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Quartalszahlen Januar - September 2010: Geschäftsverlauf im dritten Quartal zufriedenstellend

Geschrieben am 12-11-2010

Karlsruhe (ots) - Sondereffekte prägen die Ergebnisentwicklung /
Operatives Ergebnis entwickelt sich weiterhin positiv

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat auch das dritte Quartal
mit insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsergebnissen abgeschlossen.
Positiv auf das Quartalsergebnis wirkte sich dabei auch die spürbare
gesamtwirtschaftliche Erholung und die damit einhergehende gestiegene
Energienachfrage aus. So erhöhte sich der Stromabsatz des EnBW
Konzerns im Zeitraum Januar bis September 2010 gegenüber dem Vorjahr
um 23,1 Prozent auf 109,9 Milliarden Kilowattstunden. Dieser Zuwachs
ist vor allem auf einen ausgeweiteten Absatz im Handel
zurückzuführen. Hier profitierte die EnBW auch von den in den
vergangenen Monaten erworbenen Kraftwerkskapazitäten in Deutschland.
Der Absatz bei Privat- und Geschäftskunden ging dagegen um 3,9
Milliarden Kilowattstunden auf 50,4 Milliarden Kilowattstunden
zurück. Dieser Rückgang erklärt sich etwa zur Hälfte durch den
Verkauf der GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG. Diese Veräußerung
machte sich ebenso wie der intensivere Wettbewerb auch beim Gasabsatz
bemerkbar. Während der Gasabsatz an Privatkunden im Berichtszeitraum
das Vorjahresniveau von 8,2 Milliarden Kilowattstunden erreichte,
sank der Gasabsatz an Geschäftskunden um 21,3 Prozent auf nunmehr
29,5 Milliarden Kilowattstunden.

In Folge des deutlich gestiegenen Absatzes erwirtschaftete die
EnBW einen Außenumsatz von 12.950,1 Millionen Euro. Dies entspricht
einer Steigerung von 10,7 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Als Umsatztreiber erwies sich dabei das Geschäftsfeld Erzeugung und
Handel. In diesem Geschäftsfeld erzielte die EnBW in den ersten neun
Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 3.554,8 Millionen Euro. Im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug dieser Wert 1.847,9 Millionen
Euro. Dieser Umsatzsprung geht ganz wesentlich auf die erhöhten
Erzeugungskapazitäten der EnBW sowie auf gestiegene
Handelsaktivitäten zurück. Im Geschäftsfeld Netz und Vertrieb
erzielte die EnBW einen Umsatz von 7.618,5 Millionen Euro (+ 2
Prozent). Dem gegenüber verringerte sich der Umsatz im Geschäftsfeld
Gas um 32 Prozent auf 1.258,9 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld
Energie- und Umweltdienstleistungen ist der Umsatz um 3 Prozent auf
517,9 Millionen Euro gesunken.

Die Ergebnisentwicklung der EnBW im Berichtszeitraum war
wesentlich auch von außerordentlichen Effekten gekennzeichnet. Hierzu
zählen beispielsweise der Verkauf der GESO Beteiligungs- und
Beratungs-AG und ihrer Tochterunternehmen, ein Entschädigungsanspruch
für die vorzeitige Kündigung eines langfristigen Stromliefervertrags
sowie Abschreibungen auf den Firmenwert des Joint Ventures in der
Türkei und auf Erzeugungsanlagen der Stadtwerke Düsseldorf. Bereinigt
um diese außerordentlichen Sondereffekte ist das in den ersten neun
Monaten dieses Jahres erwirtschaftete operative Konzernergebnis vor
Ertragsteuern, Finanzergebnis und Beteiligungsergebnis (Adjusted
EBIT) um 15,1 Prozent auf 1.614,0 Millionen Euro gestiegen.

Im Geschäftsfeld Strom, Erzeugung und Handel stieg das Adjusted
EBIT um 8,1 Prozent auf 1.300,6 Millionen Euro. Ergebnissteigernd
wirkten hier insbesondere bessere Konditionen der für die
Stromerzeugung des Geschäftsjahres 2010 abgeschlossenen
Terminkontrakte. Das Adjusted EBIT des Geschäftsfelds Strom, Netz und
Vertrieb konnte auf 282,6 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden.
Ein Anstieg der durchgeleiteten Strommengen und höhere Erlöse aus
Netznutzungsentgelten waren die wesentlichen Ursachen des
Ergebnissprungs. Im Geschäftsfeld Gas blieb das Adjusted EBIT unter
dem Eindruck eines verschärften Wettbewerbs mit 48,4 Millionen Euro
deutlich hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Trotz Umsatzrückgang im
Segment Energie- und Umweltdienstleistungen legte das Adjusted EBIT
in diesem Geschäftsfeld um 18,3 Prozent auf 93,3 Millionen Euro zu.

Der Adjusted Konzernüberschuss - bezogen auf den auf die Aktionäre
der EnBW AG entfallenden Gewinn - erhöhte sich im Vorjahresvergleich
um 26,0 Prozent auf 903,6 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss, in
dem auch außerordentliche Effekte enthalten sind, liegt mit 1.245,4
Millionen Euro um 74,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu der
zufriedenstellenden operativen Entwicklung kamen per saldo im
neutralen Ergebnis deutlich positive Elemente hinzu, die im
Zusammenhang mit dem Verkauf der GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG
und ihrer Tochterunternehmen sowie der Aufstockung der Beteiligung an
der Prazká energetika a. s. stehen. Das neutrale EBIT belief sich in
den ersten neun Monaten 2010 auf insgesamt 296,3 Millionen Euro. Der
vergleichbare Vorjahreswert betrug 16,7 Millionen Euro.

Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW: "Das in den
ersten neun Monaten in 2010 erzielte Ergebnis ist zufriedenstellend,
sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den kommenden
Jahren erhebliche finanzielle Mehrbelastungen auf uns zukommen. Diese
Mehrbelastungen resultieren unter anderem aus der geplanten
Kernbrennstoffsteuer und der im Zusammenhang mit der
Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke stehenden Vorauszahlungen
in den Fonds zum Ausbau der erneuerbaren Energien."

Die Kernbrennstoffsteuer wird die EnBW sechs Jahre lang jährlich
mit rund 440 Millionen Euro belasten. Die Vorauszahlungen in den
Fonds zum Ausbau der erneuerbaren Energien werden in den nächsten
zwei Jahren jeweils 65 Millionen Euro, danach vier Jahre lang je 43
Millionen Euro betragen. Weitere Mehrbelastungen resultieren aus dem
sich verändernden Marktumfeld aufgrund sinkender
Großhandelsmarktpreise sowie der ab 2013 anstehenden
Vollauktionierung der CO2-Zertifikate.

"Diese Einschnitte sind empfindlich und markieren eine Zäsur. Da
wir aber jeden Euro nur einmal ausgeben können, müssen wir nun unser
Investitionsprogramm anpassen. In Folge der exogenen Einschnitte
haben wir zudem ein konzernübergreifendes und nachhaltig wirkendes
Programm zur Ergebnissicherung aufgelegt", so Villis.

Auf einen Blick

|EnBW-Konzern | |01.01.- |01.01.- |Verän-|
| | | | |derung|
| | |30.09.2010|30.09.2009| |
| | | | |in % |
|Umsatz | | | | |
|Strom |Mio. |11.173,3 |9.316,7 |19,9 |
| |EUR | | | |
|Gas |Mio. |1.258,9 |1.852,4 |-32,0 |
| |EUR | | | |
|Energie- und |Mio. |517,9 |534,0 |-3,0 |
|Umweltdienst- |EUR | | | |
|leistungen | | | | |
|Außenumsatz |Mio. |12.950,1 |11.703,1 |10,7 |
|gesamt |EUR | | | |
|Adjusted EBITDA|Mio. |2.268,1 |2.004,0 |13,2 |
| |EUR | | | |
|EBITDA |Mio. |2.798,2 |2.031,2 |37,8 |
| |EUR | | | |
|Adjusted EBIT |Mio. |1.614,0 |1.402,6 |15,1 |
| |EUR | | | |
|EBIT |Mio. |1910,3 |1.419,3 |34,6 |
| |EUR | | | |
|Adjusted |Mio. |903,6 |717,1 |26,0 |
|Konzernüber- |EUR | | | |
|schuss1 | | | | |
|Konzernüber- |Mio. |1245,4 |712,8 |74,7 |
|schuss1 |EUR | | | |
|Ergebnis je |EUR |3,70 |2,94 |25,9 |
|Aktie aus | | | | |
|Adjusted | | | | |
|Konzernüber- | | | | |
|schuss1 | | | | |
|Ergebnis je |EUR |5,10 |2,92 |74,7 |
|Aktie aus | | | | |
|Konzernüber- | | | | |
|schuss1 | | | | |
|Operating |Mio. |2.017,7 |1.550,2 |30,2 |
|Cashflow |EUR | | | |
|Free Cashflow2 |Mio. |1.119,3 |853,9 |31,1 |
| |EUR | | | |
|Investitionen |Mio. |1.628,7 |3.823,0 |-57,4 |
| |EUR | | | |


| | | | | |
|Energieabsatz | |01.01.- |01.01.- |Verän-|
|des | | | |derung|
|EnBW-Konzerns | |30.09.2010|30.09.2009|in % |
| | | | | |
|Strom |Mrd. |109,9 |89,3 |23,1 |
| |kWh | | | |
|Gas |Mrd. |37,7 |45,7 |-17,5 |
| |kWh | | | |



|Mitarbeiter des| |30.09.2010|30.09.2009|Verän-|
|EnBW-Konzerns3 | | | |derung|
| | | | |in % |
|Mitarbeiter |Anzahl|20.852 |20.997 |-0,7 |

1 Bezogen auf den auf die Aktionäre der EnBW AG entfallenden Gewinn.
2 Free Cashflow vor Finanzierung.
3 Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und ohne ruhende
Arbeitsverhältnisse. Der Begriff Mitarbeiter bezeichnet weibliche
und männliche Beschäftigte.

Originaltext: EnBW Energie Baden Württemberg AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/12866
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_12866.rss2
ISIN: DE0005220008

Pressekontakt:
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation
Durlacher Allee 93

76131 Karlsruhe
Tel: + 49 7 21/63-1 43 20
Fax: + 49 7 21/63-1 26 72
unternehmenskommunikation@enbw.com
www.enbw.com


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