(Registrieren)

Neue OZ: Kommentar zu Parteien / FDP / Rösler

Geschrieben am 16-12-2011

Osnabrück (ots) - Bahnbrechend - früher einmal

Der zweite, der dritte, der vierte: Wie viele Neustarts will
Philipp Rösler noch verkünden? Jetzt versucht der FDP-Vorsitzende es
abermals.

Das knappe Stimmenverhältnis beim Mitgliederentscheid muss zwar
Warnung sein, wie groß der Frust an der Basis über den Kurs in der
Eurokrise ist. Wenigstens gefragt worden zu sein mag den Grimm aber
lindern. So gesehen, bietet sich der Partei nun womöglich wirklich
die Chance, einmal durchzuatmen.

Frank Schäffler trägt als auffallend fairer Verlierer seinen Teil
dazu bei. Auch die Parteispitze sollte nicht schmollen, sondern den
kantigen Ostwestfalen stärker einbinden.

Dem Land täte es gut, käme die FDP wieder zur Ruhe. Eine souveräne
Regierungsarbeit kann in Zeiten der Krise nicht schaden. Auch
generell ist Häme über den Zustand der Partei bedauerlich. Für den
ideengeschichtlich bahnbrechenden Liberalismus gilt das erst recht.
Diese Strömung hat, deutlich früher als etwa die Vorläufer der SPD,
die Grundlagen für ein demokratisches Deutschland gelegt. Sie ist es,
die aufbegehrt hat gegen feudalistische Willkür, kirchliche Macht und
Kleinstaaterei. Sie war es, die Würde, Freiheit und Rechte des
Einzelnen gestärkt und teils überhaupt erst gesehen hat.

Vielleicht gelingt es der FDP, an diese Traditionen anzuknüpfen,
die über reine Wirtschaftspolitik ja weit hinausgehen. Eine solche
Stimme bereichert den sonst so einseitig staatsgläubigen politischen
Chor.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207


Kontaktinformationen:

Leider liegen uns zu diesem Artikel keine separaten Kontaktinformationen gespeichert vor.
Am Ende der Pressemitteilung finden Sie meist die Kontaktdaten des Verfassers.

Neu! Bewerten Sie unsere Artikel in der rechten Navigationsleiste und finden
Sie außerdem den meist aufgerufenen Artikel in dieser Rubrik.

Sie suche nach weiteren Pressenachrichten?
Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgender Übersichtsseite. Desweiteren finden Sie dort auch Nachrichten aus anderen Genres.

http://www.bankkaufmann.com/topics.html

Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter der Adresse: info@bankkaufmann.com.

@-symbol Internet Media UG (haftungsbeschränkt)
Schulstr. 18
D-91245 Simmelsdorf

E-Mail: media(at)at-symbol.de

369485

weitere Artikel:
  • Neue OZ: Kommentar zu Urteile / Finanzen / Haushalt Osnabrück (ots) - Schulden auf Vorrat Finanzminister Hartmut Möllring ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Eine Korrektur des Doppelhaushaltes 2012/2013 bleibt ihm erspart. Die Erleichterung ist groß, denn hätte der Staatsgerichtshof keine Übergangsfrist gewährt, müsste Möllring jetzt etliche Hundert Millionen Euro einsparen. Dieses Geld kann er sich nun noch einmal über nicht ausgeschöpfte Kreditermächtigungen besorgen, ohne dass es zur Neuverschuldung gerechnet wird. Künftig ist mit dieser umstrittenen mehr...

  • Neue OZ: Kommentar zum russisch-chinesischen Resolutionsentwurf für Syrien Osnabrück (ots) - Keine Zeit mehr vergeuden Ein Funke Hoffnung - mehr nicht: Zum Jubeln hat das unterdrückte syrische Volk nach wie vor noch keinen Grund, auch wenn gestern endlich Russland und China einem Vorgehen des Weltsicherheitsrates zustimmten. Zwar fiel der Resolutionsentwurf der beiden sturen Regierungen symbolträchtig in die Zeit des Rückblicks auf die Revolution, die sich vor einem Jahr mit der Verzweiflungstat eines Tunesiers entzündete. Doch bei genauem Hinsehen wird die Unverbindlichkeit des gemeinsamen Papiers mehr...

  • Rheinische Post: Euro-Krise: Tschechiens Außenminister rät Berlin zur Zurückhaltung Düsseldorf (ots) - Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg hat Deutschland vor einer zu schroffen Haltung in der Euro-Krise gewarnt. Das Gefühl, "dass Frau Merkel uns alles diktiert", sei weit verbreitet, sagte Schwarzenberg der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Er riet der Bundeskanzlerin zu einem "etwas zurückhaltenderen und vielleicht weniger didaktischen Tonfall". Schwarzenberg betonte aber, trotz solcher Irritationen habe sich innerhalb der EU die Einsicht durchgesetzt, dass Deutschland mehr...

  • FZ: Galgenfrist für die Liberalen Kommentar der Fuldaer Zeitung zum FDP-Mitgliederentscheid Fulda (ots) - Man weiß nicht, wer mehr gezittert hat: Angela Merkel oder Philipp Rösler. Für die Bundeskanzlerin wie den Parteichef wäre ein Mitgliederentscheid gegen den Euro-Rettungsschirm gleichermaßen fatal gewesen. Rösler hätte seinen Hut umgehend nehmen können und die bislang von der Koalition getragene Europapolitik Merkels wäre nicht mehr zu halten gewesen. Was die dann anstehenden Neuwahlen gebracht hätten, steht in den Sternen der Europaflagge. Die wären möglicherweise früher untergegangen als Pessimisten das ohnehin voraussagen. mehr...

  • Mitteldeutsche Zeitung: Renten Ost-West-Angleichung liegt auf Eis Halle (ots) - Eine Angleichung des Rentenrechts in Ost und West wird in dieser Legislaturperiode nicht verabschiedet werden. Entgegen des schwarz-gelben Koalitionsvertrags will die Bundesregierung auf eine Reform zur Vereinheitlichung der Rentenberechnung in Deutschland vorerst verzichten. "Die Voraussetzungen für eine Vereinheitlichung des Systems sind derzeit nicht sehr günstig, die gesellschaftliche Bereitschaft für eine Reform ist gering", sagte ein Sprecher des zuständigen Bundesministeriums für Arbeit und Soziales der in Halle mehr...

Mehr zu dem Thema Aktuelle Politiknachrichten

Der meistgelesene Artikel zu dem Thema:

LVZ: Leipziger Volkszeitung zur BND-Affäre

durchschnittliche Punktzahl: 0
Stimmen: 0

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, diesen Artikel zu bewerten:

Exzellent
Sehr gut
gut
normal
schlecht