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LVZ: Grüne diskutieren Verzicht auf Spitzenkandidaten für Bundestagswahl 2013 / Ratzmann: Wahlkampfspitze Roth und Trittin "funktioniert nicht"

Geschrieben am 01-07-2012

Leipzig (ots) - Bei den Grünen wird darüber diskutiert, für die
Bundestagswahl aus der Not eine Tugend zu machen und ganz auf
offizielle Spitzenkandidaten zu verzichten. Damit erhoffen sich
insbesondere maßgebliche Vertreter der Realos, nach einem Bericht der
"Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe), die intern heftig
diskutierte Selbstnominierung der Grünen-Chefin Claudia Roth abhaken
zu können. Volker Ratzmann, bundespolitischer Koordinator der von den
Grünen geführten baden-württembergischen Landesregierung und einer
der führenden Realpolitiker bei den Grünen, sagte der Zeitung: "Eine
Wahlkampfspitze mit Claudia Roth und Jürgen Trittin funktioniert
nicht." Die Partei müsse darauf achten, alle Flügel "mitzunehmen".
Dabei dürften Vertreter der nächsten Generation bei den Grünen "nicht
in den Keller gestellt werden". Die Partei stehe nicht unter dem
Druck, einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen zu müssen. Es gehe
ausschließlich "um die größtmögliche Schlagkraft" und dazu müsse man
eben alle mitnehmen. Das sei mit einem Duo Roth/Trittin "nicht
möglich". Mit den zwei Parteivorsitzenden und den zwei
Fraktionschefs im Bundestag gebe es im übrigen genügend erkennbares
Führungspersonal und dahinter stünde eine gute Truppe junger Leute
bereit. Deshalb appellierte Ratzmann an das eigene Führungspersonal:
"Hockt Euch endlich zusammen und stellt die eigenen Positionen in den
Hintergrund. Die Führungsaufstellung muss bald entschieden werden."
Eine Urwahl sei aber die "schlechteste Variante", weil sie die Partei
monatelang in Atem halte "ohne wirklich etwas zu bewegen".
Tatsächlich sei doch noch nicht einmal klar, welches grüne Gesicht
stehe für zentrale Fragen wie Energiewende, finanzpolitische
Solidität oder für die Konkurrenz mit den Piraten. Die Partei
bräuchte an der Spitze "einen uneitlen Menschen, einen wie Winfried
Kretschmann", der neben und hinter sich genügend Platz für junge
Leute lasse.



Pressekontakt:
Leipziger Volkszeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/233 244 0


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