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stern Fotografie Nr. 65 zeigt Erwin Blumenfelds aufgeladene Avantgarde-Fotografie

Geschrieben am 13-09-2011

Hamburg (ots) - Neue Ausgabe widmet sich den Werken des
zielsicheren Visionärs / Vom subversiven Charme bis zur Regimekritik
eines unbeirrbar Kreativen im 20. Jahrhundert / Ab 13. September 2011
zum Preis von 18 Euro erhältlich

Hamburg, 13. September 2011 - Salopp könnte man sagen, er war der
Jules Verne der Modefotografie. Ein Fantast, ein Entführer der Blicke
und der Gedanken und ein Erfinder der neuen Frau in der
Modefotografie. Was wir heute alltäglich auf den Modecover-Collagen
der Kioske sehen ist die Selbstverständlichkeit, die Erwin Blumenfeld
vor über 60 Jahren als Revolution mit seiner Kamera durchsetzte.
Andere Fotografen seiner Zeit waren eitler und schienen wichtiger:
Der Name Blumenfeld ist in der Geschichte der Fotografie oft
übersehen worden. Dabei war er es, der Frauen aus dem engen Rahmen
der Titelseiten befreite und sie mit seiner Kamera aus den Studios
und steifen Posen in das Leben auf die Straße brachte. Er war es, der
die Aktfotografie aus der Verklemmtheit griechischer Statuen in die
Sphären des Begehrens hob. stern Fotografie Nr.65 ehrt mit seiner
neuen Ausgabe das vielfältige Lebenswerk, eines Fotografen der von
der Kunst des Dadaismus kam und mit diesem Wissen die konventionelle
Fotografie frech, gründlich und nachhaltig unterwanderte.

Bereits auf dem Titel der neuen Edition findet sich eines der
ungewöhnlichsten Bilder, das je für ein Modemagazin gemacht wurde. Zu
sehen sind nur ein Auge und ein Mund vor Weiß. Fantasie und der
menschliche Assoziationsdrang sind eingeplant in Blumenfelds
Fotografien für die ästhetisch enge Modewelt seiner Zeit. Wie weit
sein visionäres Schaffen ging, zeigen zwei besondere Bilder aus
seinem Portfolio: die Fotomontage aus dem Jahre 1933, Blumenfelds
düstere und prophetische Vision Adolf Hitlers, und das Bild "The
dictator", ein drapierter Torso mit einem Kalbskopf. Beide spiegeln
auch die zäsierte Biografie des jüdischen Emigranten, der in Berlin
aufwuchs.

Als Zehnjähriger bekam Blumenfeld den ersten Fotoapparat von
seinem Onkel geschenkt. Bereits 1911 entstand "Mein erstes
Selbstporträt als Pierrot", in dem der 14-Jährige die Frontalaufnahme
seines geschminkten Gesichts durch sein Profil im Spiegel aufbricht.
Mit dem Tod des Vaters wird er in den Beruf des
Damenkonfektionsverkäufers gedrängt, arbeitet aber in einer
Dunkelkammer im Hinterzimmer an seiner eigentlichen Berufung. 1936
geht Blumenfeld nach Paris, wo er für Magazine wie die "Vogue" das
Studio verlässt und die noch heute berühmte Bildstrecke auf dem
Eiffelturm fotografiert. Inmitten der Kriegsverfolgung gelingt ihm
die Ausreise nach New York - im Gepäck die Nähe zur Dada-Bewegung und
ihrem Spiel mit Formen und Deutungshoheiten.

1941, mit 44 Jahren, wird Erwin Blumenfeld in Amerika zu einem der
erfolgreichsten und bestbezahlten Modefotografen, über den sein
Entdecker, der große britische Fotograf Cecil Beaton, sagte: "Hier
ist endlich jemand, der in keinster Weise von der Arbeit anderer
Fotografen beeinflusst ist. Hier ist ein neuer und klarer Geist." Er
selbst verstand es als Aufgabe: "Wir sind für den Geschmack von
morgen verantwortlich."

Hinweis für Redaktionen: Das Cover-Bild sowie drei weitere Bilder
der Ausgabe stehen auf Anfrage jederzeit zu Verfügung.

Die neue Ausgabe stern Fotografie Nr. 65 Erwin Blumenfeld ist ab
13. September 2011 im Handel erhältlich und kostet 18 Euro. Außerdem
kann sie bestellt werden im stern.de-Webshop unter
www.stern.de/fotografieshop, unter der Bestellnummer 70108236, beim
stern-Versandservice, per Telefon unter 01805 / 861 8000 (14
Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus dem dt.
Mobilfunknetz) oder per E-Mail an stern-Service@guj.de. Der Band ist
in ausgewählten Fotografie-Buchhandlungen und Museumsshops sowie in
vielen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen erhältlich. Die
Fotoedition erscheint viermal im Jahr und ist im Abonnement unter der
Bestellnummer 725085 zum Vorzugspreis von 15 Euro pro Ausgabe
erhältlich.



Pressekontakt:
Kontakt:

Melanie Schehl
stern Kommunikation
20444 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 37 03 - 31 55
E-Mail schehl.melanie@stern.de
Internet www.stern.de


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