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NOZ: Handelsverbands-Chef: "Handel bei Digitalisierung bestenfalls beim Frühstücksei"

Geschrieben am 05-03-2018

Osnabrück (ots) - Handelsverbands-Chef: "Handel bei
Digitalisierung bestenfalls beim Frühstücksei"

Künstliche Intelligenz laut HDE-Präsident Sanktjohanser nicht ohne
Gefahren - "Sprachassistenten dürfen nicht entscheiden, welcher
Händler zum Zuge kommt"

Osnabrück. Für Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands
Deutschland (HDE), steht der Handel beim Thema Digitalisierung noch
ganz am Anfang. "Wenn man die Digitalisierung auf einen Tagesablauf
überträgt, sind wir bestenfalls beim Frühstücksei. Was da noch kommt,
kann man nur erahnen", sagte Sanktjohanser im Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). Jedoch würde sich der Handel
immer mehr in Richtung Technologiebranche entwickeln. Auch in der
Blockchain-Technologie sieht der HDE-Chef Potenzial: "Die dezentrale
Organisation von Informationsströmen und Zertifikaten wie zum
Beispiel Besitz- und Herkunftsnachweisen könnte im Handel vielfältig
genutzt werden. Im Payment selbst wäre aber auch die Diskussion über
digitales staatliches Geld spannend."

Ein großes Thema ist für Sanktjohanser der Bereich künstliche
Intelligenz, zum Beispiel Sprachassistenten. Allerdings sieht er bei
der sich dynamisch entwickelnden Zahl in deutschen Haushalten die
Gefahr, dass sie eine Gatekeeper-Funktionen entwickeln: "Es darf
nicht passieren, dass Sprachassistenten entscheiden, welcher
Hersteller oder Händler bevorzugt zum Zuge kommt."

Mit Blick auf den Onlinehandel, dessen Umsatz jährlich um rund
vier Milliarden Euro wächst, kritisierte Sanktjohanser ein
Ungleichgewicht der rechtlichen Rahmenbedingungen. "Der kleine
Onlinehändler muss die gleichen Chancen haben wie die Tech-Riesen.
Die in Brüssel geplante E-Privacy-Verordnung beispielsweise bewirkt
genau das Gegenteil", so der HDE-Chef zum Thema Datenschutz. "Wir
wollen kein Anti-Amazon-Gesetz. Aber wir brauchen Chancengleichheit
und fairen Wettbewerb zwischen allen Akteuren auf dem Markt." Gerade
für kleine Einzelhändler könne die Verordnung existenzgefährdend
sein.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell


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