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PVC: Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz / Hochkarätiges Vortragsprogramm bei AgPU-Jahrestagung

Geschrieben am 19.09.2007 - [Nächster Artikel]

Bonn (ots) - Energieeffizienz als Schlüssel zum Klimaschutz,
Weichmacher für jede Anwendung, die Umsetzung von REACH oder
Kunst(t)räume aus PVC: Die 19. Mitgliederversammlung der
Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AgPU) am 19. September 2007
zog mit spannenden Themen auch in diesem Jahr mehr als 100 Gäste in
ihren Bann. Dabei ging es während der Vortragsveranstaltung im Bonner
Wissenschaftszentrum nicht nur um die vielfältigen Anforderungen an
den Kunststoff PVC hinsichtlich Nachhaltigkeit, Chemikalienpolitik
und Innovationskraft, sondern auch um die Pflege und den Ausbau
wichtiger Branchen-Kontakte.

Gemeinsam zur Nachhaltigkeit

Über kontinuierliche Fortschritte auf dem Weg zur nachhaltigen
Entwicklung von PVC-Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus
berichtete Dr. Volker Hofmann, Vorsitzender der AgPU. "Schon im
siebten Jahr setzt die europäische PVC-Branche ihre
Selbstverpflichtung 'Vinyl 2010' schrittweise erfolgreich um. Ob
Produktion, Nutzung, Recycling und Energieeffizienz: In allen
Bereichen konnte das Produktmanagement dank wesentlicher Beiträge aus
Deutschland verbessert werden", so Hofmann. Verbraucher aus aller
Welt schätzen die positiven Materialeigenschaften dieses Werkstoffes.
Bauprodukte wie Wärmedämmfenster aus PVC sparen Energie und schaffen
ein angenehmes Raumklima. Hochwertige Bodenbeläge aus PVC mit
Trittschalldämmung senken die Unterhaltskosten und steigern die
Behaglichkeit. PVC-Rohre mit glatten Innenflächen lassen das Wasser
gut abfließen und erschweren die Bildung von Bio-Film. Besondere
Verpackungen halten Lebensmittel frisch und sichern ihre
Gebrauchsfähigkeit über längere Zeit. "Der nachhaltigen Entwicklung
unserer Produkte gehört die Zukunft. Lassen Sie uns auch weiterhin
alles daran setzen, unsere Ziele gemeinsam zu verwirklichen", so
Hofmanns Appell während der AgPU-Jahrestagung an die Mitglieder und
Unternehmen aus der ganzen PVC-Branche.

Energieeffizienz: Der Schlüssel zum Klima- und Ressourcenschutz

Bedrohlich zunehmende Risiken durch Klimawandel und
Ressourcenkonflikte machen sofortige Gegenmaßnahmen erforderlich.
Andernfalls wären die Folgen dramatisch und weit teurer als die
heutigen Vermeidungskosten, erklärte Professor Dr. Peter Hennicke,
Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Auf dem
Weg zur Solarenergiewirtschaft spielt die Energieeffizienz eine
Schlüsselrolle als die schnellste, größte und billigste Option für
Klima- und Ressourcenschutz. Hinzu kommen sollten nachhaltigere
Energie- und Kraftwerkssysteme, die effizienter, emissionsfreier und
erneuerbar arbeiten. In der Integration von Material- und
Energieeffizienz sowie erneuerbarer Energien und rationeller
Energienutzung sieht Hennicke den Kern ökologischer Industrie- und
Dienstleistungspolitik. Dabei ist eine Effizienzsteigerung von 3% pro
Jahr nicht nur notwendig, sondern auch machbar. Voraussetzung dafür
ist eine engagierte politische Flankierung wie der Abbau der
Hemmnisse durch ein Policy Mix und die Schaffung eines Marktes für
Energiedienstleistungen.

