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ARD radiofeature im Juni: "Fußball ist unser Tod - Über die Verantwortung der FIFA für die WM 2022 in Katar"

Geschrieben am 16-06-2017

Köln (ots) -

Korruptionsvorwürfe, katastrophale Arbeitsbedingungen und Todesfälle
auf Stadionbaustellen sowie nun auch noch ein Wirtschaftsboykott
durch mehrere arabische Staaten wegen Terrorismusvorwürfen. Die schon
seit der Verkündung umstrittene Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft
2022 an Katar ist für die FIFA zum Dauerproblem geworden. Wegen der
Menschenrechtsverletzungen im Ausrichterland haben internationale
Gewerkschaften gegen den Weltfußballverband Klage eingereicht.
Kürzlich nahm auch DFB-Präsident Reinhard Grindel die FIFA und das
Emirat in die Pflicht. Von einem möglichen Boykott wollte er aber
nicht sprechen. Immerhin: Der Weltfußballverband und Katar reagieren
- wenn auch langsam.

Leidtragende sind vor allem ausländische Arbeiter, die in einem
sklavereiähnlichen Ausbeutungssystem gefangen sind. Angeheuert für
WM-Stadion- und Infrastrukturprojekte, leiden die Bauarbeiter unter
illegalen Rekrutierungsgebühren, ausbleibenden Lohnzahlungen,
unhygienischen Unterkünften und fehlenden Beschwerdemöglichkeiten.
ARD-Autor Tom Mustroph hat sich vor Ort in Katar auf den
WM-Baustellen umgesehen und mit Arbeitern, Verantwortlichen sowie
FIFA-Kritikern gesprochen. Sein neues ARD radiofeature "Fußball ist
unser Tod - Über die Verantwortung der FIFA für die WM 2022 in Katar"
ist ab Mittwoch, 21. Juni 2017, in sieben Wort- und Kulturwellen der
ARD und im Internet unter www.radiofeature.ard.de zu hören.

Nach Jahren der Kritik und umfangreicher Medienberichterstattung
haben die FIFA und der WM-Gastgeber mit einzelnen Änderungen und
Verbesserungen reagiert. Der Weltfußballverband hat einen
Menschenrechtsrat eingerichtet, der neue Vergabekriterien für die WM
2026 erarbeiten soll. Wichtigster Aspekt soll der Schutz der
Menschenrechte in den Bewerberländern sein, sagt Rachel Davis als
Chefin des Menschenrechtsrats. Allerdings: "Es geht nicht darum, die
gesamte Menschenrechts-Performance eines Landes zu beurteilen. Ziel
ist, die Risiken in Verbindung mit der WM zu erkennen, die dann
gemanagt werden müssen."

Die ersten Ergebnisse der Arbeit des Menschenrechtsrats werden sich
im Sommer zeigen, wenn die Bieterdokumente für die WM 2026
vorgestellt werden. Die USA, Mexiko und Kanada sind derzeit die
einzigen Bewerber für die Mammut-Weltmeisterschaft mit 48
Mannschaften.

Die gemeinsame Bewerbung mehrerer Länder zeigt ein weiteres Problem.
Immer weniger demokratische Staaten wollen sich die kostspieligen
Großveranstaltungen wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele
leisten. Staaten wie Katar und Russland füllen diese Lücke. Mit all
den politischen Problemen, die dann folgen. Sportökonom Wolfgang
Maennig prophezeit: "Wenn wir eines Tages zu den gegebenen
Bedingungen, sprich den Kosten, die damit verbunden sind, keine
Bewerber mehr finden, dann ist dies das Ende der Spiele."

Tom Mustroph, geboren 1967, ist in Berlin und Palermo als freier
Autor und freier Dramaturg im Theater, der Kunstszene und dem Sport
tätig. Seit 2004 reist er regelmäßig nach Katar, um über die Themen
Radsport, Sportsicherheit, Arbeitsmigration und Sportgroßevents zu
berichten. Zusammen mit Agnese Franceschini erhielt er kürzlich den
CIVIS-Medienpreis für das WDR-Feature "Bis zum letzten Atemzug" über
die Ultra- und Hooliganszene in Deutschland und Italien.

Journalisten mit Zugang zur WDR-Presselounge können das ARD
radiofeature ab sofort im dortigen Vorführraum hören.

Sendetermine:

SWR 2 Mittwoch, 21. Juni 2017, 22:03 Uhr
Antenne Saar Samstag, 24. Juni 2017, 17:04 Uhr
SR 2 Samstag, 24. Juni 2017, 17:04 Uhr
BR 2 Samstag, 24. Juni 2017, 13:05 Uhr
WDR 5 Sonntag, 25. Juni 2017, 11:05 Uhr
Nordwestradio (RB) Sonntag, 25. Juni 2017, 16:05 Uhr
NDR Info Sonntag, 25. Juni 2017, 11:05 Uhr
hr2-kultur Sonntag, 25. Juni 2017, 18:05 Uhr


Redaktion: Leslie Rosin (WDR)

Eine Produktion des Westdeutschen Rundfunks für das ARD radiofeature
2017

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de




Pressekontakt:
Westdeutscher Rundfunk Köln
Uwe-Jens Lindner
Presse und Information
Telefon: 0221 220 7123
uwe-jens.lindner@wdr.de

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell


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