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An der Versorgungspraxis orientierte neue Befunde zeigen, dass Antipsychotika mit Langzeitwirkung das Sterblichkeitsrisiko für Schizophrenie-Patienten im Vergleich zu oral verabreichten Antipsychotika

Geschrieben am 18-01-2018

Beerse, Belgien (ots/PRNewswire) -

Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson gibt die
Ergebnisse einer aktuellen, an der Versorgungspraxis orientierten
Studie mit nahezu 30.000 Personen bekannt, die den Nutzen von
Depot-Antipsychotika (LATs, long-acting antipsychotics) für eine
Verringerung des Mortalitätsrisikos bei Schizophrenie-Patienten
belegen. LATs sind mit einem um 33% geringeren Sterberisiko als
entsprechende oral verabreichte Antipsychotika assoziiert (HR 0,67;
95% CI 0,56-0,80).[1]

Diese neuen Erkenntnisse
(http://www.schres-journal.com/article/S0920-9964(17)30762-4/pdf),
die im Schizophrenia Research veröffentlicht wurden, zeigen
ebenfalls, dass einmal pro Monat verabreichtes Paliperidon LAT (HR
0,11; 95% CI 0,03-0,43), Aripiprazol oral (HR 0,22; CI 95%
0,15-0,34), und Risperidon LAT (HR 0,31; CI 95% 0,23-0,43) die
niedrigste Sterblichkeitsrate aufweisen.[i] Darüber hinaus ist das
Mortalitätsrisiko bei mit Antipsychotika behandelten
Schizophrenie-Patienten um 56% geringer als bei Patienten, die nicht
mit antipsychotischen Medikamenten behandelt wurden (bereinigter HR
0,44; 95% CI 0,39-0,49).[1]

"Diese Studie hat wichtige Implikationen, da wir jetzt
verstehen, welche Rolle langfristig wirkende und oral verabreichte
Antipsychotika bei der Verringerung des Sterberisikos von
Schizophrenie-Patienten in der Praxis spielen", sagt Hauptautor
Professor Jari Tiihonen vom Karolinska Institut in Schweden.
"Menschen, die an Schizophrenie leiden, können Jahrzehnte ihres
Lebens verlieren, und diese an der Versorgungspraxis orientierten
Befunde zeigen, dass ein breiterer Einsatz von Antipsychotika, und
hier insbesondere LATs der zweiten Generation, dazu beitragen kann,
das Leben der Patienten zu schützen".

Die groß angelegte Studie unter realen Bedingungen hat die
Effektivität von antipsychotischen Therapien in Hinblick auf
Mortalität, Wiedereinweisung in psychiatrische Krankenhäuser und
Therapieversagen unter Einsatz modernster Methodik bei
Schizophrenie-Patienten aus einer landesweiten Kohorte in Schweden
verglichen.

Daten aus der in JAMA Psychiatry im Juni 2017 veröffentlichten
Analyse zur Re-Hospitalisierung zeigen im Vergleich mit und ohne
Antipsychotika-Einsatz, dass LATs und Clozapin oral wesentlich
wirksamer als andere Antipsychotika das Risiko einer erneuten
Krankenhauseinweisung verringern. Die Studie zeigte auch, dass LATs
in einer 22%igen Risikoreduzierung für Re-Hospitalisierungen im
Vergleich zu entsprechenden oralen Antipsychotika resultieren (HR
0,78; 95% CI 0,72-0,84).[2] Bei neu diagnostizierten Patienten führt
der Einsatz von LATs zu einer 32%igen Verringerung von erneuten
Krankenhausaufenthalten im Vergleich zu entsprechenden oralen
Medikamenten (HR 0,68; 95% CI 0,53-0,86), was für eine frühe
Anwendung von LATs bei der Behandlung von Schizophrenie spricht.[2]

"Die Reduzierung von Rückfallrisiko und erneuter Hospitalisierung
von Schizophrenie-Patienten ist ein zentrales Behandlungsziel",
erklärt Mikael Själin, Therapeutic Area Head CNS bei Janssen-Cilag
AB. "Diese Befunde belegen, dass Antipsychotika und hier vor allem
LATs dazu beitragen können, Krankenhausaufenthalten vorzubeugen und
den Menschen, die mit Schizophrenie leben, mehr Unabhängigkeit und
die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Zukunft zu konzentrieren".

