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Repräsentative Umfrage zum Weltspieltag am 28. Mai 2019: Langeweile tut Kindern gut, Medien stehen Spielen im Weg

Geschrieben am 27-05-2019

Berlin (ots) - Rund drei Viertel (78 Prozent) der Eltern in
Deutschland sind der Meinung, dass es gut für die Entwicklung von
Kindern ist, wenn sie auch mal nichts zu tun haben oder sich sogar
manchmal langweilen. Allerdings halten gleichzeitig 71 Prozent die
Erledigung von Hausaufgaben und 35 Prozent familiäre und häusliche
Verpflichtungen für wichtiger als die freie und spontane
Freizeitgestaltung der Kinder. Immerhin 37 Prozent der Eltern meinen,
dass die starke Nutzung des Internets und sozialer Medien nur wenig
Zeit für andere Freizeitbeschäftigungen lässt.

Drei Viertel (75 Prozent) der Eltern haben alles in allem den
Eindruck, dass ihr Kind neben der Schule und anderen organisierten
Tätigkeiten wie Sportvereinen oder Musikunterricht genug Zeit hat, um
frei und spontan seinen eigenen Interessen und Hobbies nachzugehen.
Etwa ein Viertel (24 Prozent) sind jedoch der Auffassung, dass dies
in einer durchschnittlichen Woche während der Schulzeit nicht der
Fall sei, insbesondere bei älteren Schulkindern.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage
des Politik- und Sozialforschungsinstituts Forsa unter Eltern mit
Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren im Auftrag des Deutschen
Kinderhilfswerkes anlässlich des Weltspieltages am 28. Mai. Der
Weltspieltag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Zeit zu(m)
Spielen!".

"Leider stellen wir immer wieder fest, dass die positive Haltung
der Eltern gegenüber einer selbstbestimmten und zweckfreien
Freizeitgestaltung nicht im Einklang mit dem durchorganisierten
Alltag vieler Kinder steht. Zwischen Schule, zweckbestimmten
Tätigkeiten in Vereinen und Kursangeboten sowie Medienangeboten mit
vordefinierten Inhalten bleibt oft zu wenig Zeit für soziales
Miteinander, freies Spiel und Naturerfahrung. Dabei ist das für ein
gutes Aufwachsen von Kindern entscheidend: Kinder müssen lernen sich
selbst zu organisieren, soziale Regeln auszuhandeln und mit
Risikoerfahrungen in der Natur und in der Stadt umzugehen. Daran
wachsen sie genauso wie in pädagogischen Einrichtungen oder
Medienwelten. Sie brauchen beides", betont Holger Hofmann,
Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Weitere Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Weltspieltag
2019 im Einzelnen:

Mütter meinen etwas häufiger als Väter (84 zu 72 Prozent), dass es
gut für die Entwicklung von Kindern ist, wenn sie auch mal nichts zu
tun haben, während Väter etwas häufiger als Mütter (40 zu 30 Prozent)
der Ansicht sind, dass familiäre und häusliche Verpflichtungen
wichtiger sind als die freie und spontane Freizeitgestaltung der
Kinder.

Eltern von älteren Kindern (14 bis 17 Jahre) meinen häufiger als
Eltern von jüngeren Kindern (6 bis 10 Jahre), dass die starke Nutzung
von Internet und sozialen Medien nur wenig Zeit für andere
Freizeitbeschäftigungen lässt (52 zu 21 Prozent), dass die zeitliche
Beanspruchung ihres Kindes durch die Schule zu hoch ist (34 zu 23
Prozent) und dass ihr Kind einen hohen Anspruch an seine schulischen
Leistungen hat (37 zu 21 Prozent), so dass für die freie und spontane
Freizeitgestaltung nur wenig Zeit bleibt.

Dass es gut für die Entwicklung von Kindern ist, wenn sie auch mal
nichts zu tun haben oder sich sogar manchmal langweilen, meinen
Anhängerinnen und Anhänger der Linkspartei (96 Prozent), der Grünen
(90 Prozent) und der FDP (89 Prozent) häufiger als die der übrigen
Parteien, insbesondere der AfD (61 Prozent). Die Anhängerinnen und
Anhänger der AfD sind zudem häufiger der Meinung als die der übrigen
Parteien, insbesondere der Grünen, dass familiäre und häusliche
Verpflichtungen wichtiger als freie und spontane Freizeitgestaltung
der Kinder sind (45 zu 28 Prozent). Das gilt auch bei der Frage, ob
die Erledigung von Hausaufgaben wichtiger ist (81 zu 59 Prozent).

Für die repräsentative Umfrage zum Weltspieltag 2019 wurden vom
Politik- und Sozialforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Deutschen
Kinderhilfswerkes deutschlandweit 1.003 Eltern von 6- bis 17-jährigen
Kindern befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen bei
+/- drei Prozentpunkten.



Pressekontakt:
Weitere Informationen und Rückfragen:
Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-308693-93
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de

Original-Content von: Deutsches Kinderhilfswerk e.V., übermittelt durch news aktuell


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