Essen (ots) - Bisher, so viel lässt sich nach elf Tagen sagen, macht der Neue bei RWE eine gute Figur. Die Ansprache der Mitarbeiter ist gelungen, und auch die Analysten hat Großmann gestern bedient, indem er ihnen die gleiche Bedeutung zugesprochen hat wie den kommunalen Aktionären. Das ist zwar pure Selbstverständlichkeit, aber dennoch wegen der kommunalen Dominanz und der kommunalpolitischen Verflechtung im Eigentümerkreis des Konzerns enorm wichtig. Und: Sein Vorgänger Harry Roels hat die Investoren in seiner Amtszeit mit einer annähernden Vervierfachung des Aktienkurses beglückt. Das setzt Maßstäbe. Daher wird sich Großmann gestern über das Kursplus von 1,4 Prozent gefreut haben. Seine vordringliche Aufgabe sieht der Vorstandschef aber in der Verbesserung des RWE-Images. Großmann holt dazu die erneuerbaren Energien aus der Nische und gibt ihnen ein milliardenschweres Gewicht. Der Rivale Eon ist mit einem Anteil von rund 9,5 Prozent an der Erzeugung doppelt so weit. Das Rennen aber ist auf.