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EU-Verbraucherschutzkommissar Borg: Schock in der Fleischindustrie zeigt Wirkung

Geschrieben am 27-06-2013

Frankfurt/Main (ots) - EU-Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg
zeigt sich zuversichtlich, dass die Fleischindustrie Lehren aus dem
jüngsten Pferdefleisch-Skandal gezogen hat. "Ich schließe eine zweite
Welle an DNA-Tests keineswegs aus, um zu überprüfen, ob der Schock,
den die Fleischbranche erleben musste, auch heilsam war. Ich glaube
allerdings, dass er Wirkung gezeigt hat", sagt Borg im Interview mit
der Lebensmittel Zeitung (Deutscher Fachverlag). Der Grund dafür
seien die enormen wirtschaftlichen Folgen des Skandals, in dessen
Verlauf nicht deklariertes Pferdefleisch in zahlreichen
Fertigprodukten wie Lasagne entdeckt worden war.

Zusätzliche Sicherheit will der EU-Kommissar durch höhere Strafen
bei Lebensmittel-Betrug und bessere Kontrollen schaffen. Ein
entsprechendes Gesetzespaket, das die Kommission Anfang Mai
beschlossen hat und das nun in den Mitgliedsländern diskutiert wird,
sieht unter anderem vor, Unternehmen an den Kosten für amtliche
Kontrollen zu beteiligen. "Ich weiß, dass das nicht unbedingt eine
populäre Forderung ist. Am Ende dient sie aber der
Lebensmittelsicherheit - und damit auch den Unternehmen", so Borg
gegenüber der Lebensmittel Zeitung.

Zurückhaltend zeigt sich Borg hingegen bei einer
Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Fleischprodukte, wie sie etwa
von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner gefordert wird.
"Ich habe einige Fragen - zum Beispiel, welche Kosten solch eine
Regelung verursacht im Vergleich zum Nutzen für den Verbraucher."
Zudem teilt der EU-Kommissar die Sorge der Hersteller, ihre Waren
könnten im Ausland diskriminiert werden, wenn etwa auf der
Wurstpackung das Herkunftsland ersichtlich sei. "Wie groß ist die
Gefahr, dass den Verbrauchern indirekt signalisiert wird: Kauft
heimisches Fleisch, das ist besser als Ware aus anderen
Mitgliedsländern?", fragt Borg.

Einen neuen Anlauf will der EU-Kommissar hingegen in der Frage der
Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU wagen. Im
EU-Ministerrat habe bei diesem Thema zuletzt Stillstand geherrscht.
"Jetzt wollen wir unseren rund zwei Jahre alten Vorschlag
reaktivieren, der es den Mitgliedsländern erlaubt, den Anbau einer
gentechnisch veränderten Pflanze auf ihrem Territorium einzuschränken
oder zu verbieten, selbst wenn dafür eine Zulassung durch die
EU-Kommission besteht." Er rechne bei dieser Initiative "mit guten
Erfolgsaussichten", so Borg.

Das vollständige Interview erscheint in der Lebensmittel Zeitung
am 28. Juni 2013.

________________________________________

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60326 Frankfurt/Main
Telefon: 069 / 7595 - 2051
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