Freitag habe ich den Einstellungstest bei der Deutschen Bank in Hamburg absolviert. Hierbei konnte ich viele Eindrücke sammeln. Zuerst beginne ich mit dem Testverfahren.
Im Prinzip haben zwei Auszubildene (zu diesen später etwas) den Test geleitet. Der Test, der schriftlich erfolgte, war im Vergleich zu anderen Einstellungstests bei anderen Banken sehr lang, verwirrend und auch kompliziert.
Insgesamt waren in etwa ca. 40 Bewerber anwesend, die aber garnicht so aussahen. Ich glaube zwei hatten einen Anzug an, einer davon war ich. Alle anderen hatten T-Shirts oder sonstiges an. Mich hat diese Art von Einstellung - in einer Bank arbeiten zu wollen - sehr erschrocken.
Es war wohl einer der letzten Testverfahren, um für dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz bei der Deutschen Bank AG zu "ergattern".
Alles beginn mit einer Einleitung der Ausbildungsleiterin, recht viel bla bla. Es war alles sehr eigenartig. Sinngemäß ist es ja richtig, dass Schüler - sowohl Realschüler, als auch Abiturienten - einen Übergang in einer Ausbildung finden. Diesen "Übergang" machte dieses Ausbildungsleiter mehr als deutlich. Sie redete, als sei man in einer Beobachtungsstufe; sprich 5-6 Klasse oder so. Sie wirkte wie eine Lehrerin. Nett war sie ja, doch ich - zumindest - fühlte mich wie ein kleiner unerfahrener Schüler behandelt.
Nach dieser weltfremden Einleitung erfolte der Test, der wie bereits gesagt von zwei Auszubildenen der Deutschen Bank geleitet wurde; die Ausbildungsleitern machte sich davon.
Der Test, bei welchem festgestellt werden soll, ob der jeweilige Bewerber zum Unternehmen passt, war extrem lang. Insgesamt 4 Stunden mit einer kurzen kleinen Pause. Bei der Commerzbank ist er gerade Mal eine Stunde!
Insgesamt hielten sich Persönlichkeitsfragen und anderweitge Fragen die Wage. Also 50 zu 50 in etwa.
Persönlichkeitsfragen sind ja meistens die einfachsten. Hierüber berichte ich jetzt nichts. Die sind überall gleich beinahe.
Hierbei möchte ich einige grobe Beispiele (nicht 100%ig identisch mit den gestellen Aufgaben) nennen:
- Sortierungen:
Sie fahren in einen Urlaub. Was machen Sie? Sortieren Sie nach Reihenfolge:
1. Ich buche einen Flug
2. Ich schaue nach meinem Budget
3. Ich rede mit meinem Arbeitgeber
4. Ich gehe ins Reisebüro
5. Ich bestelle ein Taxi
So oder so ähnlich war zumindest eine Aufgabe aufgebaut. Die anderen sind analog zu dieser. Es waren ca. 8 solcher Aufgaben, mit ca. 8 Minuten Zeit.
- Geometrie
Hier sollte man ergänzen, z.B welche fehlende Grafik ergänzt die dargestellte Reihenfolge?
- "Mathematische" Aufgaben
Das war im wahrsten Sinne des Wortes der Hammer. Soetwas habe ich noch nie in meinem Leben erlebt. Die Aufgaben waren mir weltfremd (ich habe eine 1 in Mathematik).
Beispeil (nicht genau identisch):
Vokale: A=3 E=5 I=2 O=6 U=7
Konsonante: B=1, C=2 [...] Z=3
2 Namen sollten in Zahlen übersetzt werden.
- z.B Mia : 4 (z.B M=5, I=2, A=3 = 10)
Jennifer X 3 (s.o)
Dann sollten die obere oder die untere, je nach Größe voneinander dividiert oder multipliziert werden. Davon gab es 30 Aufgaben für 5 Minuten oder so. Ich fand diese Aufgabe extrem eigenartig und extrem schwer. Hier habe ich auch nur so 5 Stück gelöst. Ich weiss nicht, was sich die DeuBa dabei gedacht hat.
- Allgemeinwissen
Wenn man Gmk, PWG, Politik oder Wirtschaft oder sonstiges als Fach hat, sind diese Fragen nahezu ein Witz.
Themen wie:
Marktwirtschaft, allgmeine Wirtschaft (Aktien), AG (wieviel Stammkapital braucht man, um eine AG zu gründen), etc.
Anderweitig aber auch einfache Chemie: "Was entsteht bei der Verbrennung von Holz?"
Die Allgemeinwissensfragen waren sehr einfach. Wer die nicht weiss, sollte gleich abbrechen
Alles andere waren meistens Persönlichkeitsfragen, etwa 250 Stück schätze ich.
Alles in allem finde ich die Zeit von vier Stunden ziemlich unverschämt. Weiterhin waren die Aufgabenstellungen nicht deutlich beschrieben worden. So musste man teilweise manche Aufgaben komplett auslassen. Das war sehr schade.
Zu den Auszubildenen:
Diese waren am besten vom ganzen. Sie haben jede Aufgabe einzeln vorgelesen - obwohl jeder Bewerber die jeweilige Aufgabenstellung vorliegen hatte. Die beiden Auszubildenen konnten leider kein Deutsch. Sie verlasen sich durchschnittlich bei jedem Satz. Teilweise fügten sie bei vorlesen Wörter hinzu oder liessen sie aus. Meistens wiederholten sie die Sätze, da sie grammatikalisch und umgangssprachlich gesehen überhaupt keinen Sinn machten. Die eine Auszubildene hat sich extrem (!) toll gefunden. Sie fühlte sich irgendwie wie eine Lehrerin, die alles kontrollieren musste. Ob etwa jemand spickt/abguckt. Das fand ich sehr lächerlich und unseriös.
Round about bin ich der Meinung:
- anspruchsvoller Test
- 4 Stunden sind sehr lang
- eine kleine Pause
- eigenartige Atmosphäre
- unsympathische Testleiter
+ keine Deutsch- und Englischkenntnisse werden benötigt
+ viele Beweber, die es eh nicht schaffen (alleine vom Verhalten wie etwa Mittelfinger, Kleidung, Aussprache etc.)
Dabei seit: Jul 2004 Beiträge: 2589 Wohnort: Frankenland
Verfasst am: Mo 03 März, 2008 8:22 Titel:
Vielen Dank für deinen Bericht!
Mikkel Gast
Verfasst am: Mi 18 Jun, 2008 10:25 Titel:
Vielen Dank, für deinen ausführlichen Bericht. Ich habe am Montag das Vergnügen mich aus Flensburg auf den Weg nach Hamburg zu machen. Bei mir steht auch auf der Einladung, dass der Test ca. von 9-13 Uhr dauert.
Zahra Gast
Verfasst am: Mi 09 Jul, 2008 14:29 Titel: OMG
allso jetzt habe ich erst recht angst vor dem test...aber danke jetzt habe ich wenigstens einen kleinen überblick..puhh
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