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Ver.di-Chef lehnt Neuverhandlungen über Post-Mindestlohn ab
Geschrieben am 26.09.2007 - [Nächster Artikel] |
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Hamburg (ots) - Frank Bsirske, Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, hat Neuverhandlungen über einen Post-Mindestlohn abgelehnt. Gegenüber der ZEIT sagt er: "Wir haben einen Mindestlohntarifvertrag, der alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. An dem wird nicht gerüttelt." Durch den Mindestlohn, so der Gewerkschafter weiter, werde nur "umgesetzt, was das Postgesetz vorschreibt: dass die Einkommens- und Arbeitsbedingungen bei der Lizenzvergabe an private Wettbewerber berücksichtigt werden sollen. Der Wettbewerb sollte über Qualität und nicht über Lohndrückerei ausgetragen werden."
Kritik übt Bsirske an den Plänen der Koalition für einen Erwerbstätigen- und einen Kinderzuschuss. "Es ist falsch, wenn der Staat Armutslöhne subventioniert. Ob über das Arbeitslosengeld II, über Zuschüsse oder ermäßigte Sozialbeiträge", sagt der ver.di-Vorsitzende. Bei allen diesen Modellen subventionierten die Beschäftigten nur mit ihren Steuern oder Sozialabgaben die Hungerlöhne ihrer Konkurrenz. Solche Pläne fände er "irre".
Originaltext: DIE ZEIT Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/9377 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_9377.rss2
Pressekontakt: Das komplette ZEIT-Inteview der ZEIT Nr. 40 vom 27. September 2007 senden wir Ihnen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de)
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