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Mitteldeutsche Zeitung: Kulturpolitik Kulturkonvent fordert Erhöhung des Kulturhaushalts in Sachsen-Anhalt

Geschrieben am 27-02-2013

Halle (ots) - Der Kulturkonvent des Landes Sachsen-Anhalt fordert
eine Erhöhung des Landeskultur-Etats von derzeit 85,2 Millionen Euro
auf jährlich 100 Millionen Euro plus Finanzausgleich. In Magdeburg
wird heute der Abschlussbericht übergeben, der im Auftrag des
Landtages Empfehlungen zur Entwicklung der Kulturlandschaft bis 2025
bieten soll. Der 158-seitige Bericht zielt auf einen Umbau der
Kulturförderung, der eine Professionalisierung der Verwaltung,
Begutachtung und Vermarktung des kulturellen Lebens in
Sachsen-Anhalt bewirken soll. "Das Geld ist notwendig, um den Umbau
zu finanzieren und nicht, um den bisherigen Stillstand zu
sanktionieren", sagt der Moderator des Konvents, Olaf Zimmermann, der
in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe).

"Sachsen-Anhalt ist der Hotspot der deutschen Geschichte", sagt
Zimmermann. Kein anderes Bundesland versammle einen solchen Reichtum
an Kulturerbe, zu dessen Pflege das Land gesetzlich verpflichtet ist.
Weil das nun einmal so sei, solle man diese Pflicht künftig als
Chance begreifen, die deutschlandweit sichtbar zu machen sei. "Bis
auf die Kultur hat Sachsen-Anhalt wenig anderes Positives zu bieten."

Unter anderem schlägt der Kulturkonvent vor, für Quedlinburg und
das Management seines Weltkulturerbes eine "zukunfts- und tragfähige
Rechtsform" zu schaffen. Im Gegensatz zu den drei weiteren
Welterbestätten in Sachsen-Anhalt ist die als Kommune und
Flächendenkmal zum Unesco-Erbe berufene Stadt nicht als Stiftung
organisiert; die Stadt sei künftig in ihren Bemühungen um das Erbe
zu unterstützen. Grundsätzlich solle das Land Verhandlungen mit dem
Bund aufnehmen, um dessen Finanzierung der Erbestätten auf 50
Prozent zu erhöhen. Letztere sollen ein "wissenschaftliches Profil"
entwickeln, um mit ihren Gebäuden und Sammlungen klarzumachen, dass
sie "zum Kernbestand deutscher und europäischer Geistesgeschichte
gehören". Eine Professur für Landes- und Regionalgeschichte soll
geschaffen und der Moderne-Gedanke mit der Landesidentität verknüpft
werden.

In eigener Sache empfiehlt der Konvent eine Fortsetzung der
Gutachtertätigkeit in veränderter Form. Vorgeschlagen wird die
Schaffung einer "Kulturkonferenz", die "in regelmäßigen Abständen"
Abständen Berichte über die Landeskulturförderung vorlegen soll.



Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200


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