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Studie: Deutsche Banken beschleunigen MiFID-II-Umsetzung

Geschrieben am 18-12-2015

Frankfurt (ots) - Die Banken in Deutschland starten bei der
Umsetzung der MiFID II-Richtlinie (Markets in Financial Instruments
Directive) durch. 70 Prozent der Institute haben bereits Projekte
begonnen. Zum Vergleich: Im Frühjahr standen zwei von drei Instituten
noch nicht mal in der Startlöchern. Dennoch läuft das Gros der Banken
dem Zeitplan hinterher. Die aktuelle MiFID-II-Readiness liegt bei 28
Prozent. Eigentlich sollten es Stand September 50 Prozent sein. Das
zeigt die dritte Auflage der Bankenstudie "MiFID II Readiness Index"
der Unternehmensberatung PPI AG.

Die EU-Kommission steht aktuell ebenfalls unter Zeitdruck: Die
Behörde überlegt deshalb, den Start der Finanzmarktreform um ein Jahr
auf Januar 2018 zu verschieben. Das würde den Banken bei der
Umsetzung gerade recht kommen. "Eine Verschiebung würde viele Banken
mit Nachholbedarf entlasten. Die Institute erfahren im Frühjahr 2016
verbindlich, worauf sie sich einstellen müssen und müssten diese
Anforderungen dann nicht innerhalb weniger Monate realisieren", sagt
Christian Appel, Experte für Banken-Compliance bei PPI.

Viele Informationen liegen den Banken allerdings schon seit dem
29. Juni 2015 vor und starten deshalb mit der Projektplanung. Die
Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA hatte in ihrem finalen
Bericht über technische Regulierungs- und Durchführungsstandards für
mehr Klarheit gesorgt. Etwa drei Viertel der Banken und Sparkassen
rechnen auf dieser mit Gesamtkosten von nicht mehr als einer halben
Million Euro, um die MiFID-II-Auflagen zu erfüllen. 82 Prozent sehen
zudem erheblichen Handlungsbedarf, ihre IT-Systeme MiFID-II-konform
umzurüsten. Einer der Hauptaufwandstreiber ist die künftige
Einhaltung der neuen Regeln zur Aufzeichnung von Telefongesprächen
oder elektronischen Mitteilungen in Bezug auf Kundenaufträge. "Wie
hoch der Anpassungsbedarf konkret ausfallen wird, wird sich erst
zeigen, wenn MiFID II in nationales Recht umgesetzt worden ist. Es
kann gut sein, dass Institute im Frühjahr ihre Budgetplanungen noch
einmal korrigieren", sagt Christian Appel.

Die größten Erlösausfälle erwarten die Banken durch die
Einschränkung der Zuwendungen. 40 Prozent rechnen mit einem starken
Einbruch in der Anlageberatung durch den Stopp von
Vertriebsprovisionen. Für 20 Prozent reißt das Verbot der Zuwendungen
in der Portfolioverwaltung Löcher in die Erlöskasse. MiFID II bietet
durchaus Spielräume, negative Auswirkungen auf das Geschäftsmodell zu
verringern. Studienleiter Christian Appel empfiehlt, das Regelwerk
auf Handlungsoptionen genau anzuschauen: "Das Zuwendungsverbot
betrifft beispielsweise nur die "unabhängige" Beratung und die
Vermögensverwaltung. Ein Finanzdienstleister ist allerdings nicht
gezwungen, sich als "unabhängig" zu bezeichnen und sich dadurch zum
Angebot einer eigenen breiten Produktpalette und zum Verzicht auf
Provisionen von Produktlieferanten zu verpflichten."

Über die Studie "MiFID II Readiness"

Die Studie "MiFID II-Readiness - Stand der MiFID II-Umstellung in
Banken" der PPI AG beschreibt den Status quo der Umsetzung der
Finanzmarktrichtlinie MiFID II und zeigt strategische
Handlungsoptionen auf. Im September 2014 sowie im Februar und
August/September 2015 wurden MiFID-II-Verantwortliche aus 50
Kreditinstituten befragt. Auf Basis der Angaben zur bisherigen
Laufzeit und zur geplanten Fertigstellung wird der "MiFID
II-Readiness-Index" ermittelt, der den aktuellen Stand der Umsetzung
widerspiegelt. Um ein möglichst umfassendes Bild über den Fortschritt
bei der Einführung von MiFID II in der deutschen Finanzwirtschaft zu
erhalten, wird die Studie in regelmäßigen Abständen bis zum
Inkrafttreten der neuen Richtlinie durchgeführt. Die Studie kann
unter der folgenden Internetadresse angefordert werden:

https://www.ppi.de/mifid2

PPI Aktiengesellschaft

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 30 Jahren erfolgreich für
Banken und Versicherungen tätig. 2014 erwirtschaftete das Unternehmen
mit seinen rund 400 Mitarbeitern rund 52 Millionen Euro Umsatz in den
Geschäftsfeldern Consulting, Software-Entwicklung, Business
Intelligence und Produkte. Im Markt der Banken ist PPI Spezialist für
Zahlungsverkehr, Risikomanagement und Compliance.
Versicherungsunternehmen bietet PPI fachlich wie methodisch
exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der Assekuranz. Die
langjährigen Kunden schätzen an der Vorgehensweise die hohe Qualität
sowie die absolute Termin- und Budgettreue. Die praxiserfahrenen
Mitarbeiter in Deutschland, Frankreich und der Schweiz vermitteln
stets zwischen den Fachbereichen und der IT.



Pressekontakt:

Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Tel: +49 (0)40 253 185-111
Fax: +49 (0)40 253 185-311
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de


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