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Greenpeace-Aktivistinnen protestieren gegen klimaschädliche SUVs am Autoterminal in Bremerhaven Greenpeace-Recherche: Rasante Zunahme an SUVs gefährdet Klimaziele im Verkehr

Geschrieben am 07-09-2019

Bremerhaven (ots) - Gegen klimaschädliche SUVs protestieren
Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace heute in Bremerhaven an
einem Transportschiff, das mehrere 100 weitere BMW-Sportgeländewagen
nach Deutschland liefert. An der Schiffswand haben die 35
Umweltschützenden ein Banner mit dem Slogan "Klimakiller an Bord"
angebracht. Auch auf der Laderampe protestieren sie mit
"Klimakiller"-Handbannern vor den auszuladenden Autos. Das Schiff
liegt unmittelbar neben einem zweiten, dass mehr als 2000 SUVs von
BMW und Mercedes anliefert. Beide Hersteller lassen die schweren,
PS-starken Autos im Ausland bauen und verschiffen sie von dort nach
Deutschland. Diese Autos sind durch ihr hohes Gewicht und die großen
Motoren deutlich klimaschädlicher als andere Pkw. Das heute von
Greenpeace veröffentlichte Recherchepapier "Ein dickes Problem"
(https://act.gp/2kw6UBt) belegt, wie die rasant wachsende Zahl der
SUVs die Klimakrise befeuert und die Autos auch als Elektro-Modell
Städte belasten. "Die Klimakrise ist unübersehbar. Es ist völlig
unverantwortlich, heute noch SUVs herzustellen und zu fahren", sagt
Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. "Die deutschen
Hersteller müssen weg von übermotorisierten Klimakillern und viel
stärker auf leichte E-Autos und Mobilitätsdienstleistungen setzen."

Die Zahl der SUVs steigt rasant. In diesem Jahr werden in
Deutschland erstmals mehr als eine Million Stadtgeländewagen
zugelassen, schätzt das Duisburger CAR Institut. Damit wäre etwa
jeder dritte Neuwagen ein SUV. Auch auf der kommende Woche öffnenden
Automesse IAA in Frankfurt stellen die Hersteller zahlreiche SUVs
vor. Die 2018 neuzugelassenen SUVs und Geländewagen stoßen
durchschnittlich 14 Gramm oder elf Prozent mehr CO2 pro gefahrenen
Kilometer aus, als der Durchschnitt aller anderen Pkw-Klassen.
Dennoch versuchen BMW, VW und Mercedes ihre Absätze in diesem Segment
deutlich zu steigern und verhindern so sinkende CO2-Emissionen im
Straßenverkehr. "Solange deutsche Autohersteller unverblümt auf
Stadtpanzer setzen, nimmt ihnen niemand ihr angebliches Klimagewissen
ab", so Stephan. "Mit immer mehr SUVs fährt die Autoindustrie die
überfällige Verkehrswende an die Wand.

SUVs gefährden andere Verkehrsteilnehmende im Straßenverkehr

Die wachsende Zahl an SUVs ist auch für Städte ein Problem. Durch
ihre Größe beanspruchen sie weit mehr wertvollen öffentlichen Raum
als andere Verkehrsträger. Auch als Hybrid- oder Elektro-Version
stellen die großen Wagen für andere Verkehrsteilnehmer ein
Sicherheitsrisiko dar. Wer als Autofahrer einen SUV als Unfallgegner
hat, hat ein viermal höheres Risiko zu sterben als bei einem
gewöhnlichen Pkw. Bei Fußgängern steigt das Risiko eines tödlichen
Unfalls aufgrund der höheren Motorhaube um die Hälfte an. Kinder sind
besonders gefährdet. Sie sind aus einem SUV schlechter zu sehen, und
werden bei einer Kollision auf Kopf- und Brusthöhe getroffen.



Pressekontakt:
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Benjamin Stephan
unter Tel. 0151-57208151, oder Pressesprecher, Tel. Gregor Kessler
0151-72702918. Fotos: Eva Petschull, Tel. 0174-1313323.
Videomaterial: Heiko Linnemann, Tel. 0171-8781200.
Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de;
Greenpeace im Netz: www.greenpeace.de,
http://twitter.com/greenpeace_de, www.facebook.com/greenpeace.de.

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell


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