Bielefeld (ots) - Fast neun Prozent höhere Preise beim Gas, sogar noch etwas mehr beim Strom: Mit der Vokabel »happig« sind die Tarifsteigerungen beim regionalen Versorgungsunternehmen Eon Westfalen-Weser noch freundlich umschrieben. Der Bund der Energieversorger spricht gar von einer »Kriegserklärung an Verbraucher und Politik«. Angesichts einer Umsatzrendite von elf Prozent im vergangenen Jahr beim Eon-Mutterkonzern erscheint der Vorwurf der Kritiker nicht abwegig, der Verbraucher werde »gemolken«. Doch nicht Eon allein steht in der Kritik von Politikern und Verbrauchern. Auch der RWE-Konzern gönnt sich mit einem Aufschlag von 6,6 Prozent beim Strom einen tüchtigen Nachschlag. Andere werden folgen. Wie schon bei ungezählten Preisrunden zuvor ruft die NRW-Wirtschaftsministerin die Verbraucher dazu auf, zu günstigeren Anbietern zu wechseln. Bislang verhallten diese Appelle nahezu ungehört. Gerade einmal 1000 der 750000 Stromkunden hat Eon Westfalen-Weser bislang an den Billig-Anbieter »E wie einfach« verloren. Der gehört übrigens ebenfalls zum großen Eon-Konzern. Na, bitte: Es geht billiger - auch bei Eon. Der Verbraucher muss es nur wollen.
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