(Registrieren)

"Zypern stimmt gegen den Euro!" - Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V. zur Ablehnung des Rettungsplans der Euro-Gruppe im zypriotischen Parlament

Geschrieben am 20-03-2013

Berlin (ots) - Zypern verteidigt ein gescheitertes Geschäftsmodell
und verlangt, dass andere dafür bezahlen sollen. Wenn Zypern den
vereinbarten Eigenanteil nicht aufbringen will, darf die
EU-Gemeinschaft keine Solidarität in Aussicht stellen. Ein Blick auf
die Zahlen macht deutlich, dass Zypern ohne Unterstützung Insolvenz
anmelden und folglich den Euro verlassen muss. Diese Entscheidung
Zyperns müsste dann respektiert werden. Die Zahlungsunfähigkeit
eines Staates ist leider nichts ungewöhnliches. Immer hat sich bei
der Restrukturierung die jeweilige Bevölkerung beteiligen müssen.

Zypern hat jetzt noch die Chance einen Alternativvorschlag auf den
Tisch zu legen. Die vereinbarten Bedingungen dürfen aber nicht mehr
nachverhandelt werden. Keinesfalls darf die EZB wieder als Feuerwehr
für das Versagen der Politik einspringen.

Es ist nicht vermittelbar, dass in Deutschland jeder Bürger vom
Baby bis zum Greis mit 2300 Euro für den Rettungsschirm ESM haftet.
In Zypern dagegen soll ein eigentlich Betroffener, der bei einer
Bankenpleite noch sehr viel mehr Erspartes verlieren würde, mit
großem Pathos verschont bleiben. Wer den Schlamassel zu verantworten
und in der Vergangenheit von den Fehlentwicklungen profitiert hat,
muss sich natürlich auch an den Sanierungskosten beteiligen.

Die Zahlen sind doch absurd: Einlagen mit bis zu zwei Jahren
Laufzeit sind auf Zypern zuletzt mit 4,5 Prozent verzinst worden, in
Deutschland nur mit 1,5 Prozent. Wer 2008, also im Jahr der
Euro-Einführung Zyperns, 10.000 Euro auf ein Sparkonto in Zypern
anlegte, verdiente bis heute 2.420 Euro. Ein ähnliches Konto in
Deutschland bescherte den Kunden dagegen mit etwa 1.300 Euro nur fast
die Hälfte. Selbst wenn jetzt die Zwangsabgabe von 675 Euro dazukäme,
wäre der Kunde auf Zypern noch im Vorteil. Das höhere Zinsen mit
höheren Risiken verbunden sind, ist weder überraschend noch
ungerecht. Auch bei den privaten Pro-Kopf-Vermögen liegt Zypern in
der Spitzengruppe der Euro-Zone - vor Deutschland, Frankreich und
Italien. Hier geht es also nicht um eine Frage der europäischen
Solidarität!



Pressekontakt:
Dr. Thomas Raabe
Pressesprecher
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Tel. 030/24087-301
Fax. 030/24087-305
E-Mail: pressestelle@wirtschaftsrat.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

453820

weitere Artikel:
  • Valencia College verwendet hochmoderne Simbionix-Simulatoren für Ausbildungsprogramm im Bereich kardiovaskulärer Technologie Cleveland (ots/PRNewswire) - Simbionix bietet sogenannte Cardiovascular Technology (CVT)-Programme (dt. Programme für Herz-Kreislauf-Technologie) mit Ausbildungssimulatoren, die den Studierenden virtuell eine lebensechte Lernerfahrung bieten. Das Valencia College in Orlando, Florida, wendet diese Technologie in seinem CVT-Programm am Allied Health Department an. (Logo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20120502/529202-a ) Die Hochschul-Ausbilder verwenden die Simulatoren von Simbionix, um den Studenten ein lebensecht mehr...

  • Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "europäische Agrarpolitik" Bielefeld (ots) - Die Landwirtschaft ist das historisch gewachsene Herzstück gemeinsamer europäischer Politik. Auf keinem anderen Feld ist der Einfluss der EU größer. Die Bedeutung wird noch durch die Tatsache unterstrichen, dass fast 40 Prozent des gesamten Budgets in den Agrarbereich fließen. Dementsprechend hart wird unter den 27 Mitgliedsstaaten sowie zwischen Parlament und EU-Kommission um die Reform gerungen. Viele deutsche Bauern befürchten, im Verteilungskampf zu den Verlierern zu gehören. In den vergangenen Tagen dürften mehr...

  • WAZ: Die schwerste Entscheidung. Kommentar von Stefan Schulte Essen (ots) - Wenn Sie nicht zufällig bei Opel in Bochum arbeiten, stellen Sie sich das mal kurz vor: Man legt Ihnen heute einen Abstimmungszettel vor. Sie können "Ja" dazu sagen, dass Ihr Arbeitsplatz womöglich schon bald, vielleicht auch später oder im besten Fall gar nicht wegfällt. Oder sie können "Nein" sagen und damit Ihren Protest ausdrücken, verlieren dann aber mit ziemlicher Sicherheit ihren Arbeitsplatz Ende nächsten Jahres. Die meisten würden dies zynisch nennen. Doch es ist die sauberste Lösung. Weder IG Metall noch Betriebsrat mehr...

  • Börsen-Zeitung: Schwere Hypotheken, Kommentar zur Deutschen Bank von Bernd Neubacher Frankfurt (ots) - Die Resonanz am Aktienmarkt als Maßstab genommen, täte die Deutsche Bank gut daran, öfter ihre Ergebnisse nach unten zu korrigieren, so wie gestern geschehen. Um 1,4% zog der Aktienkurs an, nachdem das Institut über neuerliche Rückstellungen von 600 Mill. Euro für Rechtsstreitigkeiten um US-Hypotheken und aufsichtsrechtliche Untersuchungen informiert hatte. Offenbar honorieren die Anleger, dass die Bank ihre Risiken aus Eventualverbindlichkeiten beizeiten in der Kapitalplanung berücksichtigt hat und deshalb das mehr...

  • Stuttgarter Zeitung: EU erhöht im Streit um Kältemittel Druck auf Deutschland Stuttgart (ots) - Die Bundesregierung und der Stuttgarter Autobauer Daimler geraten im Streit um die Verwendung des Kältemittels R1234yf für Autoklimaanlagen immer stärker unter Druck. EU-Industriekommissar Antonio Tajani warnt in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vor einem Schaden für den Binnenmarkt und einer Belastung der Gespräche mit wichtigen Handelspartnern. Dies berichtet die "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstagausgabe). Wenn Automobilhersteller mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht