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Bundesverkehrsminister Tiefensee zum Boom der Güterbahnen: "Die Schiene muss weiter gestärkt werden"

Geschrieben am 23.10.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Berlin. Der Gütertransport auf der Schiene boomt.
Nach Rekordwerten im vergangenen Jahr wuchs allein im ersten Halbjahr
die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr um 10,5 Prozent auf
57,6 Mrd. Tonnenkilometer. Ein Trend, den Bundesverkehrsminister
Wolfgang Tiefensee (SPD) am Dienstag bei der Veranstaltung "Mehr Bahn
wagen. Güterbahnen im Aufschwung" der Allianz pro Schiene in Berlin
als "höchst erfreulich" wertete. Vor mehr als 100 geladenen Gästen
aus Politik und Wirtschaft bekräftigte Tiefensee die Notwendigkeit,
mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen: "Die Schiene muss weiter
gestärkt werden."

Anfang des Jahres hatte die Allianz pro Schiene konkrete Beispiele
für die Verkehrsverlagerung in Deutschland zusammengetragen. Diese
hatten gezeigt, dass sich die Anstrengungen der Güterbahnen gelohnt
haben. "Bahntransporte sind zunehmend attraktiver geworden, so dass
sie Verkehr von der Straße auf die Schiene ziehen", sagte der
Vorstandsvorsitzende der Allianz pro Schiene, Norbert Hansen. Ein
entscheidender Faktor für den Boom auf der Schiene seien auch
politische Weichenstellungen gewesen. So habe die 2005 eingeführte
Lkw-Maut maßgeblich zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf
die Schiene beigetragen. Immer noch vorhandene
Wettbewerbsungleichheiten zwischen den beiden Verkehrsträgern müssten
dringend weiter abgebaut werden. Hansen: "Wir brauchen die Lkw-Maut
auf allen Straßen und auch für Lkw mit weniger als 12 Tonnen, um die
Güterbahnen, die auf allen Strecken Trassengebühren zahlen, nicht zu
benachteiligen." Um den Boom der umweltfreundlichen Schiene nicht zu
stoppen, müsse der Bund die Schieneninfrastruktur weiter ausbauen.
"Gerade im Hafenhinterlandverkehr gibt es bereits jetzt schon
gewaltige Engpässe", so Hansen. "Dafür werden mindestens 2,5 Mrd.
Euro jährlich benötigt."

Angesichts des wachsenden Güterverkehrsaufkommens sprach der
Minister auch die Diskussion um die Zulassung von Riesen-Lkw an. "Wir
müssen den Güterverkehr bewältigen, ohne auf Scheinlösungen wie den
Gigaliner zu setzen. Nachdem sich die Länderverkehrsminister gegen
die Zulassung dieser Fahrzeuge in Deutschland entschieden haben, sei
er "optimistisch", dass es "auch auf EU-Ebene zu einer vernünftigen
Lösung ohne Gigaliner" kommen werde. "Alle Argumente, die uns in
Deutschland zur Ablehnung von Riesen-Lkw bewogen haben, gelten auch
für ganz Europa", so Tiefensee. Er werde sich dafür einsetzen, dass
dies bedacht werde.

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur
Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In
dem Bündnis haben sich 16 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen:
die Umweltverbände BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe und NaturFreunde
Deutschlands, die Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die
Automobilclubs ACE und ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET,
GDBA und GDL sowie die Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und
VDEI. Die Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen
Einzelmitglieder. Unterstützt wird das Schienenbündnis von 77
Unternehmen der Bahnbranche.

Originaltext: Allianz pro Schiene
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/25257
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_25257.rss2

Pressekontakt:
Allianz pro Schiene
Maren Herbst
Telefon: +49(0)30-2462599-20
Maren.Herbst@allianz-pro-schiene.de
 
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