Weichmacher: Für jede Anwendung die passende Lösung

Einen Überblick über die Brandbreite von Weichmachern in
unterschiedlichen flexiblen PVC-Produkten gab Heidrun Goth, Leiterin
Marktentwicklung Hexamoll DINCH® bei der BASF Aktiengesellschaft in
Ludwigshafen. Je nach Verwendungszweck können PVC-Produkte z.B. für
unterschiedliche Temperaturen und Verarbeitungstechniken weich
eingestellt werden. Da einige Weichmacher für PVC aufgrund möglicher
Gesundheitsrisiken in speziellen Anwendungen vermehrt in die Kritik
geraten sind, hat BASF seit 1997 in einem breit angelegten
Forschungsprojekt "Nachhaltige Weichmacher" intensiv nach
Alternativen gesucht. Ergebnis dieses Prozesses ist die Entwicklung
des Spezialweichmachers Hexamoll DINCH® für Produkte, die in
besonders engem Kontakt zu Menschen stehen. Dazu gehören sensible
Anwendungen wie Medizinartikel, Spielzeuge und
Lebensmittelverpackungen. Das innovative Additiv wird schon seit 2004
breit im Markt eingeführt und verfügt über ein herausragendes
toxikologisches Profil. Aufgrund der steigenden Verbrauchernachfrage
für den Spezialweichmacher hat BASF in diesem Jahr die Kapazität
ihrer Anlage von 25.000 auf 100.000 Jahrestonnen erhöht.

REACH: Die Umsetzung

Die Auswirkungen der am 1. Juni 2007 in Kraft getretenen
REACH-Verordnung aus Sicht eines PVC-Verarbeiters schilderte Dr.
Wolfgang Eiser, Entwicklungsleiter bei der Renolit AG in Worms: einem
Folienproduzenten mit mehr als 2.000 verwendeten Roh- und
Betriebsstoffen und über 1.000 aktiven Rezepturen. Lieferanten geben
gestiegene Kosten für Roh- und Betriebsstoffe an die PVC-Verarbeiter
weiter. Zudem bereinigen Lieferanten ihr Produkt-Portfolio, um die
Registrierkosten möglichst gering zu halten. Dadurch kommt es für
Renolit zum Wegfall oder zur Veränderung einzelner Stoffe.
PVC-Verarbeiter beschränken sich deshalb auf ihre Kernkompetenzen,
was letztlich eine limitierte Produktvielfalt nach sich zieht. Hinzu
kommen zeitaufwendige und kostenintensive Austestungen alternativer
Rohstoffe. Dabei führen neue Rezepturen wiederum zu veränderten
Folienqualitäten. Dies bedeutet für Langzeitanwendungen keine oder
verminderte Garantieleistungen.

Vinyl: Ein Stoff für Kunst

Um die Vorstellung von Kunst(t)räumen nicht nur in der modernen
Architektur ging es Professor Martin Despang, University of
Nebraska-Lincoln/USA, Despang Architekten/Hannover. Ein Beispiel für
den künstlerischen Umgang mit innovativen Materialien ist die
Hannoversche Konditorei Kreipe: eine helle, Licht durchflutete
Kaffeebar in trendigem Ambiente. Um auch ein jüngeres Publikum für
ihre Spezialitäten zu begeistern, entschied sich die
Konditorenfamilie für Despangs Innenraumkonzept im Spannungsfeld
zwischen Tradition und Moderne. Dies spiegelt sich insbesondere in
der Materialauswahl wider. So steht Messing als Gestaltungselement
für klassische Kaffeehäuser der Wirkung von MDF und Vinyl gegenüber.
Dabei bedecken PVC-Beläge sowohl Böden, Wände und Decken als auch
Einrichtungsgegenstände wie Theke und Sitzbänke in verschiedenen
Materialausführungen. Hier bahnt sich der Kunststoff durchgängig
seinen Weg durch das zweigeschossige Eldorado für Kaffee-Liebhaber.

Diesen Pressetext finden Sie zum Download unter: www.agpu.com

Originaltext: Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/19443
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_19443.rss2

Pressekontakt:
Werner Preusker, Geschäftsführer, Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt
e.V. (Working Group PVC and Environment)
Am Hofgarten 1-2, D-53113 Bonn
Tel. +49 228 917 83-0,
Fax +49 228 538 95 94
www.agpu.com | agpu@agpu.com
 
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