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International Association for the Study of Pain (IASP) verkündet das "Global Year Against Pain in Women"

Geschrieben am 15.10.2007 - [Nächster Artikel]

Seattle (ots/PRNewswire) -

- Die 'Real Women, Real Pain'("Wirkliche Frauen, wirkliche
Schmerzen)"-Kampagne wirft ein Schlaglicht auf das Leid von Frauen in
aller Welt, das durch die Unterschiede bei der Erkennung und
Behandlung von Schmerzen bedingt wird.

Heute erklärte die International Association for the Study of Pain
(IASP) das Jahr 2008 zum "Global Year Against Pain in Women"
(weltweites Jahr gegen Schmerz bei Frauen), um auf die bedeutenden
Auswirkungen chronischer Schmerzen auf Frauen und die Notwendigkeit
einer effektiveren Gesundheitsversorgung in diesem Bereich aufmerksam
zu machen. Mangelndes Bewusstsein für die besonderen Schmerzprobleme
bei Frauen sowie Geschlechtsunterschiede bei Behandlung und Forschung
tragen zum Leid von Millionen von Frauen bei.

"Frauen sind stärker als Männer von chronischen Schmerzen
betroffen, aber leider sind ihre Chancen behandelt zu werden geringer
als bei Männern, da verschiedene kulturelle, ökonomische und
politische Barrieren existieren", so Troels S. Jensen, MD, President
der IASP, Professor für Experimentelle und Klinische
Schmerzforschung, Universität Aarhus, Aarhus, Dänemark. "Die IASP
hofft, diesen Frauen Gehör verschaffen zu können, indem sie die
Aufmerksamkeit auf dieses weltweite Problem lenkt und damit einen
ersten Schritt zum Abbau der Schmerzen und des Leids von Frauen auf
der ganzen Welt unternimmt."

Wirkliche Frauen, wirkliche Schmerzen

Studien haben gezeigt, dass Frauen im Allgemeinen mehr
wiederkehrende Schmerzen, mehr starke Schmerzen und länger anhaltende
Schmerzen als Männer erleiden. Zu den chronischen Schmerzzuständen,
die Frauen häufiger als Männer betreffen, gehören Fibromyalgie,
Reizdarmsyndrom (IBS), rheumatoide Arthritis, Arthrose, chronische
Beckenschmerzen, Kiefergelenksbeschwerden (TMJ) und Migräne.

Frauen scheinen Schmerzen anders als Männer zu erleben, allerdings
ist der Grund dafür noch unklar. Man nimmt an, dass dieser
Unterschied auf eine Vielzahl von biologischen Gründen zurückzuführen
ist, darunter genetische, hormonelle und pharmakologische
Faktoren/Einflüsse. Zusätzlich spielen psychosoziale und kulturelle
Krankheitsfaktoren/-Einflüsse eine wichtige Rolle bei der
Schmerzwahrnehmung von Frauen.

Die Sache in Angriff nehmen

Im Laufe des nächsten Jahres wird die 'Real Women, Real
Pain'-Kampagne die Öffentlichkeit, Ärzte und Therapeuten sowie
staatliche Führungskräfte/Behörden über die zu seltene
Diagnosestellung und den Mangel an adäquater Behandlung von
chronischen Schmerzen bei Frauen informieren. Dies wird dazu
beitragen, dass

- das Bewusstsein für Schmerzzustände, die hauptsächlich Frauen
betreffen, geschärft wird, und Frauen und Ärzte die Symptome eher
erkennen.

- das Bewusstsein für Unterschiede zwischen Schmerzproblemen bei
Frauen und Männern geschärft wird.

- Frauen in die Lage versetzt werden, für sich selbst und andere
zu einzutreten, indem sie darauf bestehen, dass ihre Schmerzen real
sind, und sie sich in eine adäquate Behandlung begeben.

- die frauenspezifische Forschung zunimmt.

- die Entwicklung von neuen frauenspezifischen Behandlungsoptionen
gefördert wird.

Um diese Ziele umzusetzen, wird die IASP einige nationale und
lokal Aktivitäten zusammen mit ihren 69 lokalen Gruppen weltweit ins
Leben rufen. Eine Sonderausgabe des IASP-Fachzeitschrift "Pain" wird
dem Thema "Schmerz bei Frauen" gewidmet sein und im November 2007
erscheinen. Auf der IASP-Website werden auch Informationen zur
Kampagne zu finden sein, darunter auch Initiativen von lokalen
IASP-Gruppen.

