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Sparda-Bank Münster ebnet den Weg für die Fusion mit der Sparda-Bank West / Gemeinsam genossenschaftlich erfolgreich (FOTO)

Geschrieben am 13-06-2018

Münster (ots) -

Der angestrebte Zusammenschluss der Sparda-Bank Münster und der
Sparda-Bank West hat eine wichtige Hürde genommen. Die ordentliche
Vertreterversammlung der Sparda-Bank Münster in der Weser-Ems-Halle
in Oldenburg hat dem Vorhaben heute mit einer Mehrheit von 97,1
Prozent der abgegebenen Stimmen zugestimmt. Anwesend waren 140
Mitgliedervertreter der Genossenschaftsbank.

Silke Schneider-Wild, Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank
Münster, spricht von einer historischen Entscheidung: "Banken
brauchen künftig eine gewisse strategische Größe, um im Wettbewerb zu
bestehen. Zentrale Themen in unserer Branche wie die anhaltende
Niedrigzinsphase, die staatlichen regulatorischen Vorgaben und die
fortschreitende Digitalisierung stellen vor allem kleine bis mittlere
Banken vor große Herausforderungen."

"Effizienter und profitabler"

Silke Schneider-Wild verweist auf die konkreten Vorteile einer
Fusion der Sparda-Bank Münster mit der Sparda-Bank West:
"Perspektivisch werden wir über eine stabilere Ertrags- und
Kapitalbasis verfügen, Doppelinvestitionen vermeiden und Prozesse
effizienter und profitabler abbilden können." Auf diese Weise werde
die Bank ihren Mitgliedern und Kunden nicht nur mehr Sicherheit,
sondern auch langfristig exzellente Finanzdienstleistungen zu
nachhaltig fairen Konditionen anbieten können.

Versicherungsvergleich im Deliktfall beschlossen

Die Vertreterversammlung stimmte mit einer deutlichen Mehrheit von
128 Stimmen dafür, das vorliegende Vergleichsangebot der Versicherer
zur Schadenregulierung im Deliktfall des ehemaligen
Vorstandsvorsitzenden anzunehmen. Mit dieser Zustimmung der gewählten
Vertreterinnen und Vertreter wird das Vergleichspaket wirksam, das
Zahlungen der Versicherer an die Genossenschaft in Höhe von 1,86 Mio.
Euro vorsieht. Über dieses "Einigungspaket" hinaus kann die Bank bei
Bedarf weitere Ansprüche gegenüber dem ehemaligen
Vorstandsvorsitzenden geltend machen, aus der ihr möglicherweise
weitere Erlöse zufließen könnten.

Schwierige Ertragslage

Die Vertreterversammlung verabschiedete mit großer Mehrheit auch
den Jahresabschluss der Sparda-Bank Münster für das Geschäftsjahr
2017 und beschloss eine Dividendenzahlung - wie im Vorjahr - von zwei
Prozent. Das zurückliegende Geschäftsjahr sei für die Sparda-Bank
Münster sehr herausfordernd gewesen, führte die Vorstandsvorsitzende
Silke Schneider-Wild aus. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingung
wie Niedrigzins, Digitalisierung, hohen regulatorischen Anforderungen
und wachsendem Wettbewerbsdruck sei die Ertragssituation angespannt
und bestenfalls als noch zufriedenstellend zu bezeichnen. Vor allem
aufgrund der Niedrigzinsen ging das Zinsergebnis für das
Geschäftsjahr 2017 um 4,4 Prozent auf 26,9 Mio. Euro zurück. Mit
einem Überschuss von 12,3 Mio. Euro konnte das Provisionsergebnis
deutlich verbessert werden. Das lag zum einen an der Einführung von
Konto-führungsgebühren zum Jahresbeginn 2017, zum anderen an einem
weiter wachsenden Vermittlungsgeschäft. Der Jahresüberschuss für 2017
fiel mit 1,6 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr.

Im Geschäft mit ihren privaten Bankkunden ist die Sparda-Bank
Münster durchaus ganz zufrieden. Aufgrund weiter gestiegener
Sichteinlagen ihrer Kunden verzeichnete die Sparda-Bank Münster bei
den Kundeneinlagen im vergangenen Geschäftsjahr ein Plus von 4,0
Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das Kreditgeschäft der Bank blieb mit 1,74
Mrd. Euro nahezu gleich.

