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Deutscher Bruttowerbemarkt wächst in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 auf 14,6 Milliarden Euro

Geschrieben am 09.10.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Leichtes Wachstum ebenfalls im dritten Quartal

Der deutsche Bruttowerbemarkt ist in den ersten neun Monaten des
Jahres 2007 weiter gewachsen: So stiegen die Bruttowerbeaufwendungen
in den klassischen Medien laut Nielsen Media Research, dem
anerkannten Medien- und Werbeforschungsunternehmen, in diesem
Zeitraum um plus 4,0 Prozent bzw. plus 564 Millionen Euro auf
insgesamt 14,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. "Betrachtet man
die Entwicklung des Bruttowerbemarktes in diesem Jahr, so
verzeichneten wir im ersten Quartal ein überdurchschnittliches und im
zweiten Quartal und dritten Quartal jeweils ein leichtes Wachstum.
Für das vierte Quartal erwarten wir ebenfalls wieder ein leichtes
Wachstum und dementsprechend eine insgesamt positive
Jahresentwicklung des Bruttowerbemarktes - das fünfte Jahr in Folge",
analysiert Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der Nielsen Media Research
GmbH, den Verlauf des Werbejahres 2007.

Mit einem Plus von knapp 82 Millionen Euro steigerte die
PKW-Branche in den ersten neun Monaten am stärksten ihre
Werbeaufwendungen. Insbesondere in den ersten beiden Quartalen
steuerte die Automobilbranche mit verstärkten Werbeschaltungen gegen
die Absatzdelle, die u. a. aufgrund der CO2-Grenzwertdebatte und der
eingeführten Mehrwertsteuererhöhung Anfang des Jahres viele
Konsumenten beim PKW-Kauf verunsicherte. Ludger Wibbelt: "Die
verstärkten Werbeinvestitionen der Automobilhersteller werden sich
zum Jahresende durch die Einführung neuer Modelle zwar fortsetzen,
wenngleich auch nicht auf einem ganz so hohen Niveau. Die starken
Wachstumstreiber in den ersten neun Monaten, wie z.B. Toyota mit der
bislang größten Plakatkampagne Deutschlands, werden sich
voraussichtlich werblich etwas zurückhaltender zeigen."

Die Handelsorganisationen - trotz reduzierter Werbeaufwendungen
seitens der Discounter - als werbestärkste Branche investierten von
Januar bis September 2007 zusätzliche 63 Millionen Euro in ihre
Werbung. Insbesondere die Handelsmarken sind deutlich als
Wachstumstreiber der Branche zu erkennen. "Die Discounter dominieren
in 2007 nicht mehr so deutlich den Werbemarkt. Der Konsument legt
neben dem Preis auch wieder Wert auf Qualität und Service. Die großen
Handelsmarken, wie z. B. Rewe und Edeka, berücksichtigen diesen Trend
in ihren aktuellen Kampagnen", resümiert Ludger Wibbelt.

Im Gegensatz dazu stehen die Werbeaufwendungen der
Telekommunikationsbranche, die mit minus 46,4 Millionen Euro die
bislang höchsten absoluten Rückgänge im Werbejahr 2007 zu verzeichnen
hatten. Im vergangenen Jahr und auch im ersten Quartal dieses Jahres
hatte diese Branche dem Werbemarkt mit ihren Preiskämpfen ihren
Stempel aufgedrückt und sich erst in den letzten beiden Quartalen
massiv mit ihren Werbeschaltungen zurückgehalten.

Eine interessante Entwicklung ist bei den Energieversorgern zu
beobachten, die ihre Imagewerbung zwar im ersten Quartal reduzierten,
im zweiten und dritten Quartal allerdings massiv erhöhten.
Ausschlaggebend für dieses Wachstum ist neben der aktiven Bewerbung
von Billigstrom-Marken ebenfalls die Umfirmierung des Energiekonzerns
RAG in Evonik, der mit einer umfangreichen Werbekampagne in Höhe von
bislang 24,1 Millionen Euro für seine Leistungen wirbt.

Mit Ausnahme der Publikums- und Fachzeitschriften verzeichneten
die klassischen Medien Zuwächse in ihren Werbeerlösen. Das Minus bei
den beiden Printmedien ist u. a. auf die Medien selbst
zurückzuführen, die ihre Werbeausgaben zum Teil erheblich
reduzierten. Anders hingegen sieht es bei der Plakat- und
Fernsehwerbung aus, die insbesondere von der PKW-Branche
profitierten. Bei den Tageszeitungen trugen die eigenen Schaltungen
zum Wachstum bei, während der Anstieg der Radio-Werbeumsätze primär
auf die Handelsorganisationen zurückzuführen ist.

Die gesamten Bruttowerbeumsätze verteilten sich auf die einzelnen
Mediengattungen in den ersten neun Monaten 2007 dabei wie folgt: Die
Fernsehwerbung verbuchte mit knapp 6,0 Milliarden Euro weiterhin die
höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Dies entspricht
einem starken Wachstum von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die
Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 2,7 Prozent auf 3,9
Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research
Statistik nicht einbezogen werden. Publikumszeitschriften
verzeichneten bei einem Werbeumsatz von 2,9 Milliarden Euro ein Minus
von 1,3 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten 2006. Das Medium
Radio konnte Werbeaufwendungen in Höhe von rund 933 Millionen Euro
erwirtschaften und somit eine Steigerung von 8,4 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat steigerten sich
um 14,8 Prozent auf 577 Millionen Euro. Fachzeitschriften
verzeichneten mit minus 2,0 Prozent die höchsten Reduzierungen
innerhalb der klassischen Medien und erwirtschafteten ca. 325
Millionen Euro.

Originaltext: Nielsen Media Research GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/53252
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_53252.rss2

Pressekontakt:
Silke Trost
Manager Corporate Communications
mailto:silke.trost@nielsen.com
Phone: +49 (0) 40 / 236 42 133
Fax: +49 (0) 40 / 236 42 122
 
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