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PHAGRO trifft Delegation der AOK

Geschrieben am 04.10.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) - Pharma-Großhandel hilft bei Umsetzung
der Rabattverträge

Am 4. Oktober hat Dr. Christopher Hermann, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg und
Verhandlungsführer in Sachen Arzneirabattverträge für das gesamte
AOK-System in Deutschland auf Einladung des PHAGRO, des
Bundesverbandes des pharmazeutischen Großhandels, die Niederlassung
der Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) in Stuttgart besucht. Im
Mittelpunkt der Gespräche standen die Erfahrungen des Großhandels mit
den bisherigen Rabattverträgen sowie Vorschläge des PHAGRO zur
besseren Umsetzung zukünftiger Rabattverträge. Durch eine solche
Abstimmung ist es leichter möglich, Betriebsabläufe im
pharmazeutischen Großhandel noch besser auf neue Verträge einstellen
zu können.

Nach einem Überblick über die Aufgaben und Leistungen des
vollversorgenden pharmazeutischen Großhandels durch Dr. Thomas
Trümper, Vorsitzender des PHAGRO und Vorstandsvorsitzender der ANZAG,
erläuterten Führungskräfte des Unternehmens die Auswirkungen der
Rabattverträge auf die gesamte Prozesskette im Großhandel sowie auf
die Zusammenarbeit zwischen Großhandel und Apotheken bzw. zwischen
Großhandel und pharmazeutischen Unternehmen.

Nach der Besichtigung der Betriebsstätte legte Dr. Thomas Trümper
folgende Vorschläge des PHAGRO für künftige Rabattverträge dar:

- Einen Monat vor Beginn der Verträge sollte der Großhandel
möglichst informiert sein, für welche Arzneimittel (PZN)
Rabattverträge abgeschlossen wurden.

- Die Hersteller sollten die Großhandelsbestellungen mindestens 2
Wochen vor Vertragsbeginn ausliefern

- Die ausreichende Belieferung des Großhandels während der
gesamten Vertragslaufzeit muss permanent gesichert sein.

- Um kurzfristig auf Änderungen bei der Nachfrage reagieren zu
können, bedarf es einer flexiblen Bestellpolitik.

- Geregelt werden muss auch eine hohe Flexibilität bei der
Rückgabe der betroffenen Arzneimittel im Falle der
Vertragsaufhebung.

- Ein vereinfachtes elektronisches Nachweisverfahren hinsichtlich
der Nichtverfügbarkeit der betreffenden Arzneimittel im
Großhandel (als Ersatz des bislang im Arzneiliefervertrag
festgelegten schriftlichen Nachweises zur Lieferfähigkeit des
Herstellers) sollte eingeführt werden.

"Nach Einführung der Rabattverträge kam es zu Lieferengpässen",
erklärt Dr. Trümper: Von den Krankenkassen ausgewählte Hersteller
waren nicht in der Lage, die große Nachfrage zeitgerecht zu bedienen.
Dadurch kam es zu spürbaren Versorgungsengpässen im Großhandel und
somit in den Apotheken. Weiterhin nahm der Arbeitsaufwand im
pharmazeutischen Großhandel vor allem deswegen zu, weil die
Apotheken mit entsprechenden Defektnachweisen beliefert werden
mussten.

Dr. Hermann verwies darauf, dass die Apotheken im April über 80%
Rabattprodukte an AOK-Versicherte abgeben konnten. "Die AOK wird
auch weiterhin alles tun, damit die Rabattverträge reibungslos
umgesetzt werden. Ein Erfahrungsaustausch wie dieser, trägt sehr dazu
bei", bestätigte der AOK-Verhandlungsführer. Dass Versicherte die
AOK-Rabattinitiative begrüßten, stehe außer Frage. Dr. Hermann: "Eine
Versichertenbefragung der AOK Baden-Württemberg hat ergeben, dass
bereits im April fast 70 % der Patienten ihre Rabattarzneimittel
sofort in der Apotheke erhalten hatten, 20% nach kurzer Wartezeit.
Für diese stringente Umsetzung der Rabattverträge gebührt der
Apothekerschaft und dem pharmazeutischen Großhandel unser Dank".

Dr. Thomas Trümper schloss sich dieser positiven Einschätzung an:
"Wir vom PHAGRO freuen uns, dass die AOK auf unser Gesprächsangebot
eingegangen ist, und sich vor Ort über die Prozessschritte eines
pharmazeutischen Großhandels vom Einkauf über die Lagerung bis zur
Auslieferung informiert hat. Nur im Dialog mit allen Teilnehmern des
Arzneimittelmarktes können die bestehenden Probleme behoben werden.
Dies ist nicht zuletzt im Interesse unser aller gemeinsamer Kunden,
der Patienten."

Über den PHAGRO

Im Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels - PHAGRO - e.V.
sind alle herstellerneutralen pharmazeutischen Großhandlungen
vertreten, die ein Vollsortiment führen und die flächendeckende
Versorgung sicherstellen. Diese 16 Mitgliedsunternehmen beliefern
21.500 öffentliche Apotheken aus 110 Niederlassungen mit mehr als
60.000 Arzneimitteln und etwa 30.000 Produkten aus dem Rand- und
Nebensortiment.

Originaltext: ANZAG Andreae-Noris Zahn AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/12801
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_12801.rss2
ISIN: DE0005047005

Pressekontakt:
Bundesverband PHAGRO
Bernadette Sickendiek (Sprecherin der Geschäftsführung)

Hauptstadtbüro Geschäftsstelle:
Charlottenstraße 68 Savignystraße 55
10117 Berlin 60325 Frankfurt am Main
Telefon: (0 30) 201 88 - 448 Telefon: (0 69) 97 58 76-0
Telefon: (0 30) 201 88 - 333 Telefax: (0 69) 97 58 76-33
E-Mail: phagro@phagro.de E-Mail: phagro@phagro.de
www.phagro.de www.phagro.de
 
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