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Zeitschriftenverlage in Bayern: Erfolgreich auf allen Kanälen

Geschrieben am 25-03-2014

München (ots) - Die Jahrestagung des Verbandes der
Zeitschriftenverlage in Bayern (VZB) zeigte wieder einmal mehr, dass
es den Verlagen gelungen ist, die Relevanz der Printtitel auch in der
digitalen Medienwelt zu etablieren und daraus erfolgreiche
Businessmodelle zu entwickeln.

Die Erste Vorsitzende des VZB, Waltraut von Mengden, gab den
erfolgreichen Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres und steigende
Mitgliederzahlen bekannt.

Das Abendprogramm inspirierte die Mitglieder mit einer hochkarätig
besetzten Podiumsdiskussion. Die Dinner Speech im Lenbachpalais in
München hielt Staatsministerin Christine Haderthauer, MdL.

"Lernen von den Besten" - seit jeher stellt der VZB seine
Jahrestagung unter diese Devise. Rund 130 Verleger, Mitglieder und
geladene Gäste trafen sich dazu am 20. März 2014 im Lenbachpalais in
München. Ein Höhepunkt der Jahrestagung war die hochkarätig besetzte
Podiumsrunde zum Thema "Erfolgreiche Business-Modelle und
zukunftsorientierte Strategien für Verlage". Die Protagonisten: Kai
Diekmann (BILD-Chefredakteur und Gesamtherausgeber der BILD-Gruppe),
Boris Schramm (Managing Director Mediaagentur GroupM), Godo Kraemer
(Director Group Marketing Parfümerie Douglas), Katja Wunderlich
(ARD/BR-Moderatorin) und Stefan Rühling (Vorsitzender der
Geschäftsführung der Vogel Business Media).

Der Weg in eine erfolgreiche Zukunft der Verlage ist für Kai
Diekmann klar gezeichnet und das Zusammenspiel von Print und Internet
eindeutig definiert: "Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu
lassen", so der Bild-Chef. "Die Digitalisierung hat die Grundlagen
komplett verändert, die Verlagsbranche muss ihr komplettes Geschäft
hinterfragen und neu aufstellen. Es gilt, alle Kanäle mit relevanten
Inhalten zu bespielen", bestätigt auch Boris Schramm, Managing
Director der GroupM.

Neue Technologien verändern nicht nur die Mediennutzung, sondern
auch Lebensweisen weiterhin schneller, als wir uns dies vorstellen
könnten. So wenig wie das Flugzeug die Eisenbahn verdrängt hat, so
wenig wird laut Diekmann das Internet klassische Printmedien
verdrängen - sehr wohl aber den Markt massiv verändern. Diekmann ist
überzeugt, dass Print erfolgreich bleibt, "aber nur, wenn wir auch
auf den alten Oberflächen innovativ sind."

Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel
Business Media und stellvertretend für die Fachpresse auf dem Podium,
ist ebenfalls auf allen Kanälen erfolgreich aufgestellt: "Die
zentrale Aufgabe eines Fachverlags ist es, die Leser und Nutzer zu
informieren und ihnen Orientierung zu geben. Die Optionen in der
Verbreitung haben sich verändert und darauf müssen sich die Verlage
einstellen. Dies tun wir über Print, Digital sowie Veranstaltungen
und treiben die crossmediale Vernetzung der Communities voran", so
Rühling. Auch für ihn sind Qualität und Relevanz der Inhalte die
zentralen Erfolgsfaktoren einer modernen Medienmarke. "Die Redakteure
werden dabei selbst zur Marke und bieten dem Leser Orientierung", so
Rühling.

Wie stark und vital Print ist, erläuterte Boris Schramm
eindrucksvoll. In der GroupM, Deutschlands größtem Medianetwork,
entfällt laut dem Mediaexperten ein relevanter Teil des Werbevolumens
nach wie vor auf Print. Weiter räumen Researchergebnisse mit der Mär
der Leserflucht auf: "Die Migration von Print zu Online findet zu
manchen Themen statt, in vielen Titelsegmenten ist sie jedoch
wiederum komplett ausgeblieben", so Schramm. Allerdings: "Print muss
nachweisen, was ein Werbekontakt bewirkt und nicht nur, dass es ihn
gibt", appelliert Schramm auf der VZB-Tagung an die Branche.

