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Berylls-Studie zur Zukunft der deutschen Premium-OEMs zeigt: Perspektive 2020: Wachstum ungebrochen, Profitabilität jedoch auf Volumenniveau

Geschrieben am 05-03-2012

München (ots) - Die deutschen Premiummarken können ihren Absatz
bis 2020 um mehr als 30% steigern. Aktuelle Umsatzrenditen von 9 bis
nahezu 20 Prozent dürfen jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass
alle Premium-OEMs vor einer Herkulesaufgabe stehen. Eine
Profit-Modellierung für die deutschen Premium-OEMs von Berylls
Strategy Advisors zeigt mit Blick auf 2020 einen Rückgang der
EBIT-Margen zwischen 20 und 50 Prozent. Top bei Innovation,
Individualität und Leistung können die Premium OEMs nur bleiben, wenn
sie sich auf ihr Markenversprechen besinnen; das bedeutet
Fokussierung auf Kernaktivitäten. Nur so bleiben Absatz, Gewinn- und
Markenziele auch zukünftig leistbar, und zwar "premium".

Goldene Zeiten für Wachstum

Während der weltweite Automobilmarkt im Volumensegment von 2010
auf 2011 um 2 Prozent wachsen konnte, stieg der Premiummarkt um 10
Prozent. So schwimmen deutsche Premiummarken auf einer Erfolgswelle:
In 2011 konnte Ihr Absatz um 14 Prozent gesteigert werden. Zudem sind
deutsche Premiummarken führend bei der Profitabilität; mit
durchschnittlich 11% EBIT-Marge übertrafen sie die Volumenmarken um
mehr als das Doppelte. Der Blick nach vorn lässt zumindest beim
Absatz goldene Zeiten erwarten: Eine aktuelle Prognose von Berylls
Strategy Advisors zeigt, dass der Markt für Premiumfahrzeuge von
weltweit 6,2 Millionen PKWs (2011) auf 9,7 Millionen in 2020 wachsen
kann. Dieses Wachstum kommt zu knapp 40 Prozent aus Asien. Allerdings
kommen die Margen unter Druck, zeichnet sich doch in China ein
Preisverfall ab. Und global entfällt das Premium-Wachstum zu 50
Prozent auf Fahrzeuge des Golf-Segments und kleiner - typischerweise
Fahrzeuge, die den Premium-OEMs nur EBIT-Margen von unter 3 Prozent
bescheren.

Die Party ist bald vorbei

Trotz des Marktwachstums dominieren in den nächsten Jahren die
Profitrisiken. Das ambitionierte Stückzahlwachstum kann die
Profitrisiken nur lindern, wie die Untersuchung von Berylls zeigt:
die "Traumrenditen" 2011 gehen bis 2020 um bis zu 50 Prozent zurück.
"Audi, BMW und Mercedes-Benz dürfen sich nicht in falscher Sicherheit
wiegen: die nächsten Jahre erfordern nie gekannte Anstrengungen,
sonst wird sich ein Gewinneinbruch nicht abwenden lassen", so Hendrik
Todte, Principal bei Berylls. Denn wenngleich das Stückzahlwachstum
und profitable Wachstumsmärkte wie China die EBIT-Marge um etwa 2 bis
4 Prozentpunkte ansteigen lassen, erfordert das heutige Premium
Geschäftsmodell Investitionen nie gekannten Ausmaßes, die in Summe
die EBIT-Marge um 6 bis 8 Prozentpunkte drücken.

Premium-Geschäftsmodell ist neu zu definieren

Sind diese Investitionen leistbar? "Nein", davon ist Christian
Kleinhans, Berylls-Geschäftsführer, überzeugt: "Die Premium-OEMs
sollten alle Aktivitäten strategisch auf den Prüfstand stellen, denn
schon heute sind Organisation und Mitarbeiter an der Grenze des
Machbaren." Tatsächlich sind die deutschen Premium-OEMs mit ihren
vielfältigen Aktivitäten heute zu breit aufgestellt: Statt einem
"Derivatewahn" zu verfallen, ist eher der Premiumvorsprung im Produkt
gegenüber aufstrebenden Volumenmarken abzusichern. "Führender
Antriebsmix" muss nicht gleichbedeutend mit bunter Vielfalt sein,
sondern erfordert vor allem Aggregatekooperationen. Konnektivität
bedarf eines auf die "digitalen Bedürfnisse" zugeschnittenen und
differenzierenden Premiumangebots. Und auch wenn die Welle neuer
Mobilitätsdienstleistungen rollt: Premium muss nicht bedeuten,
überall dabei sein zu wollen. Christian Kleinhans fordert : "Mehr
denn je muss es für die Premium-OEMs darum gehen, sich auf
Kernaktivitäten und ausgewählte Spitzenpositionen entlang der
Wertschöpfungskette zu konzentrieren - weniger, intelligenter und
effizienter ... eben 'premium'!".



Pressekontakt:
Ansprechpartner Berylls Strategy Advisors:
Dr. Jan Dannenberg / Jonas Wagner
media@berylls.com
berylls.com


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