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Europa fällt nach Expertenaussagen aufgrund mangelnder Teilnahme an Vorsorgeuntersuchen im Kampf gegen Darmkrebs hinter Amerika zurück

Geschrieben am 13-03-2014

London Und Wien (ots/PRNewswire) -

Die jährlichen Erkrankungen an der in Europa am zweithäufigsten
tödlich verlaufenden Krebserkrankung werden nach Schätzungen des
grössten europäischen Gastroenterologenverbandes United European
Gastroenterology (UEG) bis 2020 um 12 % zunehmen[1]. Darmkrebs wird
schätzungsweise für den Tod von 214.675[2]Erwachsenen in Europa
verantwortlich sein und bis 2020 jährlich etwa 502.000 Europäer
betreffen[1].

Im fortgeschrittenen Stadium verläuft Darmkrebs sehr häufig
tödlich, wird er jedoch früh genug erkannt, kann die Überlebensrate
bei 90-95 % liegen. Im Frühstadium zeigen sich keine Symptome von
Darmkrebs oder sie sind nur sehr schwer erkennbar, sie können jedoch
durch eine einfache Vorsorgeuntersuchung, den Test auf okkultes Blut
im Stuhl (Faecal Occult Blood Test, FOBT), die zu Hause durchgeführt
werden kann, nachgewiesen werden. Der FOBT-Test ist vielen Patienten
in Europa zugänglich und wird in der Regel Männern und Frauen ab 50
Jahren auf Einladung ihres Arztes oder eines nationalen
Vorsorgeprogramms angeboten. Allerdings wird dieses Angebot nur von
wenigen Menschen in Anspruch genommen. Der Anteil der berechtigten
erwachsenen Personen, die tatsächlich untersucht werden, liegt in
vielen Ländern deutlich unter der 65-%-Marke, die von der
Europäischen Kommission als wünschenswert erachtet wird und die in
den USA bereits erreicht wurde[3].

Obwohl die nationalen Vorsorgeprogramme, die in Europa betrieben
werden, dem "opportunistischen" Ansatz, der in Amerika verfolgt wird,
vorzuziehen sind, kann Europa nach Aussagen von UEG-Experten von den
USA lernen, wenn es darum geht, Darmkrebs ins Bewusstsein der
Öffentlichkeit zu rücken. Die jährlich stattfindenden Kampagnen, die
von Meryl Streep und anderen Hollywoodgrössen angeführt werden, die
landesweiten "Dress in Blue Days", an denen blaue Kleidung getragen
wird, um auf Darmkrebs aufmerksam zu machen, und eine von Präsident
Obama Anfang dieses Monats verlesene Erklärung des Weissen Hauses
tragen dazu bei, auf der anderen Seite des Atlantiks ein Bewusstsein
für diese Krankheit und die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen zu
schaffen.

"United European Gastroenterology hat sich dafür eingesetzt, dass
Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen allen Bürgern Europas zugänglich
gemacht werden. Wir möchten die Bevölkerung Europas nun nachdrücklich
dazu auffordern, diese auch wahrzunehmen und sich klar zu machen,
dass ein FOBT-Test das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, um 20-30 %
senken kann. Darmkrebs ist behandelbar, wenn er frühzeitig erkannt
wird, aber dennoch kostet er täglich mehr als 500 Europäer das
Leben", erklärt der britische Gastroenterologe und UEG-Präsident
Professor Michael Farthing.

Der März wurde weltweit zum Darmkrebs-Monat (Colorectal Cancer
Awareness Month) erklärt. Anlässlich dessen beginnt die UEG eine neue
Bewusstseinskampagne unter dem Motto "Screening Saves Lives"
(Vorsorge rettet Leben), bei der alle Männer und Frauen über 50 Jahre
in Europa dazu aufgerufen werden, mit einem Arzt zu sprechen und eine
Darmkrebsvorsorge in Anspruch zu nehmen.

#screeningsaveslives

Hier können Sie eine Karte herunterladen, in der die
Darmkrebsfälle und die entsprechende Sterblichkeit in Europa
dargestellt sind: http://www.ueg.eu/crcmap/. Eine Infografik zur
Darmkrebsvorsorge finden Sie hier: http://www.ueg.eu/crceurope/

Redaktionshinweise

Informationen zu UEG

Der United European Gastroenterology ist eine gemeinnützige
Organisation, in der die führenden europäischen Gesellschaften, die
sich mit Erkrankungen des Verdauungstraktes befassen,
zusammengeschlossen sind. Insgesamt sind 22.000 Spezialisten aus den
Bereichen Medizin, Chirurgie, Pädiatrie, gastrointestinale Onkologie
und Endoskopie in ihren Mitgliedsgesellschaften vertreten.

Weitere Informationen zur Arbeit der UEG finden Sie unter
http://www.ueg.eu

Literaturangaben

[1] Internationale Agentur für Krebsforschung (International
Agency for Research on Cancer, IARC)

[2] Globocan Estimated Cancer Incidence, Mortality and Prevalence
(Globocan-Datenbank über geschätzte Krebserkrankungen, Sterblichkeit
und Verbreitung), 2012

[3] Gesamtvorsorgequote in den USA, US-Gesundheitsbehörde (Centers
For Disease Control and Prevention), 2010


Interviewpartner
Professor Michael Farthing, UEG-Präsident
Professor Jaroslaw Regula, europäischer Darmkrebsspezialist

Kontakt für Presseanfragen
Samantha Forster media@ueg.eu Tel.:+44(0)1444811099 @UEGMedia


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