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'Börse Online'-Interview mit Allianz-Finanzchef Helmut Perlet: "Ergebnisse im Leben- und Bankgeschäft wachsen am stärksten"

Geschrieben am 10.10.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Finanzvorstand nennt Ziele für alle
Konzernbereiche / Allianz ist "für Konsolidierung offen" / Trotz
Kreditkrise Ergebnisziel bestätigt / "Auswirkungen bei Versicherern
viel geringer als bei Banken"

München, 10. Oktober 2007 - Der Finanzkonzern Allianz setzt wieder
auf Wachstum: Bis 2010 "dürften die Ergebnisse neben dem Asset
Management am stärksten im Leben- und Bankgeschäft wachsen", sagt
Helmut Perlet im Interview mit dem Anlegermagazin 'Börse Online'
(Ausgabe 42/2007, EVT 11. Oktober). Der Finanzvorstand der Allianz SE
begründet dies mit noch bestehendem Verbesserungspotenzial bei den
Margen.

Auch auf der Umsatzseite will Europas größte Versicherung, zu der
auch die Dresdner Bank gehört, wieder zulegen: "Auf mittlere Sicht
rechnen wir bei Schaden/Unfall mit zwei Prozent im Jahr und bei
Leben/Kranken mit rund fünf Prozent, sechs Prozent im Bankgeschäft
und zehn Prozent im Asset Management", gibt Perlet die Richtung vor.
In der Summe bedeute das für den Konzern "circa fünf Prozent
Umsatzwachstum".

Der Finanzchef rechnet in Europa "auf mittlere Sicht" mit einer
Konsolidierung, da es zu viele Anbieter gebe. Chancen habe dabei, wer
wie die Münchner über eine funktionierende Plattform verfüge. "Wenn
es zu einer Konsolidierung kommt, werden wir offen sein - vorstellbar
wären kleinere und mittlere Transaktionen, etwa in der Form, dass wir
bestehende Bücher anderer Versicherer übernehmen", sagt Perlet.

Trotz der Kreditkrise, deren Folgen laut Perlet das
Handelsergebnis der Dresdner Bank im dritten Quartal belasten werden,
und obwohl er weitere Abschläge bei der Bewertung zu Marktpreisen
gegenüber den im August veröffentlichten Zahlen erwartet, stellt er
klar: "Für die Allianz insgesamt bleiben wir bei unserem
Nettoergebnisziel für 2007 von rund acht Milliarden Euro."

Der laut einer Umfrage bei Analysten und Fondsmanagern beste Chief
Financial Officer (CFO) eines europäischen Versicherers hält die
Auswirkungen der Kreditkrise in seiner Branche für "viel geringer"
als bei Banken. Schließlich hielten die Versicherungen eine geringere
Anzahl der betroffenen Papiere. Zudem hätten Banken sehr viele
Verbriefungen im Handelsbestand, womit sich Marktwertveränderungen
direkt im Ergebnis niederschlagen würden. Versicherer hielten dagegen
Papiere in der Regel bis zur Endfälligkeit und müssten sie daher
nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen.

Originaltext: Börse Online, G+J Wirtschaftspresse
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/67525
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_67525.rss2

Pressekontakt:
Für Rückfragen:
Robert Greil, Redaktion ,Börse Online'
Tel. 089/4152-252
Fax 089/4152-383
 
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