Janssen hat eine lange Tradition in den Neurowissenschaften und
engagiert sich dafür, Menschen mit psychischen Erkrankungen das Leben
zu erleichtern. Vor mehr als 60 entdeckte Janssen eine der ersten
Behandlungsmethoden für Schizophrenie. Das Unternehmen ist auch
weiterhin bemüht, Behandlungsoptionen zu erweitern und den
Bedürfnissen von Menschen mit schweren psychischen Störungen
entgegenzukommen.

Informationen zur Studie

Die große, landesweit angelegte Studie verwendet modernste
Methodik und ist nach Kenntnisstand von Janssen eine der ersten, die
zur Untersuchung der vergleichenden Wirksamkeit von antipsychotischen
Behandlungen intraindividuelle Analysen einsetzt, um die
Schwierigkeit von Selektionsverzerrungen bei Angaben zum erneuten
Krankenhausaufenthalt auszuräumen. Diese Methode ermöglicht die
Korrektur von Selektionsverzerrungen, da jeder Einzelne als
Selbstkontrolle fungiert.

Einbezogen wurden alle Personen im Alter von 16-64 Jahren in
Schweden, die zwischen dem 1. Juli 2006 und 31. Dezember 2013 mit
Schizophrenie diagnostiziert waren (prävalente Kohorte, N=29.823).
Der primäre Fokus dieser Studie liegt auf Patienten mit
Schizophrenie-Diagnose. Die Diagnosestellungen "Schizophrenie" und
"schizoaffektiv" werden in Schweden in der klinischen Praxis häufig
austauschbar verwendet und haben im Allgemeinen keinen Einfluss auf
Behandlungsentscheidungen. Aufgrund der klinischen Realität wurden
beide Diagnosen in die Einschlusskriterien aufgenommen.

Die Studie wurde von Janssen finanziert und gefördert. Das
Studienteam bestand aus Mitgliedern des Karolinska-Instituts und
Mitarbeitern von Janssen. Die statistische Analyse wurde von einer
unabhängigen Drittpartei erstellt, nämlich EPID Research, eine
wissenschaftliche Forschungseinrichtung aus Finnland, die sich auf an
der Versorgungspraxis orientierte Evidenz (Real World Evidence)
fokussiert.

Informationen zur Schizophrenie

Die Schizophrenie ist eine komplexe und chronische
Stoffwechselstörung des Gehirns, die mit schwerwiegenden und
einschränkenden Symptomen einhergehen kann, die sich auf alle Aspekte
des täglichen Lebens auswirken. Die Erkrankung betrifft Menschen aus
allen Ländern, sozioökonomischen Schichten und Kulturkreisen. Die
Prävalenz ist weltweit ähnlich - nahezu einer von 100 Menschen wird
vor dem Alter von 60 Jahren an Schizophrenie erkranken. Männer sind
geringfügig stärker als Frauen gefährdet.[3],[4]

Es gibt keine alleinige Ursache für Schizophrenie. Man geht davon
aus, dass eine Kombination aus verschiedenen Faktoren zur Entwicklung
der Erkrankung beiträgt. Scheinbar sind sowohl genetische als auch
umweltbedingte Faktoren von Bedeutung.[5] Die Schizophrenie kann sich
symptomatisch in Halluzinationen, Wahnvorstellungen, mangelnder
emotionaler Reaktion, sozialem Rückzug/Depression, Apathie und
Antriebslosigkeit oder mangelnder Initiative manifestieren.[3]

