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Ja, er will. Stefan Raab über das Kanzlerduell: "Wenn, dann kehrt mit mir die Seriosität zurück"

Geschrieben am 15-02-2013

Köln (ots) - Seit Tagen reden alle über ihn. Das Medienmagazin
DWDL.de sprach mit ihm. Stefan Raab kam durch Edmund Stoiber ins
Gespräch für das Kanzlerduell, Peer Steinbrück lehnte ihn zunächst
ab. Raab sucht jedoch die Herausforderung und will das Duell
moderieren - bei ProSieben. "Wenn man junge Leute erreichen will,
muss man auch dahin gehen, wo sie sind", sagt Stefan Raab.

"Ich bin an politischen Themen interessiert und mache deswegen ja
auch nicht erst seit gestern politische Sendungen. Außerdem nehme ich
gerne neue Herausforderungen an", sagt Stefan Raab im exklusiven
Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de und bestätigt die Absicht als
Vertreter von ProSiebenSat.1 das Kanzlerduell zu moderieren.
Rückendeckung von Kollege Peter Limbourg sowie der Sendergruppe habe
er bereits. "Ich würde mir sogar wünschen, dass das Duell bei
ProSieben ausgestrahlt wird. Da hätte man zusätzlich die Möglichkeit,
ein Publikum zu erreichen, das man sonst nicht erreichen würde",
erklärt Raab. "Wir finden, dass das die konsequente Weiterführung des
politischen Engagements ist, das wir seit 2005 bei ProSieben
betreiben. Zu den beiden vergangenen Bundestagswahlen haben wir ja
jeweils erfolgreiche Wahl-Sendungen gezeigt."

Sorgen um die Seriosität müsse sich wahrlich niemand machen. "Ich
habe mir gestern bei YouTube nochmal Teile des letzten Kanzlerduells
angeschaut. Schon in den ersten zehn Minuten gab es den Versuch eines
Pointenfeuerwerks seitens der Moderatoren", so Raab. "Wenn, dann
kehrt mit mir die Seriosität zurück!" Bereits Sonntag moderiert Raab
die zweite Ausgabe seiner Polit-Talkshow "Absolute Mehrheit". Dass er
auch damit schon für Aufregung gesorgt hat, stört den Fernsehmacher
nicht: "Es hat sich für mich immer als erfolgreich erwiesen, wenn ich
meinem Instinkt gefolgt bin. Egal, was Sie machen: Wenn Sie mit einer
neuen ungewöhnlichen Idee in ein Metier eindringen wollen, wo es sich
die bisherigen Platzhirsche in einer Routine gemütlich gemacht haben,
sorgen Sie erst mal für Aufruhr."

Die Argumente für Politik bei ProSieben, wie bei "Absolute
Mehrheit", seien jedoch klar. "Wenn man junge Leute erreichen will,
muss man auch dahin gehen, wo sie sind", erklärt Stefan Raab im
DWDL.de-Interview. "Es nützt ja nichts, wenn man seinen alten
Routinen treu bleibt. Wenn man nur Wähler über 65 haben will, muss
man eben in den Talkshows von ARD und ZDF bleiben. Wir erfinden diese
Fakten ja nicht. Wir erreichen mehr junge Zuschauer als alle anderen
Talkshows zusammen." Nach der Premiere im November gab es auch
kritische Stimmen, doch die irritieren ihn nur bedingt. "In der Regel
interessiert mich am Abend der Sendung nur meine eigene Analyse und
die Analyse meiner Leute, die an der Sendung beteiligt waren. Ich
persönlich bin zufrieden mit der ersten Sendung. Es wird aber ein
paar kleine Veränderungen geben", kündigt Raab an. So sollen weniger
Zwischenstände des Zuschauer-Votings die Diskussionen unterbrechen.
"Wir werden auch etwas flexibler in der Zeitgestaltung innerhalb der
Themen sein."

Am Abend vor der Bundestagswahl soll es dann bereits zum dritten
Mal die "TV Total Bundestagswahl" geben. Und: "Es kann durchaus sein,
dass wir uns entscheiden, im Vorfeld auch noch einige Ausgaben von
,Absolute Mehrheit' zu machen. Terminlich warten wir aber jetzt erst
doch erstmal das Kanzlerduell ab", sagt Raab im Gespräch mit dem
Medienmagazin DWDL.de und ergänzt schmunzelnd: "Nicht, dass wir
deswegen noch ein Problem bekommen. Und ich Herrn Steinbrück absagen
müsste." Er selbst will übrigens dem Fernsehen treu bleiben und nicht
in die Politik gehen. Raab: "Das Geschäft ist mir einfach zu
gefährlich. Nachher wird mir nach 30 Jahren noch meinen
Metzgergesellenbrief aberkannt und dann stehe ich mit nichts da und
muss ich mit Frau Schavan Rommée spielen. Darauf habe ich keinen
Bock."

Information für die Redaktionen:

Das komplette Wortlaut-Interview mit Stefan Raab finden Sie online
auf http://www.dwdl.de



Pressekontakt:
Thomas Lückerath
Chefredakteur
Medienmagazin DWDL.de
eMail: lueckerath@dwdl.de
Telefon: 0221 30216730


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