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Deutscher Dokumentarfilmpreis 2013 für "Sofias letzte Ambulanz"

Geschrieben am 20-06-2013

Baden-Baden (ots) - Auszeichnung für Film von Ilian Metev /
Preisverleihung in Ludwigsburg mit Medienministerin Theresia Bauer
und SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser

Ludwigsburg. Die Preisträger des "Deutschen Dokumentarfilmpreises
2013", den der Südwestrundfunk (SWR), die MFG Filmförderung
Baden-Württemberg (MFG) und das Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms
(HDF) in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben, stehen fest: Der
Hauptpreis und damit das Preisgeld von 20.000 Euro geht an den Autor
und Regisseur Ilian Metev für seinen Dokumentarfilm "Sofias letzte
Ambulanz". Der Film zeigt den Arbeitsalltag eines Arztes, einer
Krankenschwester und eines Ambulanzfahrers im bulgarischen Sofia. Tag
für Tag kämpfen sie in Doppelschichten für das Wohl ihrer Patienten
und gegen das marode Gesundheitssystem und eine Flut von Absurditäten
an - und haben dabei selbst kaum genug Geld zum Leben. Weitere Preise
gingen an "Die große Passion" von Jörg Adolph sowie Alexa Karolinski
für "Oma und Bella".

Bei der Preisverleihung heute (20. Juni 2013) in Ludwigsburg
beglückwünschte Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft,
Forschung und Kunst Baden-Württemberg, die Preisträger und betonte
die lange und gute Tradition des Dokumentarfilms in
Baden-Württemberg: "Eine der ganz großen Stärken unseres
Filmstandorts ist der Dokumentarfilm. Allein in den letzten fünf
Jahren wurden von der MFG Filmförderung 140 Dokumentarfilm-Projekte
unterstützt. Im Bereich der Produktionsförderung wurden im Jahr 2012
sogar für mehr Dokumentar- als Spielfilmprojekte Mittel bewilligt.
Die Pflege dieser Tradition ist und bleibt ein wichtiger Baustein bei
unseren Anstrengungen, den Filmstandort Baden-Württemberg
weiterzuentwickeln".

SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser betonte: "Auch in diesem Jahr
ist es der Jury wieder gelungen, zehn herausragende Filme
auszuwählen. Die Leidenschaft und das Herzblut der Autoren und
Regisseure sind bei jedem Film eindrucksvoll spürbar. Jeder Film ist
ein Unikat, weil er sich durch die ganz persönliche und individuelle
Handschrift seiner Macher auszeichnet. Die Spielarten
dokumentarischen Erzählens haben sich in den letzten Jahren enorm
verändert, sind vielfältiger und bunter geworden. Das Genre des
Dokumentarfilms präsentiert sich heute so lebendig und attraktiv wie
nie."

Irene Klünder, Geschäftsführerin des Hauses des Dokumentarfilms:
"Der Deutsche Dokumentarfilmpreis und DOKVILLE, der vom Haus des
Dokumentarfilms organisierte Branchentreff, zeigen das Beste und
Interessanteste, was es im deutschsprachigen Dokumentarfilm derzeit
zu sehen und zu diskutieren gibt. Beide Veranstaltungen sind
gemeinsam ein ganz besonderer Höhepunkt im Festivalkalender der
Filmbranche."

Der Film "Sofias letzte Ambulanz" wurde von Sutor Kolonko
Filmproduktion, WDR und ARTE produziert. Die Jury hebt besonders die
radikale Form des Films hervor: "Aus spannenden, mitunter
rätselhaften Teilaspekten des Erzählten fügt sich der Alltag dieser
Ambulanzeinsätze zu einem Ganzen, das die Dramatik des Geschehens
nicht voyeuristisch preisgibt und dennoch die Dramen sichtbar macht.
Ein neuer Beweis dafür, dass Kino im Kopf des Betrachters
stattfindet. (...) Die Reduktion der filmischen Mittel und die
dennoch große Nähe zu den Personen machen den Film zu einem
besonderen Ereignis."

Der Preis des HDF in Höhe von 3.000 Euro geht an "Die große
Passion" von Jörg Adolph, produziert von if Productions/BR. Die Jury
begründet ihre Entscheidung: "Ein vielschichtiges lokales
Sittengemälde und großes Welttheater: Frömmigkeit und Geschäftssinn,
Künstlerporträt und Ensemblebeobachtung verschränken sich zu einem
gleichermaßen eigenständigen wie erhellenden und nicht zuletzt höchst
unterhaltenden Film."

Den mit 2.000 Euro dotierten Preis der Stadt Ludwigsburg erhält
Alexa Karolinski für den Dokumentarfilm "Oma und Bella", eine
Koproduktion von Alexa Karolinski mit ARTE und RB. In der
Jurybegründung heißt es: "Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts
entblättert sich aufs Berührendste in einer kleinen Berliner Küche
(...) Wir spüren jüdische Geschichte in Deutschland, deutsche
Geschichte in der Welt."

Die Entscheidungen traf eine unabhängige Jury: Michael Verhoeven
(Filmregisseur), Sung-Hyung Cho (Filmautorin), Gereon Wetzel
(Filmautor), Heike Hupertz (Filmkritikerin), Wieland Speck
(Programmleiter Sektion Panorama/Berlinale), Prof. Heiner Stadler
(Hochschule für Fernsehen und Film, München) sowie Hans-Robert
Eisenhauer (Filmproduzent).

Der "Deutsche Dokumentarfilmpreis" wird alle zwei Jahre im Rahmen
des Branchentreffs "Dokville" verliehen und zeichnet Werke aus, die
sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung des Dokumentarfilms
in Kino und Fernsehen verdient gemacht haben. SWR, MFG Filmförderung
und HDF verstärken damit ihr schon bestehendes Engagement für
anspruchsvolle dokumentarische Fernseh- und Kinoproduktionen. Weitere
Informationen zu Filmen und Preisträgern gibt es unter
www.deutscher-dokumentarfilmpreis.de; Fotos der Preisträger zum
Download unter www.ard-foto.de.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des
"Deutschen Dokumentarfilmpreises": Astrid Kuck, Tel. 07221 929-22919,
E-Mail: dokumentarfilmpreis@swr.de



Pressekontakt:
SWR: Daniela Kress, Telefon 07221 929-23800, E-Mail:
daniela.kress@swr.de
Pressekontakt MFG Filmförderung: Uwe Rosentreter, Telefon 0711
90715-407, E-Mail: rosentreter@mfg.de
Pressekontakt Haus des Dokumentarfilms: Thomas Schneider, Telefon
0711 997808, E-Mail:
th.schneider@swr.de


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