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ARD-DeutschlandTrend Dezember 2012: Deutliche Mehrheit der Deutschen für NPD-Verbot / Merkel verliert an Zustimmung

Geschrieben am 06-12-2012

Köln (ots) -

Sperrfrist: 06.12.2012 22:15
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Verwendung nur mit Quellenangabe "ARD-DeutschlandTrend"

Knapp drei Viertel der Deutschen sprechen sich für ein Verbot der
NPD aus. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend sind 73 Prozent der
Meinung, die NPD sollte verboten werden. 22 Prozent sind gegen ein
Verbot. Zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) glauben allerdings,
dass ein Verbot der NPD in erster Linie ein symbolisches Zeichen
wäre. Nur 28 Prozent denken, dass ein NPD-Verbot ein wirksames Mittel
wäre, um den Rechtsextremismus in der Gesellschaft zurückzudrängen.

Union verliert bei Sonntagsfrage leicht

In der Sonntagsfrage verliert die Union im Vergleich zum Vormonat
einen Punkt und erreicht 39 Prozent. Die SPD liegt unverändert bei 30
Prozent. Die Grünen erreichen unverändert 14 Prozent. Die FDP bleibt
unverändert bei vier Prozent. Die Linke gewinnt einen Punkt auf
sieben Prozent. Die Piraten verlieren einen Punkt auf drei Prozent.
Für die Sonntagsfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest
dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Montag bis Mittwoch dieser
Woche 1.501 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

Nur neun Prozent glauben an Fortsetzung von Schwarz-Gelb Ein
Drittel der Deutschen (33 Prozent) erwartet, dass es nach der
Bundestagswahl im kommenden Jahr zu einer großen Koalition aus Union
und SPD kommen wird. 28 Prozent glauben, dass es eine rot-grüne
Koalition aus SPD und Grünen geben wird. Dass es zu einer
schwarz-grünen Koalition aus Union und Grünen kommen wird, denken 13
Prozent. An eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition aus Union
und FDP glauben nur neun Prozent.

Union wird vor allem wegen Merkel gewählt, die SPD wegen der
Inhalte 44 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass die Union bei
der nächsten Bundestagswahl in erster Linie wegen Angela Merkel
gewählt wird. Sieben Prozent denken, die Union wird in erster Linie
wegen der politischen Inhalte von CDU/CSU gewählt. 41 Prozent sind
der Ansicht, die Union werde wegen beidem gewählt. Dass die SPD in
erster Linie wegen Peer Steinbrück gewählt wird, denken nur zehn
Prozent. 43 Prozent sind der Meinung, die SPD wird in erster Linie
wegen ihrer politischen Inhalte gewählt. 40 Prozent sind der Ansicht,
die SPD werde wegen beidem gewählt.

Direktwahlfrage: Merkel weiter klar vor Steinbrück Bei der
Direktwahlfrage kann Peer Steinbrück leicht zulegen, liegt aber
weiterhin klar hinter Angela Merkel. Wenn die Deutschen die
Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden
sich 49 Prozent für Merkel entscheiden (- 4 im Vergleich zum
Vormonat), 39 Prozent würden hingegen Steinbrück wählen (+3).

Merkel verliert deutlich an Zustimmung, bleibt aber auf dem ersten
Platz Ingesamt verliert Angela Merkel im Vergleich zum Vormonat
deutlich an Zustimmung, bleibt aber weiterhin an der Spitze der
abgefragten Parteipolitiker. Mit ihrer Arbeit sind 60 Prozent der
Deutschen zufrieden. Dies sind acht Punkte weniger im Vergleich zum
Vormonat. Auf Platz zwei folgt Verteidigungsminister Thomas de
Maizière mit einer Zustimmung von 58 Prozent (+3) vor Finanzminister
Wolfgang Schäuble, mit dessen Arbeit 57 Prozent der Deutschen
zufrieden sind (-8). NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft teilt
sich mit einer Zustimmung von 56 Prozent (-2) den vierten Platz mit
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der unverändert ebenfalls
auf eine Zustimmung von 56 Prozent kommt. SPD-Kanzlerkandidat Peer
Steinbrück verliert gegenüber dem Vormonat zwei Punkte und erreicht
nur noch eine Zustimmung von 48 Prozent. Gefolgt wird Steinbrück von
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, der gegenüber dem Vormonat um
sechs Punkte zulegt und auf eine Zustimmung von 45 Prozent kommt.
Schlusslichter der abgefragten Spitzenpolitiker sind
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle mit einer Zustimmung von 31 Prozent
(+1) und FDP-Chef Philipp Rösler, mit dessen Arbeit nur 19 Prozent
zufrieden sind (-3). Der ehemalige FDP-Chef und jetzige Außenminister
Guido Westerwelle kann im Vergleich zum Vormonat um fünf Punkte
zulegen und liegt mit einer Zustimmung von 42 Prozent im Mittelfeld
der abgefragten Spitzenpolitiker. 57 Prozent glauben, dass die FDP
mit Rainer Brüderle als Spitzenkandidaten die besseren Chancen bei
der kommenden Bundestagswahl hätte. Nur 17 Prozent denken, dass die
FDP mit Philipp Rösler als Spitzenkandidaten die besseren Chancen
hätte.

Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland
ab 18 Jahren
- Fallzahl: 1.001 Befragte, Sonntagsfrage: 1.501 Befragte
- Erhebungszeitraum: 03.12.2012 bis 04.12.2012;
Sonntagsfrage: 03.12.2012 bis 05.12.2012
- Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
- Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
- Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%;
** bei einem Anteilswert von 50%




Pressekontakt:
Annette Metzinger
WDR Presse und Information
Programmkommunikation
Telefon 0221 220 7101/7120
annette.metzinger@wdr.de


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