und die Risiken
sind groß: Wenn sich nach dem Ende der Bindungszeit die Zinsen
erhöhen, kann die Rate sprunghaft steigen. Bei Arbeitslosigkeit,
Scheidung oder anderen Schicksalsschlägen ist der Weg zur
Zwangsversteigerung nicht allzu weit.

3. Die Gefahr einer Immobilienblase wächst

Jedes Kind hat es schon ausprobiert: Wie weit kann man einen
Luftballon aufblasen, bis er platzt? So richtig weiß man es erst,
wenn es passiert. Dann ist der Schreck trotz aller vorausgegangenen
Warnungen groß. So ähnlich ist es auch mit Immobilienblasen. Die
Werte für Grundstücke, Häuser und Wohnungen steigen erst immer weiter
- und irgendwann kommt der rasante Wertverfall. Im schlimmsten Fall
führt das zu einer Kettenreaktion: Schuldner können ihre
Hypothekenkredite nicht mehr zurückzahlen, Immobilien müssen
zwangsversteigert werden, die Preise sinken weiter, Banken geraten in
Schwierigkeiten, und schließlich stürzt die ganze Wirtschaft in die
Krise. Nach zehn Jahren Immobilienboom wächst diese Gefahr in
Deutschland. Die Bundesbank etwa warnt vor "Preisübertreibungen" in
den Großstädten - um 15 bis 30 Prozent.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.



Pressekontakt:
Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,
Telefon: 040 - 3703 2468, E-Mail: gruengreiff.sabine@guj.de

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell


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