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WAZ: Aufbauhelfer statt Besserwisser - Kommentar von Stefan Schulte

Geschrieben am 13-08-2012

Essen (ots) - Export-Europameister zu sein, hat viele Vorteile und
dem Titelträger einst auch ein gewisses Ansehen eingebracht. Doch die
Zeiten, da deutsche Politiker diesen Titel stolz vor sich hertrugen,
sind vorbei. Der Rat an die europäischen Partner, sich am deutschen
Wirtschaftsmodell ein Vorbild zu nehmen, kommt dieser Tage nicht so
gut an. Vielmehr fällt der Bundesrepublik der schöne
Außenhandelsüberschuss als Bumerang vor die Füße, wenn vornehmlich
südeuropäische Länder argwöhnen, die Deutschen bereicherten sich auf
ihre Kosten. Dazu passt, dass Investoren Deutschland gestern erneut
Geld liehen, ohne Zinsen zu nehmen. Sie zahlten sogar noch drauf.
Auch das findet in Krisenländern, die unter Rekordzinsen
zusammenzubrechen drohen, wenig Applaus. Doch die stärkste
Volkswirtschaft in einer Union zu schwächen, macht die Schwachen
nicht stärker. Stattdessen muss sich Europa als Ganzes am Weltmarkt
behaupten, Südeuropa mächtig aufholen. Davon würde auch Deutschland
profitieren. Deshalb muss es beim Aufbau Süd helfen. Und sich nicht -
wie manch CSU-Politiker - als unbeteiligter Besserwisser gerieren.



Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de


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