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TÜV Rheinland: Cybersecurity wird zur Chefsache / Experten legen Studie zu Cybersecurity Trends 2019 vor: Datenschutz und Datensicherheit zunehmend Thema für die Geschäftsleitung (FOTO)

Geschrieben am 18-06-2019

Köln (ots) -

Cybersecurity wird in deutschen Unternehmen zunehmend zur
Chefsache. Das ist einer von acht Cybersecurity Trends 2019, die TÜV
Rheinland veröffentlicht hat. Das Problem: "Viele Unternehmen haben
Cybersecurity lange Zeit nicht als Geschäftsrisiko, sondern als
IT-Problem betrachtet. Diese Sichtweise hat der Angriff mit der
Schadsoftware NotPetya im Jahr 2017 verändert", erklärt Wolfgang
Kiener, weltweit als führender Experte verantwortlich für das Thema
Threat Management bei TÜV Rheinland. Medienberichten zufolge kostete
die Cyberattacke allein die Konzerne Maersk, FedEx und Reckitt
Benckiser mehrere hundert Millionen Euro. "Seit 2017 und dem
Auftreten der Schadsoftware NotPetya ist das Problembewusstsein für
IT-Risiken in Geschäftsführungen erheblich gestiegen. Das war auch
dringend erforderlich", beobachtet Kiener. Die Folge: langfristige
Veränderungen beim Management von Cybersecurity-Risiken in
Organisationen und bei der Frage danach, wer für dieses Problem
zuständig ist.

Cybersecurity: Unternehmenskultur für mehr Sicherheit

Der Faktor Cybersecurity übt selbst auf etablierte Unternehmen
immer mehr Druck aus. Ob und wie stark das Thema Cybersecurity in die
Beschlussfassung einer Geschäftsleitung integriert ist, ist ein
Indikator für den Reifegrad eines Unternehmens hinsichtlich dem
Umgang mit Cyberrisiken. "Wer diesem Geschäftsrisiko auf Ebene der
Geschäftsleitung begegnet, minimiert finanzielle Risiken und mögliche
Imageschäden. Das sind wichtige Voraussetzungen, um sicher und
nachhaltig zu wachsen", sagt Wolfgang Kiener. Längst geht es dabei
nicht mehr nur um mögliche technische Lösungen: "Unternehmen schützen
sich mit einer gelebten Cybersecurity-Kultur nicht nur effizienter,
sondern handeln auch schneller und innovativer."

Schulung von Mitarbeitern entscheidend

Vielen Unternehmen fällt es noch schwer, die Rentabilität von
Investitionen in Cybersecurity zu erkennen. Um dem entgegenzuwirken,
muss Cybersecurity aus Sicht der Fachleute von TÜV Rheinland als
Investition auch in die Qualifikation von Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern verstanden werden. Hier gibt es noch Nachholbedarf: Eine
repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Civey im
Auftrag von TÜV Rheinland von März 2019 zeigt, dass 41 Prozent der
Befragten in ihrem Unternehmen noch nie eine Schulung zum Thema
Datenschutz oder Datensicherheit bekommen haben. Umgekehrt geben
knapp 42 Prozent der Befragten an, dass es in ihrem Unternehmen
bereits Pflicht ist, eine Schulung zum Thema Datenschutz oder
Datensicherheit zu absolvieren. Betrachtet man nur die IT-Fachkräfte
unter den Befragten, so geben 60 Prozent an, dass für sie eine solche
Schulung verpflichtend ist. Auffällig: Dennoch hat ein Viertel der
IT-Fachkräfte noch nie an einer entsprechenden Schulung teilgenommen.

"Alle Beschäftigen ohne Ausnahme einbeziehen"

In der Regel ist in Unternehmen mit einer etablierten
Cybersecurity, neben einem Datenschutzbeauftragten, ein Chief
Information Security Officer (CISO) unverzichtbar. Der CISO bietet
Fachwissen und kann Strukturen in Unternehmen anpassen. "Unsere
Cybersecurity Trends 2019 und die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass
die Verantwortlichen für Datensicherheit und Datenschutz umfassende
Strukturen in Unternehmen aufbauen müssen. Das Ziel: Alle
Beschäftigten werden Teil des Sicherheitskonzepts - und zwar
idealerweise ohne jede Ausnahme unabhängig von der Position und
Beschäftigungsart", folgert Wolfgang Kiener. Umfassende, regelmäßige
und verpflichtende Schulungen gehören dazu. Darüber hinaus müsse eine
umfassende Cybersecurity-Strategie formuliert werden. Auf deren
Grundlage können Geschäftsleitungen erkennen, wie viel sie in
Cybersecurity investieren müssen, damit ihr Unternehmen
Cybersecurity-Risiken minimieren und nachhaltig wachsen kann.

Zum sechsten Mal veröffentlicht

TÜV Rheinland hat die Prognosen seiner weltweit führenden
Cybersecurity-Experten 2019 zum sechsten Mal veröffentlicht. Neben
der veränderten Wahrnehmung der Cybersecurity-Risiken geht es in den
Cybersecurity Trends darum, wie stark die Cyberkriminalität
Technologien wie Operational Technology (OT) in der Industrie sowie
das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) beeinflusst und
warum der Fachkräftemangel zu einem immer größeren Problem werden
könnte.

Ausführliche Informationen und Einschätzungen zu den aktuellen
Herausforderungen in der Expertenstudie "Cybersecurity Trends 2019"
unter http://www.tuv.com/cybersecurity-trends-2019 bei TÜV Rheinland.



Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:
Norman Hübner, Presse, Tel.: +49 2 21/8 06-3060
Die aktuellen Presseinformationen sowie themenbezogene Fotos und
Videos erhalten Sie auch per E-Mail über presse@de.tuv.com sowie im
Internet: www.tuv.com/presse und www.twitter.com/tuvcom_presse

Original-Content von: TÜV Rheinland AG, übermittelt durch news aktuell


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