Geschlechterungleichheit in der Gesundheitsversorgung

Gewisse Schmerzzustände, die allgemein Frauen häufiger betreffen,
finden nicht die nötige Beachtung, da in der Vergangenheit die
medizinische Forschung sehr stark auf männliche Populationen und auf
Krankheitsbilder, die Männer betreffen, ausgerichtet war. Als Folge
dieses auf Männer zentrierten Forschungsansatzes werden Frauen
weiterhin auf Grundlage von Studien behandelt, bei denen sie
möglicherweise nicht angemessen repräsentiert waren.

Der Zugang zu Gesundheitsdiensten, insbesondere in von Armut
betroffenen Gegenden der Dritten Welt, kann eine Barriere für Frauen,
die Hilfe wegen Schmerzen suchen, darstellen.

Auch kulturelle Faktoren beeinflussen die Wahrscheinlichkeit, dass
eine Frau medizinische Hilfe im Krankheitsfall, einschliesslich
Schmerzen, in Anspruch nimmt. So glauben Frauen in vielen Kulturen,
dass ihr Leiden zu ihrer Rolle in der Gesellschaft gehört. Zusätzlich
kann die Therapie durch einen männlichen Behandler für die Familie
der Frau Schande bringen, so dass die Frau gezwungen ist, auf eine
Behandlung zu verzichten.

Frauen kann es auch passieren, dass Ärzte bezweifeln, ob ihre
Patientin wirklich Schmerzen hat.

"Um eine Veränderung auf der ganzen Welt zu fördern, müssen wir
das Bewusstsein für Schmerzsyndrome, die hauptsächlich Frauen
betreffen, schärfen, die Forschungsanstrengungen im Bereich dieser
Krankheitsbilder und effektiver Behandlungsoptionen steigern und den
Zugang zu den nötigen Therapien verbessern", so Beverly Collett,
MBBS, FRCA, IASP Council Member und Konsiliararzt für Schmerzmedizin
am Leicester Royal Infirmary-Krankenhaus in Grossbritannien.

Die IASP möchte die Rolle der Pfizer Inc als ein Sponsor des
"Global Year Against Pain in Women" hier würdigend erwähnen und dem
Unternehmen für seine Unterstützung danken, die es zur Förderung der
Wissensvermittlung zu diesem wichtigen Thema beigetragen hat.

Weitere Informationen zu dem "Global Year Against Pain in Women"
und zu bevorstehenden Initiativen in aller Welt finden Sie unter
http://www.iasp-pain.org.

Informationen zur IASP

Die International Association for the Study of Pain(R) (IASP) ist
das führende Fachforum für Wissenschaft, Praxis und Weiterbildung im
Gebiet Schmerz. Die IASP hat über 6.900 Mitglieder in 106 Ländern, 69
nationale Gruppen (Chapters)und 14 Special-Interest-Gruppen (SIGs).
Die IASP wurde 1973 gegründet und wird von einem internationalen
Council (Rat) geführt, der sich aus Officers und Councillors, die von
den Mitgliedern des Fachverbands gewählt werden, zusammensetzt.

Die IASP sponsert Forschungssymposien zu speziellen Schmerzthemen
und fördert die internationale Schmerzforschung durch Stipendien,
Preise und Fellowships. Im Rahmen seines Developing Countries Project
vergibt die IASP Stipendien an Ärzte in Entwicklungsländern, um die
Aus- und Weiterbildung im Gebiet Schmerz zu fördern. Jedes Jahr
veranstaltet die IASP den "Global Day Against Pain"
(Weltschmerztag)und das "Global Year Against Pain", um die
verschiedenen Aspekte des Phänomens Schmerz stärker in das
Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Der Hauptsitz der IASP ist
in Seattle, Washington, USA.

Originaltext: International Association for the Study of Pain
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/68502
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_68502.rss2

Pressekontakt:
Sejal Sedani, Resolute Communications, +44-(0)20-7397-7474,
Sejal.sedani@resolutecommunications.com
 
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