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Deutsche Winzergenossenschaften: Hervorragende Weinernte dank langer Vegetationsperiode

Geschrieben am 19.10.2007 - [Nächster Artikel]

Bernkastel-Kues (ots) - Die Winzergenossenschaften, die im
Deutschen Raiffeisenverband (DRV) organisiert sind, ziehen eine sehr
positive Bilanz der Weinlese 2007.

Bis auf wenige Spezialitäten sind die Trauben des Jahrgangs 2007
bei den 220 Winzergenossenschaften, darunter 134 mit eigener
Kellerwirtschaft, gelesen. Der DRV rechnet mit einem Erntevolumen von
rund 3,1 Mio. hl Weinmost. Die Weinmosternte in Deutschland wird
insgesamt mit rund 10,5 Mio. hl etwa 13 Prozent über dem
Vorjahresniveau liegen und damit einige Prozentpunkte über dem
Schnitt der vergangenen Jahre.

Das Weinjahr war von meteorologischen Besonderheiten geprägt, was
zur frühesten Weinlese seit 60 Jahren führte. Durch die hohen
Temperaturen im April kam es zu einem Vegetationsvorsprung von bis zu
drei Wochen und somit im Mai zu einer sehr frühen Blüte der Reben.
Nach warmen Tagen im Juli mit genügend Feuchtigkeit setzte sich im
Spätsommer und Frühherbst das für den Wein günstige Wetter fort.
Sonnige und warme Tage in Kombination mit kalten Nächten sorgten für
eine hervorragende Aromenausbildung. Als Resultat konnten voll
ausgereifte, mit feinen Aromen ausgebildete Trauben gelesen werden.
Die Verbraucher können sich erneut auf einen herausragenden
Weinjahrgang freuen.

Eine weitere Herausforderung steht den Betrieben noch bevor. Es
gilt nun, diese "Steilvorlage aus den Weinbergen" in die
Absatzgebiete zu tragen. Zwar konnten in den letzten zwei Jahren
mengen- und wertmäßig wieder mehr deutsche Weine im Inland abgesetzt
werden, dies auch aufgrund eines zunehmenden Qualitätsbewusstseins
beim Ver-braucher. Dieser Trend muss sich jedoch noch in einer
höheren Ausgabenbereitschaft der Konsumenten widerspiegeln. Gerade
deshalb setzen die Winzergenossenschaften auf einen dauerhaften
wirtschaftlichen Aufschwung und klare Signale von der Politik, dass
der Aufschwung auch beim Bürger im Portemonnaie ankommt.

Auf der Kostenseite sind Preisanpassungen aufgrund gestiegener
Beschaffungspreise für Betriebsmittel nicht zu umgehen. Insbesondere
die extremen Kostensteigerungen bei Energie und Glas belasten die
Winzergenossenschaften.

Erfreulich ist, dass in nahezu allen Anbaugebieten die
genossenschaftliche Erfassung kontinuierlich steigt. So wird in den
letzten Jahren eine stetige Zunahme der Rebflächen gemeldet. In die
Neuausrichtung des Gemeinschaftsmarketings des Deutschen
Weininstituts bringt sich der DRV mit seinen Mitgliedern aktiv ein.
Ebenso unterstützt der DRV den erforderlichen Konzentrationsprozess
in der Branche.

Die Kombination von vielen sehr guten Weinjahrgängen in Folge,
gepaart mit einem nach wie vor beachtlichen
Preis-/Leistungs-verhältnis, wird die Attraktivität der
Genossenschaftsweine bei den Verbrauchern weiter steigern.

Weitere Informationen:
Daniel Berner, DRV-Abteilung Weinwirtschaft,
Telefon: 0228 106-327, E-Mail: berner@drv.raiffeisen.de

Originaltext: Deutscher Raiffeisenverband
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6949
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6949.rss2

Pressekontakt:
DRV-Pressestelle
Monika Windbergs
Tel. 030-856214-43
presse@drv.raiffeisen.de
 
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