"Eine zukunftsweisende Balance zwischen Print und Online zu
finden", ist auch die Devise von Godo Kraemer, Director Group
Marketing bei Douglas, Europas größter Parfümerie. Das Internet hat
auch den Handel mächtig gewandelt. Entsprechend fährt Douglas auch in
der Werbung unterschiedliche Strategien. Je nach Zielgruppe wird
klassisch in Print oder auf den Social Media-Kanälen kommuniziert.
"Man sieht die Dualität und die Ambivalenz. Darauf müssen wir uns
einstellen", bilanziert der Marketing-Profi.

Weiteres Thema des von Peter "Bulo" Böhling und Daniel Häuser,
Herausgeber des Branchenmagazins Clap, moderierten Talks war die
Mediennutzung: "Zeitschriftenlesen ist für mich Entspannung und
Inspiration. Dazu möchte ich haptisch blättern und nicht auf einem
Tablet 'wischen'", bekennt ARD- und BR-Moderatorin Katja Wunderlich.
Dies deckt sich mit den Beobachtungen von Kraemer: "Frauen werden
beim Lesen inspiriert und dann erst käuflich tätig."

Ein weiterer Höhepunkt der Tagung war die Dinner Speech von
Staatsministerin Christine Haderthauer, MdL: "Bayern ist ein
wichtiger Print- und Medienstandort mit einer großen Vielfalt."
Entsprechend sei Medienpolitik zusätzlich zu den
Ressortverantwortlichkeiten im Freistaat immer auch 'Chefsache'. Die
Staatsministerin konstatiert: "Die Medien sind einem starken Wandel
unterworfen und befinden sich durch die demografische Entwicklung,
die Digitalisierung und auch durch die Globalisierung im Umbruch. Vor
allem die Qualität der Medien und der Inhalte wird in diesem starken
Wettbewerb immer wichtiger."

Fazit der Jahrestagung: Die Verlage müssen sich nicht verstecken -
ganz im Gegenteil. "Die Basis des Erfolgs liegt in der Kernkompetenz
der Zeitschriften: In hervorragenden und einzigartigen Inhalten, denn
Inhalte schaffen Haltung und Relevanz - und sorgen für entsprechend
gute Leistungswerte in allen Bereichen", fasst Waltraut von Mengden,
Erste Vorsitzende des VZB, zusammen. Dies sei eine ideale
Ausgangsposition, um die Transformation der Medienbranche als Leader
zu forcieren, aus Zeitschriftentiteln multimediale Brands zu machen,
und die "Magie von Print" nicht nur weiter zu inszenieren, sondern
auch ausstrahlen zu lassen. "Den Verlagen ist es gelungen, die
Relevanz der Printtitel auch in der digitalen Medienwelt zu
etablieren und daraus erfolgreiche Businessmodelle zu entwickeln", so
das Schlusswort von Mengden.

Druckfähiges Bildmaterial der Veranstaltung kann beim VZB
angefordert werden.

(Im Laufe der Woche finden Sie auch Bilder der Veranstaltung auf
unserer Website)

Über den VZB: Der Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern (VZB)
ist eine tragende Säule des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger
(VDZ) in Berlin. Der Verband vertritt die Interessen von rund 80
bayerischen Zeitschriftenverlagen. Seit seiner Gründung 1948 ist es
die Hauptaufgabe des VZB, bayerische Verleger bei grundlegenden
unternehmerischen Herausforderungen zu unterstützen.

Folgen Sie uns auch auf Twitter: https://twitter.com/v_z_b



Pressekontakt:
Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern e.V.
Friedrichstraße 22
80801 München
Telefon: 0 89/28 81 27-0
Telefax: 0 89/28 81 27-27
E-Mail: info@v-z-b.de

www.v-z-b.de


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