(Registrieren)

Schwäbische Zeitung: Dem Treiben Einhalt gebieten - Kommentar

Geschrieben am 24-08-2012

Leutkirch (ots) - Ist es in Ordnung, dass sich Anwälte eine
goldene Nase mit Abmahnungen verdienen, nur weil ein Onlinehändler
ein Impressum im Internet nicht korrekt angegeben hat? Rechtlich
leider ja, auch wenn es moralisch verwerflich ist. Ein ganzes Heer
von Advokaten hat sich in Deutschland mittlerweile darauf
spezialisiert, Internetnutzern die - bewusst oder unbewusst - gegen
geltendes Recht verstoßen, saftige Rechnungen zu präsentieren. Sie
werden tätig im Auftrag sowohl der Musik- und Filmindustrie als auch
von Onlinehändlern, die ihre Konkurrenz ärgern möchten. Diesem
Treiben kann nur die Politik Einhalt gebieten: Ein Gesetzentwurf von
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) liegt
vor. Sie möchte, dass bei Urheberrechtsverletzungen die erste
außergerichtliche Abmahnung auf 84 Euro begrenzt wird. Eine Deckelung
auf 100 Euro gibt es zwar jetzt schon, sie ist aber leicht
auszuhebeln. Eine Reform ist deshalb nötig. Gierige Winkeladvokaten
werden ausgebremst und Internetuser müssen keine Unsummen für
Verstöße zahlen, die sie vielleicht aus Versehen begangen haben.



Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

413596

weitere Artikel:
  • Neue OZ: Kommentar zu Immobilienmarkt Osnabrück (ots) - Auch Betongold kann Risiken bergen Die Euro-Krise macht es möglich: Der Immobilienmarkt boomt, sorgt für volle Auftragsbücher in der Baubranche und für glückliche Makler. Warum? Erstens befinden sich die Zinsen auf Rekordtief. Zweitens finden Sparer schwer seriöse Geldanlagen, die einen Ertrag versprechen, der die Inflationsrate übertrifft. Drittens drängen Investoren aus kriselnden Euro-Staaten nach München oder Berlin, um ihr Geld zu sichern. Und viertens besteht die Gefahr, dass Europa den Kampf gegen mehr...

  • "Der große Bahn-Check": Auftakt für Reihe, in der "Markt"-Reporter deutsche Groß-Unternehmen prüfen Hamburg (ots) - Verspätete Züge, teure Tickets, schmutzige Toiletten und ein wahrer Tarifdschungel - in der Öffentlichkeit fällt selten ein gutes Wort über die Deutsche Bahn. Das Image des größten Transportkonzerns Europas ist bei seinen Fahrgästen nach wie vor mies. Aber wie sehen die Fakten aus? Beschweren sich die Deutschen zu Unrecht oder sind die ständigen Rüffel durchaus begründet? Um das herauszufinden, nehmen die beiden NDR Reporter Susann Kowatsch und Rainer Mueller-Delin den Betrieb unter die Lupe. Ihr Film "Der große Bahn-Check" mehr...

  • WAZ: Die neue Lehrstellenkrise - Kommentar von Gerd Heidecke Essen (ots) - Unter Lehrstellenkrise und Azubi-Katastrophe verstand Ausbildungs-Deutschland vor wenigen Jahren noch eine Bewerberflut, die über eine Stellenebbe schwappte. Jetzt bezieht sich die Formulierung "angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt" auf das Gegenteil. Viele Betriebe finden in der Post keine Bewerbungen für eine Berufsausbildung mehr. Daran wird sich weder schnell noch langsam viel ändern. Es gibt weniger junge Leute, und die träumen immer noch von sehr wenigen populären Berufen. Karrierebewusste setzen verstärkt mehr...

  • Märkische Oderzeitung: Patentstreit zwischen Apple und Samsung: Frankfurt/Oder (ots) - "Keine Frage: Apple hat's erfunden - das leicht zu bedienende Smartphone, das ohne die früher üblichen Tasten auskommt. Keine Frage ist ebenfalls, dass diverse Hersteller diese geniale Idee nachahmten - allen voran Samsung. Ob dabei Apple-Patente verletzt wurden, wird vor vielen Gerichten verhandelt, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Diesmal aber haben die Amerikaner gegen die Koreaner einen großen Sieg eingefahren, der Samsung eine Milliarde Dollar kosten soll. Beide Konzerne sollten die Schlacht damit mehr...

  • Schwäbische Zeitung: Originalität muss geschützt werden - Kommentar Leutkirch (ots) - Apple hat den ersten großen Prozess im Patentkrieg gewonnen - und zwar haushoch. Die kalifornischen Geschworenen kamen zu der Überzeugung, dass Samsung unter anderem geschützte Designmuster des iPhone verletzt hat. Das ist nicht nur eine peinliche Pleite für den asiatischen Rivalen. Wenn das Urteil Bestand hat, hat es auch für die gesamte Entwicklung des Handy-Marktes weitreichende Folgen. Alle Mitbewerber dürften jetzt gezwungen sein, Geräte zu bauen, die sich stärker von Design und Funktionen von iPhone und iPad mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Wirtschaftsnews

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

DBV löst Berechtigungsscheine von knapp 344 Mio. EUR ein

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht