Bonn (ots) - Im Auftrag des Bundesinnenministeriums und auf Ersuchen des Auswärtigen Amtes entsendet die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ein zehnköpfiges Team der Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland (SEEWA) nach Uganda. Die Trinkwasserexperten brechen am heutigen Montagabend vom Flughafen Frankfurt aus in die Katastrophenregion auf. Zeitgleich werden Ausstattung und Gerät vom Flughafen Frankfurt/Hahn auf den Weg gebracht. Aufgabe des SEEWA-Teams ist es, in der Region Katakwi Trinkwasser für zwei Flüchtlingscamps aufzubereiten und die Wasserqualität zu überprüfen sowie Brunnen instand zu setzen.
Afrika wird zurzeit von den schlimmsten Überschwemmungen seit drei Jahrzehnten heimgesucht. Etwa 1,5 Millionen Menschen in mehr als 20 Staaten sind betroffen. Durchfallerkrankungen und Malaria breiten sich rasant aus. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen sind allein in Uganda etwa 400.000 Menschen obdachlos. Das THW wird dort in der durch die anhaltendenden Regenfälle nur schwer zugänglichen Region Katakwi nördlich der Hauptstadt Kampala eingesetzt. Dort sollen zwei Flüchtlingscamps mit etwa 11.000 Menschen mit Wasser versorgt werden. Die mitgeführte Trinkwasseraufbereitungsanlage hat bei normalen Rahmenbedingungen eine Tageskapazität von etwa 60.000 Litern. In dem mitgeführten Labor wird das Wasser in der Region auf seine Qualität hin überprüft - ein wichtiger Service auch für die anderen Hilfsorganisationen. Zu der SEEWA-Einheit gehören zudem Infrastrukturexperten, die zur Brunnenreinigung und -instandsetzung eingesetzt werden. Das Einsatzteam wurde von den THW-Länderverbänden Bremen/Niedersachsen und Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein zusammengestellt.
Der THW-Einsatz in Afrika ist Bestandteil des vom Auswärtigen Amt geschnürten humanitären Hilfspakets. Zurzeit befinden sich Erkundungsteams in Uganda und Ghana. Während in Uganda das Eintreffen der SEEWA-Einheit vorbereitet wird, werden in Ghana weitere Hilfsoptionen erkundet.
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