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BEE: Reine Kostenbetrachtung ist keine seriöse Bewertung der Erneuerbaren Energien - jeder Euro ist sinnvoll angelegt

Geschrieben am 15-10-2010

Berlin (ots) - Der Betrag, mit dem die Verbraucherinnen und
Verbraucher in Deutschland den Ausbau der Erneuerbaren Energien
fördern (EEG-Umlage) wird im kommenden Jahr auf 3,5 Cent pro
Kilowattstunde Strom ansteigen. Jedoch weist BEE-Präsident Dietmar
Schütz daraufhin, dass eine reine Kostenbetrachtung keine Grundlage
für eine seriöse Bewertung der Erneuerbaren Energieträger darstellt:
"Jeder Euro, der in den Ausbau der Erneuerbaren investiert wird,
bringt schon heute einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen", so
Schütz.

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann: "Es ist außerdem ein
Irrglaube, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen, wenn der Ausbau
der Erneuerbaren gestoppt würde. Dann müsste in konventionelle
Kraftwerke investiert werden, die zudem versteckte Kosten in
Milliardenhöhe produzieren würden."

Versteckte Kosten sind Kosten für Klima-, Umwelt-,Gesundheits- und
Materialschäden, die durch die Verwendung fossiler und atomarer
Brennstoffe entstehen, im Preis dieser Technologien aber nicht
enthalten sind. "Die Erneuerbaren haben allein im Jahr 2009 im
Stromsektor versteckte Kosten in Höhe von 5,7 Milliarden Euro
vermieden. Auch haben sie in diesem Bereich Brennstoffimporte im Wert
von 2,2 Milliarden Euro überflüssig gemacht. Dieses Geld wurde also
nicht für Import-Öl aus dem Golf von Mexiko oder für Gas aus Russland
ausgegeben, sondern steht für Wertschöpfung der heimischen Industrie
und des lokalen Handwerks zur Verfügung", so Klusmann.

Der deutliche Anstieg der monatlichen Stromrechnung in den letzten
Jahren sei zudem keinesfalls durch die Förderung erneuerbarer
Energien getrieben. "In den Jahren 2000 bis 2010 stieg der monatliche
Beitrag mit dem ein durchschnittlicher Haushalt - über die so
genannte EEG-Umlage - den Ausbau der Erneuerbaren fördert, um rund
fünf Euro an. Die monatliche Stromrechnung hingegen stieg im gleichen
Zeitraum um etwa 30 Euro, also um das Sechsfache", stellte
BEE-Präsident Schütz klar. Der Grund: Neben der Erhöhung der
Umsatzsteuer im Jahr 2006 sei dieser Anstieg in den letzten Jahren
zum überwiegenden Teil auf höhere Stromgestehungskosten aufgrund
teurerer fossiler Energieträger, gestiegene Netzentgelte sowie massiv
gesunkene Börsenstrompreise zurückzuführen.

"Schon heute senken die Erneuerbaren Energien den Börsenstrompreis
in einer Größenordnung von 3,6 bis 4 Milliarden Euro
(Merit-Order-Effekt). Immer, wenn viel Wind weht oder die Sonne
scheint, wird weniger Strom aus teuren fossilen Kraftwerken
abgerufen. Der Preis an der Börse geht zurück, wovon große
Stromverbraucher schon heute deutlich profitieren", sagte Schütz.

Derzeit sicherten die Erneuerbaren Energien rund 340.000 Jobs. Die
Zahl der Arbeitsplätze habe sich damit seit 1998 mehr als
vervierfacht. Während viele Branchen effektiv Stellen abbauen,
betrage die Zuwachsrate der Erneuerbaren Energien in den letzten zehn
Jahren mehr als 300 Prozent.

BEE-Geschäftsführer Klusmann: "Die Gewinner sind insbesondere
ländliche Regionen. Kleine Handwerksbetriebe und mittelständische
Unternehmen sorgen für Errichtung, Betrieb und Wartung der Anlagen.
Die kommunale Wertschöpfung betrug im letzten Jahr weit über sechs
Milliarden Euro. Damit sind die Erneuerbaren Energien vor allem auch
eine Chance für den strukturschwachen Raum, sie geben finanzschwachen
Kommunen Handlungsspielräume zurück."

Originaltext: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/51135
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_51135.rss2

Pressekontakt:
Ronald Heinemann, Referent für Medien und Politik,
Fon: 030/2758170-15, Fax: -20
E-Mail: ronald.heinemann@bee-ev.de, Internet: www.bee-ev.de


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