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Handwerksbetriebe finden nicht genug Auszubildende

Geschrieben am 04-05-2012

Essen (ots) - Attraktive Karrierechancen auch für Abiturienten -
High-Tech-Ausbildung im Kfz-Gewerbe eröffnet vielfältige
Berufsmöglichkeiten

Das Handwerk sorgt sich um fehlende Fachkräfte. "Etwa 11 000
Ausbildungsplätze blieben im Jahr 2011 im Handwerk unbesetzt, die
Zahl der Ausbildungsverträge ging um 1,5 Prozent zurück", sagte Otto
Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks
(ZDH), bei einem Pressegespräch in Essen. "Die Betriebe wollen
ausbilden, sie finden aber oft schon im zweiten oder dritten Jahr in
Folge keine Auszubildenden mehr", so Kentzler.

Das Bemühen der Handwerksbetriebe um Nachwuchs dokumentiere auch
die Zahl der bis zum Stichtag 30. April 2012 gemeldeten neu
abgeschlossenen Ausbildungsverträge. "Mit 30 891 liegt die Zahl um
10,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum", so Kentzler. "Das
zeigt: Die Handwerksbetriebe werben immer frühzeitiger um die
Auszubildenden und warten nicht ab, bis sich qualifizierte
Schulabgänger anderweitig orientiert haben." Neben Haupt- und
Realschülern gehe das Handwerk auch gezielt auf Abiturienten zu. Denn
es biete High-Tech-Arbeitsplätze mit Perspektive, wie etwa im
Kfz-Gewerbe.

"Der Kfz-Mechatroniker ist die Nummer 1 unter den
Ausbildungsberufen im Kfz-Handwerk", betonte Wilhelm Hülsdonk,
Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks. Längst habe sich dieser Beruf
vom Image des ölverschmierten Arbeitens in der Grube zu einer
High-Tech-Ausbildung gewandelt. Für die jungen Menschen sei das
Kfz-Gewerbe nach wie vor attraktiv:

So unterschrieben rund 20 500 junge Menschen bis zum Stichtag 30.
September 2011 einen Lehrvertrag zum Kfz-Mechatroniker, darunter 1
398 Abiturien-ten. Das sind insgesamt knapp zehn Prozent mehr als im
Jahr 2010 (18 700).

Auch Abiturienten seien im Kfz-Gewerbe willkommen. In den
technischen Berufen liege deren Quote aktuell bei fünf Prozent, in
den kaufmännischen Berufen bei 27 Prozent. Den jungen Menschen
eröffnen sich laut Hülsdonk vielfältige Karrierechancen im
Kfz-Gewerbe - vom Kfz-Meister als selbstständiger Unternehmer oder
als Führungskraft im Werkstattbereich über den geprüften
Automobil-Serviceberater als Bindeglied zwischen Kunde und Werkstatt
bis hin zum Service-Techniker an der Schnittstelle zum
Automobilhersteller und nicht zuletzt als Betriebswirt im
Kfz-Gewerbe.

Vorbildliches leistet die Fahrzeug-Werke Lueg AG auf dem Sektor
Aus- und Weiterbildung. Der deutschlandweit größte Vertriebs- und
Servicepartner der Daimler AG beschäftigt an mehr als 30 Standorten
im Ruhrgebiet und in Sachsen 1 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Hinzu kommen 151 Auszubildende in gewerblich-technischen und
kaufmännischen Berufen. "Wenn es um Führungspositionen geht, setzen
wir auf die bei uns ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
und fördern diese durch interne Weiterbildungsprojekte und die Chance
auf eine attraktive Karriere bei Lueg", betont Vorstandsmitglied Jörg
Scharwald.

Einer der Auszubildenden ist Robert Benholz. "Nach meinem Abitur
habe ich zunächst ein Studium begonnen, jedoch schnell gemerkt, dass
diese theoretische Form des Lernens nichts für mich ist", sagt er.
Seit dem 1. September 2011 wird der 22-Jährige im Lueg-Center Essen
zum Kfz-Mechatroniker ausgebildet. "Moderne Autos sind heute echte
High-Tech-Produkte, ohne Elektronik geht da gar nichts, aber
geschraubt werden muss nach wie vor. Das ist eine reizvolle
Kombination."

Ein festes Karriereziel hat Katharina Somberg vor Augen: Sie will
Serviceleiterin bei Lueg werden. Nach dem Realschulabschluss und
anschließender Lehre als Kfz-Mechatronikerin setzt die 20-jährige
Jugendvertreterin nun seit dem 1. Sep-tember 2011 eine Ausbildung zur
Automobilkauffrau im Center Bochum obendrauf. "Auf die Ausbildung zur
Kfz-Mechatronikerin bin ich durch ein Praktikum bei Lueg aufmerksam
geworden und war gleich begeistert von den Möglichkeiten, die sich
mir geboten haben", sagt sie. "Nun absolviere ich noch eine
Ausbildung zur Automobilkauffrau, um das Kfz-Gewerbe von allen Seiten
kennenzulernen."



Pressekontakt:
Ulrich Köster, Pressesprecher
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)
Franz-Lohe-Str. 21
53129 Bonn
Tel.: 0228/ 91 27 270
E-Mail: koester@kfzgewerbe.de
Internet: www.kfzgewerbe.de


Alexander Legowski
Abteilungsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Mohrenstraße 20/21
10117 Berlin
E-Mail : presse@zdh.de
Internet : www.zdh.de


Ralf Schütte
Bereichsleiter BDC, CRM und
Marketing-Kommunikation
Fahrzeugwerke LUEG AG
Altendorfer Straße 44
45127 Essen
Tel. : 0201/20 65-520
E-Mail : ralf.schuette@lueg.de
www.lueg.de


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