Es handelt sich bei der Schizophrenie zwar typischerweise um eine
lebenslange Erkrankung, es gibt jedoch förderliche
Behandlungsansätze. Klinische Leitlinien empfehlen zur optimalen
Therapie eine Kombination aus Antipsychotika, begleitet von
Psychotherapie, Psychoedukation und Anleitung zur Selbsthilfe.[6]
Eine wirksame Behandlung, die eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder
das Studium, eine unabhängige Lebensführung und soziale Bindungen
umfasst, kann den Erkrankten helfen, ein erfüllteres Leben zu führen,
was wiederum zur Genesung beitragen kann.[7]

Informationen zu Janssen Pharmaceutical Companies

Die Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson arbeiten
daran, eine Welt ohne Krankheiten zu schaffen. Es inspiriert uns,
Leben zu verändern, indem wir neue und bessere Wege finden,
Krankheiten zu vermeiden, aufzuhalten, zu behandeln und zu heilen.
Wir bringen die besten Köpfe zusammen und verfolgen die
vielversprechendsten wissenschaftlichen Ansätze. Wir sind Janssen.
Wir arbeiten mit der ganzen Welt zusammen - für die Gesundheit jedes
Einzelnen. Mehr dazu erfahren Sie auf http://www.janssen.com/EMEA.
Folgen Sie uns unter http://www.twitter.com/janssenEMEA.

Janssen-Cilag International NV gehört zu Janssen Pharmaceutical
Companies of Johnson & Johnson.

Verweise

1. Taipale H, Mittendorfer-Rutz E, Alexanderson K et al.
Antipsychotics and mortality in a nationwide cohort of 29,823
patients with schizophrenia. (Antipsychotika und Mortalität bei
einer landesweiten Kohorte von 29.823 Schizophrenie-Patienten.)
Schizophr Res. 20. Dezember 2017; doi:
10.1016/j.schres.2017.12.010. [Epub vor Drucklegung]
2. Tiihonen J, Mittendorfer-Rutz E, Majak M et al. Real-world
effectiveness of antipsychotic treatments in a nationwide cohort
of 29,823 patients. (An der Versorgungspraxis orientierte
Effektivität der Behandlung mit Antipsychotika bei einer
landesweiten Kohorte von 29.823 Patienten.) JAMA Psychiatry
2017;74(7):686-693.
3. American Psychiatric Association (APA). Practice guideline for the
treatment of patients with schizophrenia. (Praxisleitfaden für die
Behandlung von Patienten mit Schizophrenie.) Zweite Ausgabe
2004;42. Verfügbar unter http://psychiatryonline.org/pb/assets/raw
/sitewide/practice_guidelines/guidelines/schizophrenia.pdf
(Letzter Zugriff im Januar 2018).
4. Picchioni M, Murray R. Schizophrenia. BMJ 2007;335:91.
5. Lang U, Puls I, Muller DJ et al. Molecular mechanisms of
schizophrenia. (Molekulare Mechanismen der Schizophrenie.) Cell
Physiol Biochem 2007;20(6):687-702.
6. National Institute for Health and Clinical Excellence: Psychosis
and schizophrenia in adults: prevention and management; National
Clinical Practice Guidelines Number CG178. (Psychose und
Schizophrenie bei Erwachsenen: Prävention und Management;
Nationale Leitlinien für die klinische Praxis Nr. CG178.)
Verfügbar unter https://www.nice.org.uk/guidance/cg178 (Letzter
Zugriff im Januar 2018).
7. Fleischhacker WW, Arango C, Arteel P. et al. Time to commit to
policy change. (Es ist Zeit für einen Richtlinienwechsel.) Sch
Bull 2014;40:165-194.

i. Die Mortalitätsraten der weiteren der Studie erfassten
Präparate entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden Manuskript:
http://www.schres-journal.com/article/S0920-9964(17)30762-4/pdf



Pressekontakt:
+32-473-11-28-10
E-Mail: cmaria@its.jnj.com

Original-Content von: Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson, übermittelt durch news aktuell


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