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TK-Studie zeigt: Gesunde Ernährung nur schwer mit Arbeitswelt vereinbar

Geschrieben am 19-03-2013

Hamburg (ots) - Vielen Berufstätigen in Deutschland fällt es
schwer, sich an ihrem Arbeitsplatz gesund zu ernähren. So sagen jeder
dritte Mann (36 Prozent) und jede vierte Frau (24 Prozent), dass sie
bei der Arbeit schlichtweg nicht dazu kommen, sich vernünftig zu
ernähren. Und nicht einmal jeder zweite Beschäftigte (48 Prozent)
kann in seinen Arbeitspausen tatsächlich in Ruhe essen. Das zeigt die
aktuelle TK-Ernährungsstudie "Iss was, Deutschland?".

So rangiert das Arbeitsumfeld auch weit oben in der Liste der
Gründe, die Berufstätige insgesamt von einer gesunden Ernährung
abhalten - an dritter Stelle hinter Zeitmangel und schwachem
Durchhaltevermögen. Als großes Problem bezeichnen viele dabei auch
die begrenzte Essens-Auswahl im Job (das sagen 39 Prozent von ihnen).
Ihr Ausweg: Vier von zehn befragten Arbeitnehmern geben an, dass sie
tagsüber nicht viel essen, dafür dann aber abends zu Hause reichlich.
Von den Männern sagt dies sogar jeder Zweite.

"Genügend Pausen und geeignete Räume für eine gesunde Ernährung im
Job zu schaffen, zahlt sich für Unternehmen aus", ist Wiebke Arps von
der TK überzeugt. "Sich Tag für Tag am Schreibtisch oder an der
Werkbank einen schnellen Snack reinzuschieben, kann unzufrieden und
auch krank machen", so die Expertin für betriebliches
Gesundheitsmanagement. Denn auch wenn man den Begriff Gesundheit in
den Unternehmensbilanzen heute noch meist vergeblich sucht: Die
Mitarbeitergesundheit ist ein Faktor, der den Unternehmenserfolg
entscheidend beeinflusst - etwa in Form von höherer Motivation und
besseren Arbeitsergebnissen. "Angesichts der demografischen
Entwicklung und fehlender Fachkräfte wird es für Unternehmen immer
wichtiger, ihre Mitarbeiter motiviert und gesund zu erhalten - auch
aus wirtschaftlichen Erwägungen", so Arps.

Die gesetzlichen Krankenkassen können dabei eine wichtige Funktion
übernehmen - und sollen dafür vom Gesetzgeber auch nicht zuletzt mit
dem geplanten Präventionsgesetz nochmals einen klaren Auftrag
erhalten. Die TK berät bereits seit mehr als zehn Jahren Unternehmen
und ihre Mitarbeiter in der betrieblichen Gesundheitsförderung -
aktuell in über 1.000 Betrieben. Thema ist dort neben
Burn-out-Prophylaxe, Demografieberatung oder Raucherentwöhnung auch
die gesunde Ernährung im Job, etwa für Schichtarbeiter.

Dr. Jens Baas, Vorsitzender des TK-Vorstands:
"Gesundheitsförderung kann nur erfolgreich sein, wenn sie direkt in
den Lebenswelten der Menschen ansetzt. Das heißt aber auch:
Prävention ist eine gemeinschaftliche Aufgabe." Ein Drittel ihres
Lebens verbringen die Berufstätigen in den Betrieben. Hier sieht Baas
alle Beteiligten gefordert: neben den Krankenkassen und
-versicherungen auch den Gesetzgeber und die Arbeitgeber genau wie
zum Beispiel die Betriebsärzte - aber auch jeden einzelnen
Berufstätigen selbst. "Denn das Bewusstsein für eine gesunde
Ernährung kann man vermitteln, aber nicht verordnen", so Baas.

Hinweis für die Redaktionen:

Im Auftrag der TK hat Forsa im Januar 2013
bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zu ihrem
Ernährungsverhalten befragt. Der 38-seitige Studienband mit den
Ergebnissen steht unter www.presse.tk.de (Webcode: 498466) zum
kostenlosen Download bereit. Unter dem Webcode 498620 finden Sie dort
zudem Infografiken, Pressefotos und O-Töne zu der Studie.



Pressekontakt:
TK-Pressestelle, Inga Laboga
Tel. 040-6909 1357, Fax 040-6909 1353, E-Mail inga.laboga@tk.de


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