Im vergangenen Jahr konnten 1.567 Baufinanzierungen mit einem
Volumen von 192,1 Mio. Euro zugesagt werden. Bei den
Konsumentenkrediten war die Entwicklung leicht rückläufig (-0,6
Prozent). Mit dem neuen Angebot der Marke easycredit hat die
Sparda-Bank Münster in diesem Geschäftsfeld einen
erfolg-versprechenden Strategiewechsel vorgenommen.

Die geplante Fusion mit der Schwesterbank zur neuen Sparda-Bank
West sei mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit das entscheidende
Projekt, auf das man sich fokussiert habe. Das neue Institut wäre mit
rund 630.000 Mitgliedern die mitgliederstärkste Kreditgenossenschaft
in Deutschland. Mit einer Bilanzsumme von mehr als 11 Milliarden Euro
stiege sie auf zur Nr. 2 unter den Sparda-Banken und zur Nr. 4 unter
den derzeit noch rund 970 Genossenschaftsbanken insgesamt
hierzulande. Das Geschäftsgebiet würde fast ganz Nordrhein-Westfalen
umfassen und bis Emden und Wilhelmshaven im nördlichen Niedersachsen
reichen. 82 Filialen an 58 Standorten würden mehr als 726.000 Kunden
betreuen. Filialschließungen sind im Rahmen der Fusion nicht geplant.

Neue Arbeitsplätze schaffen

Als Unternehmenssitz der neuen Sparda-Bank West - unter diesem
Namen soll das neue Institut firmieren - ist Düsseldorf vorgesehen,
Münster soll als Zweigniederlassung ein weiterer Hauptstandort sein.
Auch das geplante Vorstandsteam steht bereits. Die neue Bank wird
rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Der
Zusammenschluss soll insbesondere auch Synergien in der
Personalentwicklung möglich machen. Silke Schneider-Wild erläutert:
"In den nächsten fünf Jahren gehen gut 100 Kolleginnen und Kollegen
altersbedingt in den Ruhestand. Neben der Nachbesetzung von Stellen
wollen wir zudem neue Arbeitsplätze schaffen, zum Beispiel im Bereich
Digitalisierung." Und sie betont: "Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beider Banken begrüßen das Fusionsvorhaben und haben die
Vorbereitungen des Zusammenschlusses tatkräftig unterstützt." Im
Rahmen der Fusion hat die Belegschaft eine Standort- und
Beschäftigungszusage erhalten.

Die jeweiligen Aufsichtsräte hatten bereits im November 2017
grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben. Am 27. Juni tagt in
Düsseldorf die ordentliche Vertreterversammlung der Sparda-Bank West.
Wenn auch dort mindestens drei Viertel der abgegebenen Stimmen die
Fusion befürworten, ist der Weg endgültig frei für die neue größere
Bank. Rechtswirksam wird sie dann mit öffentlicher Bekanntmachung der
Eintragung im Genossenschaftsregister voraussichtlich Anfang August.

Über die Sparda-Bank Münster

Die Sparda-Bank Münster ist ein genossenschaftliches
Kreditinstitut für Privatkunden. Die Bank betreibt in einem
Geschäftsgebiet vom Ruhrgebiet bis zur Nordsee 15 Filialen und
betreut mit rund 235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als
142.000 Mitglieder und Kunden. Hauptstandorte sind neben Münster als
Firmensitz Osnabrück und Oldenburg. Ende 2017 weist die Bank eine
Bilanzsumme von knapp 2,5 Milliarden Euro auf.



Für weitere Informationen:
Ute Cewe
Sparda-Bank Münster eG, Unternehmenskommunikation
Joseph-König-Straße 3, 48147 Münster
Telefon: 0251 504-4600, mobil: 0171 7674659
E-Mail: ute.cewe@sparda-ms.de
Internet: www.sparda-muenster.de

Original-Content von: Sparda-Bank West eG, übermittelt durch news aktuell


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