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Reizklima: Umwelt im Wandel - Wirtschaft im Umbruch / 12. Eschborner Gespräche bei der VR LEASING

Geschrieben am 18.10.2007 - [Nächster Artikel]

Eschborn (ots) - "Nur gemeinsam können wir unseren Planeten
retten." Selten waren sich Experten aus Wirtschaft, Forschung und
Politik so einig wie bei den diesjährigen Eschborner Gesprächen. Bei
der inzwischen schon 12. Auflage der Veranstaltungsreihe der
VR-LEASING AG diskutierten Dr. Klaus Mittelbach (geschäftsführender
Koordinator der BDI-Initiative "Wirtschaft für Klimaschutz"), Prof.
Dr. Stefan Rahmstorf (Professor für Physik der Ozeane an der
Universität Potsdam und Forscher am Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung), Hubertus Schmoldt (Vorsitzender der
Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) sowie Jürgen Trittin
(Bundesminister a. D., stellvertretender Fraktionsvorsitzender der
Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen). Wie in den Jahren
zuvor wurde die seit 1996 bestehende Gesprächsrunde wieder von der
TV-Journalistin Sandra Maischberger geleitet.

In seinem Grußwort äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der VR
LEASING, Reinhard Gödel, erfreut über die Popularität der Eschborner
Gespräche. "Wir wollen unserer Verantwortung in der Gesellschaft
gerecht werden. Und wir sind stolz, dass wir erneut ein
hochinteressantes Thema gefunden haben, das sprichwörtlich die ganze
Welt bewegt", so Gödel. "Wie wird das Wetter?" Angesichts des
spürbaren Klimawandels sei dies im Moment die heikelste Frage der
Weltpolitik, sagte der VR LEASING-Chef. "Das Thema hat im Moment eine
unglaubliche Konjunktur", befand auch Sandra Maischberger zu Beginn
der Diskussion. Sie hoffe, dass das Thema auch langfristig in den
Medien bleibe und kein "Overkill-Effekt" einsetze.

Friedensnobelpreis in Eschborn

Der im mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten UNO-Klimarat
(IPCC) sitzende Rahmstorf machte deutlich, dass allein der Mensch für
die aktuelle Situation verantwortlich sei. "Inzwischen sollte
wirklich jeder kapiert haben, dass der Klimawandel stattfindet und
weiter voranschreitet. Leider gibt es noch immer Klimaskeptiker, die
von einer Klimahysterie sprechen", so Rahmstorf. "Von der drohenden
Klimakatastrophe sind wir alle betroffen - gleichzeitig sind auch
alle ihre Mitverursacher", gab Rahmstorf zu bedenken. Um mehr als
zwei Grad dürfe sich die Durchschnittstemperatur in diesem
Jahrhundert nicht mehr erhöhen, sonst drohe der Welt das Schlimmste.
Immerhin habe ein Umdenken eingesetzt. In den Führungsetagen der
Wirtschaft wie auch in der Politik herrsche inzwischen Einigkeit
darüber, dass die Zukunft im Ausbau der Erneuerbaren Energien liege.

Frage des Weltfriedens

Für Ex-Umweltminister Jürgen Trittin ist der Klimaschutz nicht nur
eine Frage von Ökologie und Ökonomie, "sondern auch des
Weltfriedens". Inzwischen sei den meisten Menschen bewusst, dass es
ohne eine intakte Umwelt keine Sicherheit geben könne. Auf Sandra
Maischbergers Frage, ob der "point of no return" bereits erreicht
sei, sagte Trittin: "Abwenden können wir die Klimakatastrophe nur,
wenn wir es, wie von Prof. Rahmstorf beschrieben, schaffen, dass die
globale Erwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts zwei Grad nicht
übersteigt." Dabei müssten die westlichen Industriestaaten noch
entschiedener vorangehen und ihren Kohlendioxidausstoß um bis zu 80
Prozent senken.

Alle Augen auf die Wirtschaft

"Hat sich der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) des
Themas Klimaschutz aus 'Leidenschaft' oder 'Notwehr' angenommen",
fragte Sandra Maischberger den geschäftsführenden Koordinator der
BDI-Initiative "Wirtschaft für Klimaschutz", Dr. Klaus Mittelbach.
Dessen Antwort: "aus rein sachlichen Überlegungen". Für die heimische
Wirtschaft sei höchstmögliche Energieeffizienz essentiell und der
Export neuartiger Umwelttechnologien ins Ausland das Gebot der
Stunde. Die Politik forderte Mittelbach auf, dies mit den "richtigen
Rahmenbedingungen" zu unterstützen. Machbar ist laut Mittelbach bis
2020 eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um 30 Prozent
gegenüber 1990 - ohne Einbußen für Wirtschaftswachstum und
Lebensqualität und bei einer Beibehaltung des Ausstiegs aus der
Kernenergie. Der Großteil dieser Einsparungen - Stichworte Bauen und
Wohnen - lasse sich mit bereits bekannter und größtenteils
serienreifer Technik umsetzen.

Energiepolitik für Standort Deutschland

Wie Mittelbach würdigte auch IG BCE-Chef Schmoldt die
Anstrengungen der deutschen Wirtschaft. Gleichzeitig warnte der
Gewerkschaftschef: "Der Klimaschutz darf nicht einseitig auf Kosten
unserer Industrie gehen." Er halte nicht viel davon, hierzulande "das
letzte Nanogramm Kohlendioxid aus den Schornsteinen zu filtern",
sondern plädierte dafür, mit dem gleichen Geld lieber in den
Umweltschutz in Schwellenländern wie beispielsweise China zu
investieren. Für die deutsche Wirtschaft komme es neben
Umweltverträglichkeit ganz entscheidend auch auf
Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit an. Eine vernünftige
Energiepolitik für den Standort Deutschland brauche einen
ausgewogenen Mix. Zu diesem zähle auch die Kernenergie. Die
Restlaufzeiten der Kernkraftwerke sollten Schmoldt zufolge vom
Sicherheitsnachweis abhängig gemacht werden.

Leidenschaftlich, kontrovers, doch stets fair diskutieren bei den
Eschborner Gesprächen der VR LEASING Persönlichkeiten aus Wirtschaft,
Politik, Kultur, Religion und Sport einmal im Jahr über ein aktuelles
Thema. Die Podiumsdiskussionsreihe hat das Ziel, gesellschaftliche
Probleme offen anzusprechen und zugleich Lösungsmöglichkeiten
aufzuzeigen.

Die VR LEASING-Gruppe* ist im genossenschaftlichen FinanzVerbund
der Spezialanbieter für innovative mittelstandsorientierte
Finanzierungslösungen in Europa. Mit ihrem Markt- und
Objekt-Know-how, insbesondere für Fahrzeuge, Maschinen, Informations-
und Kommunikationstechnik sowie Immobilien, nimmt die VR
LEASING-Gruppe für ihre Vertriebs- und Kooperationspartner - rund
1.100 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie mehr als 2.500
mittelständische Händler und Hersteller - die Rolle eines
Finanzierungsexperten ein. Dabei deckt die VR LEASING-Gruppe mit
ihrem modularen Produktportfolio das gesamte Spektrum der Absatz- und
Investitionsfinanzierung ab: von Leasing und Kredit über
Einkaufsfinanzierung bis zu Factoring. Abgerundet wird das Angebot
durch eine Vielzahl von Services. Zudem gewährleisten spezielle
Partner-Online-Systeme die Möglichkeit des schnellen Angebots
intelligenter Finanzierungslösungen und damit eine effizientere
Vertriebstätigkeit. Im Zuge eines wachsenden europäischen
Binnenmarkts ist die VR LEASING-Gruppe in elf Ländern Mittel- und
Osteuropas mit eigenen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften
vertreten. Bereits heute werden Kunden und Partner weltweit über ein
flächendeckendes Standortnetz von mehr als 2.400 Mitarbeitern
betreut.

*zu den Unternehmen der VR LEASING-Gruppe gehören BFL Leasing,
Lombard Pénzügyi és Lízing, Ungarn, VB LEASING International Holding,
Wien, VB-LEASING OOO, Moskau, VR BAUREGIE, VR DISKONTBANK, VR
FACTOREM, VR medico LEASING GmbH.

Originaltext: VR LEASING AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/54454
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_54454.rss2

Für weitere Fragen:

VR-LEASING AG,
Hauptstraße 131-137,
65760 Eschborn,
Maike C. Denk, Leiterin Communication,

Tel.: 06196.99.3578,
Fax: 06196.99.3570,
Email: maike.denk@vr-leasing.de,
Internet: www.vr-leasing.de
 
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